Kaufkraft-Illusion: 60% der Deutschen fühlen sich ärmer als 2021
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 04:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Laut einer Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat sich die durchschnittliche Kaufkraft seit 2024 stabilisiert. Doch die Realität der Bürger sieht anders aus.
Knapp 60 Prozent der 7.000 Befragten gaben an, sich finanziell schlechter zu stellen als noch vor fünf Jahren. Der Grund: massive Preissteigerungen seit 2020. Besonders hart treffen die Verbraucher die Kosten für Wohnenergie (plus 47 Prozent), Lebensmittel (plus 34 Prozent) und Gastronomie (plus 33 Prozent).
Die Sorge ums Geld wächst
Die Umfrage unter 5.000 Verbrauchern in fünf Ländern zeigt ein düsteres Bild: Rund 79 Prozent der Deutschen machen sich ernsthafte Sorgen um ihre Finanzen. 18 Prozent befürchten sogar, bald ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können.
Die Konsequenz: Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Verbraucher will die Ausgaben kürzen. 15 Prozent müssen bereits jetzt auf ihre Ersparnisse zurückgreifen. Besonders hart trifft es die Gastronomie – drei Viertel der stark besorgten Haushalte planen, bei Restaurantbesuchen zu sparen.
Technik hilft beim Sparen
Doch es gibt auch gute Nachrichten. Die Verbraucherzentrale Berlin zeigt, wo sich im Haushalt richtig Geld sparen lässt. Ein Beispiel: der Wäschetrockner. Wer die Wäsche vor dem Trockengang stark schleudert, reduziert den Energiebedarf deutlich. Moderne Wärmepumpentrockner verbrauchen nur 0,7 bis 1 Kilowattstunde pro Trocknung – Altgeräte schlucken das Drei- bis Vierfache.
Bei zwei Trocknungen pro Woche und einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde liegen die jährlichen Kosten zwischen 25 und 146 Euro – je nach Alter des Geräts.
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Auch Balkonkraftwerke werden smarter. Neue Speicherlösungen mit bis zu fünf Kilowattstunden Kapazität nutzen KI-gestützte Assistenten. Sie optimieren die Ladevorgänge basierend auf den Tarifen von über 800 Stromanbietern. Das Ziel: die Eigenverbrauchsquote maximieren und die Abhängigkeit von schwankenden Marktpreisen senken.
Fixkosten unter der Lupe
Finanzexperten raten zu einem kritischen Blick auf die Fixkosten. Wer digitale Abonnements über Drittplattformen wie Apple abschließt, zahlt oft drauf. Besser: direkt beim Anbieter buchen.
Eine echte Entlastung zeichnet sich für 2027 bei der privaten Krankenversicherung ab. Durch einen steigenden Arbeitgeberzuschuss könnten Versicherte bis zu 550 Euro jährlich sparen.
Auch beim Wohnungsbau tut sich was. Bauforscher kritisieren, dass über 7.000 Normen rund 20 Prozent der Baukosten verursachen. Ein Verzicht auf nicht zwingend erforderliche Standards – etwa Unterkellerungen oder überdimensionierte Deckenstärken – könnte die Baukosten um schätzungsweise 1.000 Euro pro Quadratmeter senken.
Steuern und clevere Käufe
Die Sorge ums Geld wächst: 79% der Deutschen machen sich ernsthafte Sorgen um ihre Finanzen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie mit Vakuumieren und cleveren Einkäufen Ihre Lebensmittelkosten halbieren. Lebensmittelkosten halbieren – Report sichern
Ein oft ungenutztes Instrument zur Liquiditätssteigerung: die Einkommensteuererklärung. Arbeitnehmer können hier mit einer durchschnittlichen Rückzahlung von über 1.000 Euro rechnen. Digitale Anwendungen machen den Aufwand geringer und minimieren Fehler.
Wer clever einkauft, spart ebenfalls. Mitte Juli finden im Techniksektor Abverkäufe statt – mit Rabatten von bis zu 60 Prozent auf Haushaltsgeräte, Smartphones und Unterhaltungselektronik. Auch beim Lebensmitteleinkauf hilft die richtige Methode: Vakuumieren verlängert die Haltbarkeit von Produkten um das Fünffache und reduziert Lebensmittelabfälle.
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