KB5002907: Microsoft stoppt Update nach gelöschten Office-Lizenzen
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 01:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat die Verteilung des optionalen Updates KB5002907 pausiert. Das Unternehmen untersuche derzeit Berichte, wonach die Aktualisierung dazu führt, dass bestehende Installationen von Microsoft Office deaktiviert oder in Einzelfällen sogar vollständig vom System entfernt werden.
Das Update war ursprünglich für Microsoft 365 Apps vorgesehen, die einen Aktualisierungsrückstand von mehr als 90 Tagen im Current Channel oder Monthly Enterprise Channel aufweisen.
Massive Störungen bei unbefristeten Lizenzen
Nach der Veröffentlichung des Updates um den 23.09.2026 häuften sich Meldungen über schwerwiegende Probleme bei Installationen von Office 2016, Office 2019 und Office 2021. Berichten zufolge wurden dauerhaft lizenzierte Versionen durch das Update deaktiviert. In einigen Fällen kam es zur kompletten Deinstallation der Software.
Besonders deutlich wurde das Ausmaß der Störung am 24.09.2026, als ein belgischer Managed Service Provider (MSP) innerhalb von nur zehn Minuten Anfragen von fünf unabhängigen Kunden erhielt. Bei den betroffenen Unternehmen waren dutzende Arbeitsplätze von den Deaktivierungen betroffen.
Auch Einzelnutzer berichteten in Fachforen, dass ihre Office-Anwendungen, die bis zum Vortag einwandfrei funktionierten, plötzlich verschwunden seien oder beim Start zur erneuten Eingabe des Produktschlüssels aufforderten. Ohne diese Reaktivierung drohe der Wechsel in einen eingeschränkten Lesemodus.
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Ursachenforschung und betroffene Systeme
Microsoft bestätigte laut Medienberichten vom 27.09.2026, dass KB5002907 bei bestimmten Installationen Lizenzen entfernt oder Anwendungen gelöscht hat, woraufhin die Verteilung gestoppt wurde.
Branchenexperten führen den Fehler auf ein im Update enthaltenes Reparaturskript zurück. Dieses könne insbesondere dann eine Deinstallation auslösen, wenn auf dem System eine Mischung aus 32-Bit-Office-Komponenten und einer 64-Bit-Laufzeitumgebung, wie etwa der Microsoft Access Database Engine, vorhanden ist. Eine anschließende automatische Neuinstallation scheitere in diesen Konfigurationen oft.
Von dem Problem könnten verschiedene Betriebssysteme betroffen sein, darunter Windows 10 22H2, Windows 11 (Versionen 23H2 bis 26H1) sowie Windows Server 2019, 2022 und 2025. Nutzer, die das optionale Update bisher nicht installiert haben, seien nicht gefährdet. Microsoft weist zudem darauf hin, dass die Installation von KB5002907 nicht zwangsweise erfolgt.
Handlungsempfehlungen für betroffene Nutzer
Für Anwender, deren Office-Installation bereits beeinträchtigt ist, gibt Microsoft spezifische Empfehlungen aus. Sofern die Anwendung noch vorhanden, aber deaktiviert ist, solle die ursprünglich erworbene Lizenz erneut aktiviert werden.
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Falls die Software vollständig entfernt wurde, sei eine manuelle Neuinstallation über das Microsoft-Konto erforderlich, das mit dem ursprünglichen Kauf verknüpft ist. Ein neues Abonnement von Microsoft 365 sei zur Behebung des Fehlers ausdrücklich nicht notwendig.
IT-Fachleute weisen darauf hin, dass eine Neuinstallation durch verbleibende Komponenten unterschiedlicher Bit-Architekturen erschwert werden könnte. Fachleute raten dazu, vorhandene Produktschlüssel vorsorglich zu sichern und das Update KB5002907 vorerst zu meiden. In technischen Foren wird zudem diskutiert, installierte Updates über Befehlszeilen-Tools zu entfernen, wobei dies keine offiziell bestätigte Anleitung des Herstellers darstellt.
Hintergrund der Problematik ist auch der Lebenszyklus der älteren Versionen: Der offizielle Support für Office 2016 und Office 2019 endete bereits am 14.10.2025. Seit diesem Zeitpunkt erhalten diese Versionen keine regulären Sicherheitsupdates mehr, was die Komplexität bei der Integration in aktuelle Update-Zyklen erhöht.
Mehr zum Thema bei BleepingComputer: „Microsoft pauses KB5002907 update after Office license deactivations“
