Kanzleramt-Umbau: Merz ernennt neue Abteilungsleiterin Ramb
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 02:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 31. Juli 2026 die Juristin Christina Ramb zur neuen Leiterin der Abteilung für Soziales, Gesundheit, Arbeit, Umwelt und Gesellschaftspolitik im Bundeskanzleramt ernannt. Die Personalentscheidung ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung der Regierungszentrale, mit der der Kanzler personelle und strukturelle Weichenstellungen für die kommenden Jahre vornimmt.
Neubesetzung der sozialpolitischen Schlüsselabteilung
Christina Ramb bringt für ihre neue Aufgabe weitreichende Erfahrung aus der Wirtschafts- und Ministerialverwaltung mit. Sie war in den vergangenen knapp sechs Jahren Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Zuvor leitete sie von 2018 bis 2020 die Abteilung Arbeit im Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.
Ramb tritt die Nachfolge von Gesa Miehe-Nordmeyer an, die zum 1. September in den einstweiligen Ruhestand versetzt wird. Der Bundeskanzler würdigte am 31. Juli 2026 die Verdienste der scheidenden Abteilungsleiterin, insbesondere ihre Rolle als Unterhändlerin bei den Verhandlungen im Rahmen der G7- und G20-Gipfel.
Strategische Personalwechsel im Kanzleramt und in den Ministerien
Bereits am 30. Juli 2026 leitete Kanzleramtschefin Nina Warken weitere zentrale Veränderungen in der Leitungsstruktur ein. Georg Milde, der bisher die Leitungsabteilung im Bundesgesundheitsministerium führte, wurde zum neuen Stabschef im Kanzleramt ernannt. In seiner neuen Funktion als Leiter des Büros der Kanzleramtschefin verantwortet er künftig die Referate für Politische Planung, den Leitungsstab sowie das Ministerbüro.
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Milde übernimmt diese Position von Stefan Schmidt, der als neuer Fraktionsdirektor zur Unionsfraktion wechselt. Im Gegenzug übernimmt Schmidts Vorgänger, Tobias Pohl, die Leitung der Leitungsabteilung im Bundesgesundheitsministerium.
Zudem besetzte Bundeskanzler Merz am 30. Juli 2026 die Position des Bund-Länder-Koordinators neu. Der 33-jährige CDU-Politiker Philipp Amthor übernimmt diese Aufgabe von Michael Meister. Amthor war zuvor als parlamentarischer Staatssekretär im Digitalministerium tätig.
Abschluss des Personalumbaus und verwaltungspolitische Ziele
Mit diesen Ernennungen hat der Bundeskanzler den Großteil der geplanten personellen Neuausrichtung abgeschlossen. Im Zuge dieser Umbildung wurden bereits Thorsten Frei zum Fraktionschef und Nina Warken zur Kanzleramtschefin berufen. Carsten Linnemann übernimmt das Gesundheitsressort, während Steffen Bilger als Verkehrsminister fungiert. Die offizielle Vereidigung der neuen Kabinettsmitglieder ist für September vorgesehen.
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Der Kanzler erklärte im Rahmen einer Sondersitzung der Unionsfraktion, dass die Umbildung einen Neuanfang und eine verbesserte Kommunikation der Regierungsarbeit einleiten solle. Trotz interner Kritik am Führungsstil, die insbesondere im Zusammenhang mit der Ablösung des bisherigen Verkehrsministers Patrick Schnieder laut wurde, hält die Regierungsspitze an ihrem Kurs fest. Offen bleiben derzeit noch die Besetzungen für das Amt der Sport-Staatsministerin, des CDU-Schatzmeisters sowie des Parlamentarischen Geschäftsführers.
Flankiert wird der personelle Umbau von einer angekündigten Straffung der Bundesverwaltung. Bundeskanzler Merz kündigte am 30. Juli 2026 an, in den kommenden vier Jahren acht Prozent der Stellen in der Bundesverwaltung streichen zu wollen. Diese Haltung spiegelt sich auch auf europäischer Ebene wider: Der Kanzler lehnte die von der EU-Kommission geplanten 2.500 neuen Stellen ab und forderte stattdessen Kürzungen des EU-Haushalts in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro.
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