KI-Agenten: Meta und Unilever automatisieren Beschaffung um 70%
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 17:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Technologieunternehmen Freehand hat den Abschluss einer Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 75 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Die Kapitalerhöhung markiert einen weiteren Schritt in der Etablierung von KI-Agenten innerhalb komplexer Unternehmensabläufe. Die Finanzierungsrunde wurde gemeinschaftlich von Battery Ventures und NewRoad Capital Partners angeführt. Zu den weiteren Geldgebern gehören Nexus Venture Partners sowie PSP Growth.
Das frische Kapital soll die Weiterentwicklung und Verbreitung spezialisierter Software-Agenten unterstützen, die darauf ausgerichtet sind, die Beschaffungsprozesse in großen Organisationen zu steuern. In den letzten Monaten hat sich der Einsatz von sogenannten agentischen KI-Systemen in der Industrie zu einem zentralen Trend entwickelt, da Unternehmen versuchen, manuelle Aufgaben in der Supply Chain zu minimieren.
Etablierte Großkonzerne setzen auf autonome Beschaffung
Die Technologie von Freehand findet bereits Anwendung in den Lieferketten namhafter globaler Konzerne. Zu den aktuellen Nutzern der KI-Agenten zählen Unternehmen wie Meta, Unilever, Pfizer und Johnson & Johnson. Auch in der Lebensmittelbranche sowie im Gesundheitssektor wird das System eingesetzt, etwa von Dunkin' und Cardinal Health.
Ein konkreter Beleg für die praktische Anwendung in der Konsumgüterindustrie stammt von Unilever. Matt Algar bestätigte den Einsatz der von Freehand entwickelten KI-Agenten innerhalb des Konzerns. Die Agenten übernehmen dabei Aufgaben in der Beschaffung, die traditionell einen hohen personellen und zeitlichen Aufwand erfordern.
Effizienzsteigerungen durch den Category Context Graph
Technologisches Herzstück und zentrales geistiges Eigentum des Unternehmens ist der sogenannte Category Context Graph. Diese Struktur ermöglicht es den KI-Systemen, komplexe Zusammenhänge innerhalb verschiedener Beschaffungskategorien zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
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Die bisherigen Ergebnisse aus der Anwendung zeigen laut Unternehmensangaben deutliche Performance-Gewinne. Freehand beziffert die Spend-Recovery-Rate, also die Rückgewinnung von Ausgaben durch optimierte Prozesse und Fehlererkennung, auf 5 bis 10 Prozent. Zudem führen die automatisierten Abläufe zu einer erheblichen Beschleunigung der operativen Arbeit: Die Workflows seien demnach um das Fünf- bis Siebenfache schneller als bei herkömmlichen Verfahren.
Besonders deutlich zeigen sich die Fortschritte in den zeitlichen Abläufen der Finanz- und Beschaffungsabteilungen. Die sogenannten Procure-to-Pay-Zyklen – also der gesamte Prozess von der Bestellung bis zur Bezahlung – konnten durch den Einsatz der KI-Agenten um mehr als 70 Prozent verkürzt werden.
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Fokus auf die Skalierung agentischer KI
Mit dem Abschluss der Series-B-Runde positioniert sich Freehand in einem wachsenden Markt für Enterprise-KI. Während erste Generationen von KI-Anwendungen in Unternehmen primär auf die Erstellung von Inhalten oder einfache Datenanalysen fokussiert waren, zielt der Ansatz von Freehand auf die aktive Ausführung von Geschäftsprozessen ab. Die Beteiligung spezialisierter Investoren wie Battery Ventures und NewRoad Capital Partners unterstreicht die Erwartung der Branche, dass autonome Agenten zu einem integralen Bestandteil moderner Supply-Chain-Strategien werden.
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