Kamillentee, Apigenin

Kamillentee am Abend: Apigenin kann die Einschlafzeit verkürzen

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kamille enthält Apigenin, das die Einschlafzeit verkürzen kann; sehr heißer Tee sollte vor dem Trinken abkühlen.

Kamillentee am Abend: Apigenin kann das Einschlafen erleichtern
Getrocknete Kamillenblüten und verschiedene Kräuterteezutaten auf einem hölzernen Untergrund im warmen Abendlicht. Illustration mit AI erstellt.

Viele Menschen greifen am Abend zu einer warmen Tasse Tee, um nach einem anstrengenden Tag zur Ruhe zu kommen. Anwender berichten vermehrt von der wohltuenden Wirkung traditioneller Kräuterteemischungen als festes abendliches Ritual zur Entspannung.

Im Gegensatz zu echtem Tee, der von der Pflanze Camellia sinensis stammt und Sorten wie Schwarz-, Grün-, Weiß-, Oolong- und Pu-Erh-Tee umfasst, setzen koffeinfreie Kräuteraufgüsse auf die pflanzlichen Eigenschaften heimischer und bewährter Gewächse.

Kamille als bewährter Bestandteil der Abendroutine

Zu den bekanntesten Pflanzen in beruhigenden Teemischungen gehört die Kamille. Die Pflanze, die 10 bis 30 Zentimeter hoch wächst und deren Blütezeit zwischen Juli und September liegt, war ursprünglich an der Atlantikküste Europas sowie in Nordafrika beheimatet.

Fachberichte heben die vielfältigen Eigenschaften der Heilpflanze hervor: Ihr werden beruhigende, schlaffördernde, krampflösende, verdauungsfördernde, entzündungshemmende, antioxidative sowie antivirale Effekte zugeschrieben.

Verantwortlich für die Wirkung sind vor allem enthaltene Flavonoide, ätherische Öle und das Flavonoid Apigenin. Apigenin besitzt die Eigenschaft, an bestimmte Gehirnrezeptoren zu binden, was die Einschlafzeit verkürzen kann.

Für die Zubereitung einer Tasse Kamillentee wird empfohlen, einen Esslöffel getrocknete Blüten mit 225 Millilitern kochendem Wasser aufzugießen und fünf Minuten ziehen zu lassen. Als Richtwert gelten ein bis zwei Tassen pro Tag.

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Vielfalt traditioneller Kräutermischungen

Neben reinen Monokräutern kommen in der Praxis häufig abgestimmte Kräutermischungen zum Einsatz. So zeichnen sich traditionelle Spezialkräuterteemischungen wie Bergkräutertee durch eine nicht aromatisierte Zusammenstellung aus Zutaten wie Fenchel, Eukalyptus, Pfefferminze, Fichtennadeln, Anis, Salbei und Holunderblüten aus.

Bei dieser Rezeptur werden vier Gramm der Mischung auf einen Viertelliter Wasser gegeben, wobei die empfohlene Ziehzeit zwischen fünf und zehn Minuten liegt.

Andere Zubereitungen, etwa spezielle Fastentees zur Flüssigkeitszufuhr, kombinieren Kamille mit weiteren Botanicals wie Verbene, Hagebuttenschalen, Brennnesselblättern, Süßholzwurzel, Ingwer, Rosenblüten und Mateblättern. Solche Mischungen werden typischerweise mit ein bis zwei Teelöffeln dosiert und ebenfalls fünf bis zehn Minuten ziehen gelassen.

Hinweise zum gesundheitsbewussten Teegenuss

Generell enthalten viele Tees Flavonoide, denen ein schützender Effekt vor Herzerkrankungen nachgesagt wird. Dennoch sollten Teetrinker auf die richtige Temperatur bei der Einnahme achten.

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Nicht jede Tasse am Abend entfaltet dieselbe Wirkung — entscheidend sind Dosierung, Ziehzeit und Trinktemperatur. Wer Kamille mit weiteren beruhigenden Kräutern kombiniert, kann sein Abendritual gezielt auf die eigene Einschlafsituation abstimmen. Der kostenlose Leitfaden gibt Ihnen einen Überblick über traditionelle Kräutermischungen und die richtige Zubereitung. Überblick Kräutermischungen jetzt sichern

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2020 zeigte, dass der regelmäßige Konsum von sehr heißem Tee mit einem fast doppelt so hohen Risiko für bestimmte Formen von Speiseröhrenkrebs einhergehen kann. Wer Kräutertees in seine abendliche Routine einbindet, sollte den frisch aufgebrühten Aufguss daher vor dem Verzehr stets auf eine mäßige Trinktemperatur abkühlen lassen.

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