Kastilien und León: 600.000 Euro für KI-Werkzeuge und Behördenschulungen
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 14:03 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie spanische Regionalregierung von Kastilien und León treibt die Modernisierung ihrer Behörden voran. Die Junta de Castilla y León hat rund 600.000 Euro in Werkzeuge auf Basis künstlicher Intelligenz sowie entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen für öffentliche Bedienstete investiert.
Ziel dieser Initiative ist es, Verwaltungsverfahren spürbar zu vereinfachen, Arbeitszeiten zu reduzieren und das Serviceangebot für Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.
Im Rahmen dieser Digitalisierungsstrategie eröffnete der zuständige Consejero de Presidencia, Luis Miguel González Gago, in Valladolid eine Fachtagung zum Thema intelligente Verwaltung und künstliche Intelligenz, die von der Verwaltungsschule ECLAP organisiert wurde und 300 Teilnehmer zählte. Als Hauptreferent der Veranstaltung trat Juan Merodio auf.
Fokus auf Regulierung und Schulungsinitiativen
González Gago hob während der Veranstaltung die Notwendigkeit hervor, künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einzusetzen. Dabei verwies er auf die Vorgaben der europäischen KI-Verordnung aus dem Jahr 2024. Der Einsatz der Technologie müsse sich strikt an Grundsätzen wie Datenschutz, IT-Sicherheit, Transparenz, Gleichheit und menschlicher Aufsicht orientieren.
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Die Investitionen spiegeln sich in konkreten Bildungsmaßnahmen wider. Im Jahr 2026 wurden bereits 184 Schulungsaktivitäten zu digitalen Kompetenzen gefördert, an denen über 12.000 Beschäftigte teilnahmen.
Die behandelten Themenfelder reichten dabei von Cybersicherheit über kollaborative Software-Tools bis hin zu generativer künstlicher Intelligenz. Flankierend dazu wurde ein praktischer Leitfaden für den Umgang mit generativer KI in der Regionalverwaltung erarbeitet.
Budget und Personalplanung für 2027
Über die aktuellen Digitalisierungsmaßnahmen hinaus präsentierte González Gago vor der Wirtschafts- und Finanzkommission des Regionalparlaments Cortes die Planungen für den öffentlichen Dienst. Noch vor Ende des Jahres 2026 soll eine neue öffentliche Stellenausschreibung erfolgen, gefolgt von einer weiteren Ausschreibung in der ersten Jahreshälfte 2027.
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Für das Jahr 2027 ist ein Budget für den Bereich der öffentlichen Funktion von über 10,6 Millionen Euro vorgesehen, was einem Anstieg von 7,78 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Generaldirektion für die öffentliche Funktion stehen 17,8 Millionen Euro zur Verfügung. Ein zentrales Ziel der Regionalregierung bleibt es, die Quote befristeter Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Sektor auf acht Prozent zu senken.
Für Personalauswahlverfahren sind im kommenden Haushaltsjahr über 600.000 Euro eingeplant, ein Zuwachs von 9,49 Prozent. Parallel dazu soll ein neuer Gesetzentwurf zur Organisation des öffentlichen Dienstes vorangetrieben werden. Die ECLAP, die 2027 ihr 25-jähriges Bestehen begeht, erhält für ihren Fortbildungsplan ein Budget von 3,25 Millionen Euro zur Umsetzung von fast 1.000 Maßnahmen.
Weitere Mittel im Budget 2027 umfassen 225.000 Euro für den Regionalverband der Gemeinden, 1,06 Millionen Euro für das Personalverwaltungssystem PÉRSIGO sowie 4,5 Millionen Euro für Sozialausgaben der Bediensteten.
Zudem fungiert die Region 2027 als Gastgeberin für Fachtagungen zur Evaluierung öffentlicher Maßnahmen im Rahmen von REDEVAL und stellt 148.000 Euro für externe Evaluierungen in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Fiskalbehörde AIReF bereit.
