Kakaofreie Schokolade: ChoViva spart 92% CO? gegenĂŒber Kakaoproduktion
28.05.2026 - 16:07:22 | boerse-global.de
Eine Mischung aus Beratungsprojekten, technischen Innovationen und bĂŒrgerschaftlichem Engagement verĂ€ndert die urbane Versorgungskultur. Die aktuellen Entwicklungen im Mai und Juni 2026 zeigen: Der Fokus liegt auf SozialrĂ€umen und ressourcenschonender Produktion.
ErnĂ€hrungscoaches fĂŒr Reinickendorf
Im Bezirk Reinickendorf startete am 28. Mai ein neues Projekt. Der TrĂ€ger RESTLOS GLĂCKLICH e. V. schickt zwei ErnĂ€hrungscoaches in den Sozialraum Reinickendorf Ost. Das Vorhaben wird von den Berliner Senatsverwaltungen gefördert und bietet praxisnahe UnterstĂŒtzung. Eine Auftaktveranstaltung ist fĂŒr den 8. Juni im Kulturraum M5 geplant.
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Kiez-KĂŒhlschrĂ€nke gegen Lebensmittelverschwendung
In Marzahn-Hellersdorf geht man einen anderen Weg. Am 27. Mai wurden dort zehn sogenannte Kiez-KĂŒhlschrĂ€nke in Betrieb genommen. Die Standorte in Stadtteilzentren und NachbarschaftslĂ€den basieren auf dem Foodsharing-Prinzip. Ziel ist es, die Verschwendung von haltbaren Lebensmitteln zu reduzieren.
Supermarkt mit Dachfarm
Der Lebensmitteleinzelhandel setzt zunehmend auf ökologische Konzepte. Am 27. Mai eröffnete in Berlin ein Supermarkt in Holzbauweise â mit integrierter hydroponischer Dachfarm. Auf ĂŒber 2.700 Quadratmetern sollen dort jĂ€hrlich bis zu 900.000 Salate fĂŒr mehrere hundert Filialen produziert werden. Solarmodule sollen den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen MĂ€rkten deutlich senken.
Parallel dazu gibt es Fortschritte in der Lebensmittelproduktion. Das bayerische Unternehmen Planet A Foods entwickelte mit âChoVivaâ eine kakaofreie Schokoladen-Alternative. Die Produktion spart laut Unternehmensangaben bis zu 92 Prozent CO? ein. Angesichts prognostizierter ErnteausfĂ€lle in der traditionellen Kakaoproduktion gewinnt das an Relevanz.
Pestizide im Supermarkt: Foodwatch schlÀgt Alarm
Doch nicht alles lĂ€uft rund. Ein Produkttest der Organisation Foodwatch vom 22. Mai wies in zahlreichen Supermarktprodukten Pestizide nach, die in der EU nicht zugelassen sind. Betroffen waren sowohl Eigenmarken groĂer Handelsketten als auch etablierte Markenprodukte. Offizielle Stellen sahen keine akute Gesundheitsgefahr â der Verbraucherschutz fordert dennoch strengere Null-Toleranz-Regelungen.
Auch die ErnĂ€hrungsempfehlungen selbst geraten in die Kritik. Am 27. Mai attackierten der FEBPH und ErnĂ€hrungsexperte Sven-David MĂŒller bestehende Leitlinien zu Fett und Gluten als veraltet. Ihre These: Manche Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) basieren eher auf Nachhaltigkeitsaspekten als auf rein gesundheitlichen Erkenntnissen.
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PrÀvention und Verbraucherinformation
Ab dem 3. Juni wird in mehreren ostdeutschen BundeslĂ€ndern eine neue Patienteninformation zur zahngesunden ErnĂ€hrung verteilt. Sie thematisiert unter anderem Intervallfasten und KauintensitĂ€t. Bereits am 27. Mai starteten ApothekenverbĂ€nde eine Fortbildungsreihe zur Beratungskompetenz â etwa zum Einfluss von Hitze auf Arzneimittel.
In der Schweiz geht man einen anderen Weg. Die Werbebranche erhielt am 26. Mai einen Vorschlag zur Selbstregulierung. Ziel ist es, die Vermarktung ungesunder Produkte an Kinder unter 13 Jahren einzuschrĂ€nken. Die steigende Ăbergewichtsquote in dieser Altersgruppe macht den Druck deutlich. Die Branche hat bis Mitte Juli Zeit, sich an der Initiative zu beteiligen.
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