Keyless-Go-DiebstÀhle, Festnahmen

Keyless-Go-DiebstÀhle: Vier Festnahmen nach 43 gestohlenen Autos

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 09:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ermittler bringen vier Festnahmen mit mindestens 43 AutodiebstÀhlen und rund 1,5 Millionen Euro Schaden in Verbindung.

Keyless-Go-DiebstÀhle: Vier VerdÀchtige in Europa festgenommen
Ein leeres, nĂ€chtliches Parkhaus mit Betonpfeilern und dĂŒsterer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Den Ermittlungsbehörden ist ein bedeutender Schlag gegen den organisierten Diebstahl moderner Kraftfahrzeuge gelungen. Wie die Staatsanwaltschaft und das PolizeiprĂ€sidium Heilbronn mitteilten, wurden vier mutmaßliche Mitglieder einer international agierenden Gruppierung festgenommen.

Der Bande werden mindestens 43 DiebstÀhle hochwertiger Fahrzeuge mit Keyless-Go-Systemen zugerechnet. Der entstandene Gesamtschaden belÀuft sich den Angaben zufolge auf rund 1,5 Mio. Euro.

Festnahmen in mehreren europÀischen LÀndern

Die Zugriffe erfolgten im Rahmen koordinierter Maßnahmen ĂŒber Landesgrenzen hinweg. Am 6. Oktober 2026 nahmen EinsatzkrĂ€fte einen 24-jĂ€hrigen Ukrainer im Großraum Prag fest, der als mutmaßlicher Kopf der Gruppe gilt. Zeitgleich klickten in Polen die Handschellen fĂŒr einen 27-jĂ€hrigen Ukrainer, dem die Ermittler die Rolle des Logistikers zuschreiben.

In Mailand nahmen italienische SpezialkrĂ€fte am selben Tag einen weiteren TatverdĂ€chtigen ukrainischer Staatsangehörigkeit fest. Einen Tag spĂ€ter, am 7. Oktober 2026, vollzogen die Beamten schließlich am Flughafen Prag die Festnahme eines weiteren beteiligten Ukrainers im Alter von 34 bis 35 Jahren.

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Bei Durchsuchungsmaßnahmen in Tschechien und Polen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher. Darunter befanden sich neben Vermögenswerten auch spezielle elektronische GerĂ€te, mit denen die Funk- und Schließsignale von Fahrzeugen mit Keyless-Go-Funktion abgefangen und manipuliert werden können. Zudem besteht gegen die VerdĂ€chtigen der Verdacht weiterer schwerer Straftaten in Polen und Tschechien.

Taten schwerpunktmĂ€ĂŸig in SĂŒddeutschland

Die Diebstahlsserie konzentrierte sich vor allem auf den sĂŒddeutschen Raum. Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden verteilen sich die VorfĂ€lle auf 20 FĂ€lle in Baden-WĂŒrttemberg sowie 23 FĂ€lle in Bayern.

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Betroffen waren unter anderem die ZustĂ€ndigkeitsbereiche der PolizeiprĂ€sidien beziehungsweise Dienststellen in Aalen, Ulm, Dillingen und Heilbronn sowie der Landkreis Heidenheim. Die gestohlenen Wagen wurden nach dem Aufbrechen und Entwenden direkt nach Polen transportiert und dort an Hehler ĂŒbergeben.

Den Ausgangspunkt fĂŒr das Verfahren bildeten zahlreiche FahrzeugdiebstĂ€hle im Jahr 2024 sowie Anfang 2025. Als Reaktion auf die HĂ€ufung der Taten richtete die Kriminalpolizeidirektion Heilbronn bei der Kriminalinspektion 2 eine spezialisierte Ermittlungsgruppe ein, deren monatelange Nachforschungen nun zu den Festnahmen der vier MĂ€nner fĂŒhrten.

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