Ketogene, Diät

Ketogene Diät: Studie belegt -67% Leberfett und höhere Insulinsensitivität

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 10:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine klinische Studie zeigt bei Adipositas und Prädiabetes gleiche Gewichtsverluste, aber bessere Leberwerte und Insulinsensitivität mit Keto.

Keto-Diät senkt Leberfett stärker als Mittelmeer- und fettarme Kost
Frische, gesunde Lebensmittel wie Avocados, Walnüsse und Lachs auf einer dunklen Steinplatte angerichtet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In der Ernährungsmedizin gewinnen kohlenhydratarme Ansätze zunehmend an wissenschaftlicher Kontur. Eine am 27. August 2026 in der Fachzeitschrift Cell Metabolism veröffentlichte klinische Studie liefert neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit der ketogenen Diät im Vergleich zu etablierten Ernährungsformen wie der Mittelmeer-Diät oder fettarmen Ansätzen.

Die Untersuchung der Washington University konzentrierte sich dabei auf Patienten mit Adipositas, Prädiabetes und einer nicht-alkoholischen Fettleber.

Vergleich der Ernährungsmodelle und Gewichtsreduktion

Die Forscher Samuel Klein und Max Petersen untersuchten eine Probandengruppe von 42 bis 55 Teilnehmern, die alle unter Adipositas, Prädiabetes und einer Fettleber litten. Im Rahmen der Studie wurden drei verschiedene Diät-Protokolle gegenübergestellt.

Die ketogene Gruppe konsumierte lediglich 4 % Kohlenhydrate bei einem hohen Fettanteil von 73 %. Die Gruppe der Mittelmeer-Diät nahm 50 % Kohlenhydrate und 35 % Fett zu sich, während die fettarme Diät einen Kohlenhydratanteil von 70 % bei nur 15 % Fett vorsah.

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung war, dass alle drei Gruppen eine identische Gewichtsreduktion von 10 % ihres Ausgangsgewichts erreichten. Trotz dieses einheitlichen Gewichtsverlusts zeigten sich jedoch signifikante Unterschiede in den metabolischen Markern der verschiedenen Probandengruppen.

Signifikante Reduktion von Leberfett und Insulinresistenz

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Besonders deutlich fielen die Ergebnisse bei der Untersuchung der Leberwerte aus. Die Teilnehmer der Keto-Gruppe erreichten eine Reduktion des Leberfetts um -67 %. Im Vergleich dazu verzeichneten die Probanden der Mittelmeer- und der fettarmen Diät lediglich eine Verringerung von 45 %. Zudem führte die ketogene Ernährungsweise zu einer zwei- bis dreimal höheren Leber-Insulinsensitivität im Vergleich zu den beiden anderen Diätformen.

Auch im Hinblick auf die Remission von Prädiabetes erwies sich der kohlenhydratarme Ansatz als überlegen. In der Keto-Gruppe erreichten 50 % der Teilnehmer eine Remission.

Bei der Mittelmeer-Diät lag dieser Wert bei 29 %, während die fettarme Diät lediglich bei 7 % der Probanden zu einer entsprechenden Verbesserung führte. Bemerkenswert war zudem, dass trotz des hohen Fettkonsums in der Keto-Gruppe kein Anstieg der Blutfettwerte oder des Cholesterinspiegels beobachtet wurde.

Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung

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Trotz der belegten metabolischen Vorzüge wird die ketogene Diät in Fachkreisen auch kritisch betrachtet. Experten gaben zu bedenken, dass diese Form der Ernährung im Alltag schwer durchzuhalten sei. Aus diesem Grund wird häufig weiterhin die Mittelmeer-Diät empfohlen, da diese als nachhaltiger in der langfristigen Anwendung gilt.

Ein Bericht vom 28. August 2026 thematisierte zudem den Paradigmenwechsel, den die Keto-Diät darstellt. Während über Jahrzehnte hinweg fettarme Produkte das Bild prägten, zeige der Ansatz „Fett statt Kohlenhydrate“, dass eine kontraintuitive Ernährungsweise zu erheblichen Erfolgen bei der Gewichtsabnahme führen könne.

Die Autoren der Studie unterstrichen jedoch, dass die metabolischen Vorteile über den reinen Gewichtsverlust hinausgehen und insbesondere für Patienten mit spezifischen Vorerkrankungen wie Fettleber und Prädiabetes von hoher Relevanz sind.

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