Kaltplasma, Lunge

Kaltplasma in der Lunge: Studie zeigt keimunabhÀngige Reduktion von Erregern

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 20:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Forschungsarbeit zeigt eine keimunabhÀngige Erregerreduktion ohne festgestellte sicherheitsrelevante GewebeschÀden im untersuchten Sicherheitsfenster.

Viromed Medical: Studie zu Kaltplasma in der Lunge angenommen
Ein steriles, modernes medizinisches Forschungslabor mit hochwertigen LaborgerÀten und mikroskopischen UntersuchungsplÀtzen. Illustration mit AI erstellt.

Die Behandlung schwerer Infektionen der Atemwege stellt die moderne Intensivmedizin vor erhebliche Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gewinnen neue physikalische Verfahren zunehmend an Bedeutung in der medizinischen Forschung.

Ein wissenschaftliches Paper zur Anwendung von kaltem atmosphĂ€rischem Plasma in der Lunge wurde nun von einem international fĂŒhrenden medizinischen Fachjournal zur Veröffentlichung angenommen. Die zugrundeliegende Arbeit untersucht experimentelle TherapieansĂ€tze, die unter anderem in Kooperation mit der Viromed Medical AG entstanden sind.

Fokus auf beatmungsassoziierte Pneumonien

Gegenstand der Forschungsarbeit sind schwere infektiöse Lungenerkrankungen. Eine besondere Rolle spielt hierbei die beatmungsassoziierte, auch als ventilatorassoziiert bezeichnete Pneumonie. Diese Form der LungenentzĂŒndung tritt hĂ€ufig bei intensivmedizinisch betreuten Patientinnen und Patienten auf, die ĂŒber lĂ€ngere ZeitrĂ€ume kĂŒnstlich beatmet werden mĂŒssen, und geht oft mit schwer behandelbaren Erregern einher.

Geleitet wurde die wissenschaftliche Untersuchung von Prof. Dr. Hortense Slevogt, die an der Medizinischen Hochschule Hannover sowie am Helmholtz-Zentrum fĂŒr Infektionsforschung tĂ€tig ist. Als Co-Autor ist zudem Uwe Perbandt, Vorstand der Viromed Medical AG, an der Veröffentlichung beteiligt.

Die Forschungsinitiative zielt darauf ab, die Wirkmechanismen von kaltem atmosphÀrischem Plasma als potenzielle antimikrobielle Behandlungsoption direkt im Atmungsapparat genauer zu verstehen.

Signifikante Keimreduktion und histologische Befunde

Ein zentrales Ergebnis der Studie liegt in der Wirksamkeit gegen Krankheitserreger: Die Untersuchungen zeigten eine signifikante, keimunabhÀngige Reduktion pathogener Keime.

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Die beatmungsassoziierte Pneumonie gehört zu den hartnĂ€ckigsten Problemen der Intensivmedizin — und bei multiresistenten Erregern wird die Auswahl der Optionen zunehmend enger. Eine aktuelle Forschungsarbeit zeigt nun eine keimunabhĂ€ngige Reduktion pathogener Keime in der Lunge, nachgewiesen innerhalb eines definierten therapeutischen Sicherheitsfensters, in dem histologisch keine sicherheitsrelevanten GewebeschĂ€den auftraten. Unser kostenloser Leitfaden fasst den Wirkmechanismus zusammen und zeigt in 3 Schritten, wie Sie solche Befunde fĂŒr Ihre Station einordnen. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern

Entscheidend ist dabei, dass dieser Effekt innerhalb eines klar definierten therapeutischen Sicherheitsfensters nachgewiesen werden konnte. Der keimunabhÀngige Wirkansatz ist insbesondere angesichts zunehmender Resistenzen gegen herkömmliche medikamentöse Therapien von klinischem Interesse.

Parallel zur keimtötenden Wirkung widmete sich das Forscherteam auch der VertrÀglichkeit im Gewebe. Begleitende histologische Untersuchungen ergaben, dass innerhalb des therapeutischen Sicherheitsfensters keine sicherheitsrelevanten GewebeschÀden festzustellen waren. Dies liefert einen wichtigen ersten Hinweis darauf, dass der Einsatz von kaltem atmosphÀrischem Plasma im Lungengewebe ohne gravierende strukturelle SchÀdigungen möglich sein könnte.

Ausstehende Publikation und nÀchste Schritte

Mit der Annahme durch das Fachjournal durchlĂ€uft die Arbeit den abschließenden Schritt vor der weltweiten Veröffentlichung im Rahmen des wissenschaftlichen Diskurses. WeiterfĂŒhrende Details und spezifische Studiendaten sollen nach Angaben der Viromed Medical AG nach der formellen Veröffentlichung der Arbeit mitgeteilt werden.

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Wenn Antibiotikaresistenzen die Therapieoptionen bei schweren Lungeninfektionen aushöhlen, rĂŒckt die Frage nach Alternativen in den Vordergrund. Ein physikalisches Verfahren, das nicht auf den Erreger zielt, sondern keimunabhĂ€ngig wirkt, ist deshalb von klinischem Interesse — die vorliegende Arbeit untersuchte genau das im Lungengewebe und dokumentierte die VertrĂ€glichkeit im therapeutischen Sicherheitsfenster. Der Leitfaden gibt Ihnen eine Checkliste zu diesem Sicherheitsfenster an die Hand, damit Sie Chancen und Grenzen sauber trennen. Checkliste Sicherheitsfenster jetzt sichern

Die vollstĂ€ndige Publikation wird voraussichtlich Aufschluss darĂŒber geben, welche methodischen Schritte als NĂ€chstes erforderlich sind, um das Verfahren fĂŒr mögliche klinische Anwendungen weiterzuentwickeln.

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