Ketogene, DiÀt

Ketogene DiÀt: Insulinspiegel sinkt um 74 Prozent bei Adipositas

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 21:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine klinische Studie vergleicht drei ErnÀhrungsformen: Keto reduziert Insulin und Leberfett stÀrker, zudem verschwindet PrÀdiabetes hÀufiger.

Ketogene ErnÀhrung senkt Insulin und Leberfett deutlich
Frische Zutaten wie NĂŒsse, Kerne, Spinat und Avocado auf einem rustikalen Holztisch als Symbol fĂŒr eine gesunde ErnĂ€hrung. Illustration mit AI erstellt.

ErnÀhrungsansÀtze zur Behandlung metabolischer Erkrankungen stehen seit Jahren im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen. Eine am 27. August 2026 in der Fachzeitschrift Cell Metabolism veröffentlichte klinische Studie liefert detaillierte Einblicke in die Auswirkungen einer ketogenen ErnÀhrungsweise auf Adipositas, PrÀdiabetes und Fettleber.

Die Untersuchung vergleicht die Stoffwechselreaktionen unter einer ketogenen ErnÀhrung direkt mit den Resultaten einer mediterranen sowie einer fettarmen Kostform. Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung betrifft die hormonelle Regulation: In der Gruppe mit ketogener DiÀt sank der Insulinspiegel um bis zu 74 Prozent.

Signifikanter RĂŒckgang von Leberfett und Remission des PrĂ€diabetes

Neben der hormonellen Entlastung analysierten die Wissenschaftler den RĂŒckgang von Fetteinlagerungen im Lebergewebe. Unter der ketogenen DiĂ€t verringerte sich das Leberfett um 67 Prozent. Bei den Teilnehmern, die sich mediterran oder fettarm ernĂ€hrten, wurde hingegen jeweils ein RĂŒckgang um 45 Prozent verzeichnet.

Erhebliche Unterschiede traten zudem bei der RĂŒckbildung von Vorstufen des Diabetes auf. Nach einem Gewichtsverlust von 10 Prozent zeigte sich bei der HĂ€lfte der Teilnehmenden aus der Keto-Gruppe (50 Prozent) kein PrĂ€diabetes mehr. Innerhalb der Gruppe mit mediterraner ErnĂ€hrung lag die Remissionsquote bei 29 Prozent, wĂ€hrend unter der fettarmen VergleichsernĂ€hrung lediglich 7 Prozent der Probanden diesen Zustand erreichten.

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NĂ€hrstoffzusammensetzung und Studienparameter

Die in der Studie erprobte ketogene ErnÀhrung zeichnete sich durch eine extrem niedrige Zufuhr an Kohlenhydraten aus. Die Probanden bezogen 4 Prozent ihrer tÀglichen Kalorien aus Kohlenhydraten und 73 Prozent aus Fetten. In der Definition der ErnÀhrungsform entspricht dies einer Aufnahme von unter 50 Gramm Kohlenhydraten pro Tag bei einem Fettanteil von 70 bis 80 Prozent der Gesamtkalorien.

Beim Studiendesign umfasste die untersuchte Kohorte laut den Veröffentlichungsdaten 42 adipöse Erwachsene mit bestehendem PrÀdiabetes oder einer Fettleber, wÀhrend Berichte Mitte September 2026 teils von 55 beteiligten Erwachsenen sprachen.

Aus ernĂ€hrungsphysiologischer Sicht wird bei dieser Zusammensetzung ein realistischer Fettabbau von 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche erreicht, was einer Reduktion von 10 Kilogramm ĂŒber einen Zeitraum von drei bis fĂŒnf Monaten entsprechen kann.

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Debatte um Alternativen zu Abnehmmedikamenten

Die Studienergebnisse befeuern auch die Diskussion ĂŒber medikamentöse Therapien zur Gewichtsreduktion. In Fachkreisen und Medienberichten wird die ketogene ErnĂ€hrung als kostenlose und nicht-pharmakologische Alternative zu Abnehmspritzen wie Ozempic oder Mounjaro debattiert.

Die ausgeprĂ€gte Senkung des Leberfetts und die signifikante Reduktion der Insulinwerte belegen das Potenzial gezielter ErnĂ€hrungsinterventionen bei metabolischen Störungen, wenngleich die langfristige Einhaltung einer derart kohlenhydratarmen ErnĂ€hrungsweise fĂŒr Betroffene eine Herausforderung darstellt.

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de | wissenschaft | 70120335 |