KI-Anlagebetrug, Euro

KI-Anlagebetrug: 120.000 Euro Schaden durch Fake-Videos

Veröffentlicht: 03.07.2026 um 07:29 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ex-GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Cleverbuy zu Haft verurteilt. KI-Anlagebetrug und falsche Polizisten verursachen MillionenschĂ€den.

Cleverbuy-Ex-Chef: Haftstrafe wegen Betrugs mit Elektronik
Eine Hand hĂ€lt ein Smartphone, dessen Bildschirm eine gebrochene Kette zeigt, mit abstrakten digitalen Linien im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das Amtsgericht Krefeld hat den ehemaligen GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Ankaufplattform Cleverbuy zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Der Mann hatte gestanden, seit 2022 Elektronikartikel anzukaufen, ohne die vereinbarten Zahlungen an die VerkĂ€ufer zu leisten.

Über 1.300 Strafanzeigen gingen gegen das Unternehmen ein. Der Gesamtschaden liegt im sechsstelligen Bereich. Neben Privatpersonen erstatteten auch Apple und Samsung Anzeige. Eine frĂŒhere Mitarbeiterin erhielt eine BewĂ€hrungsstrafe von zwölf Monaten. Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung.

DiebstÀhle hochwertiger Hardware nehmen zu

Auch im stationĂ€ren Handel steigen die Fallzahlen. In Gelnhausen entwendeten Unbekannte fĂŒnf hochwertige Smartphones aus einem FachgeschĂ€ft. Der Sachschaden: ĂŒber 5.000 Euro.

In Wittlich kam es Ende Juni und Anfang Juli zu mehreren DiebstĂ€hlen von FahrrĂ€dern, RucksĂ€cken und Geldbörsen. Die Polizei sucht nach einem etwa 30-jĂ€hrigen VerdĂ€chtigen mit Bart. Ein kurioser Fall aus Spanien: Ein Einbrecher ließ sein Handy am Tatort liegen und forderte es per Anruf bei der Polizei zurĂŒck – die Beamten nahmen ihn fest.

KI-gestĂŒtzter Anlagebetrug: 120.000 Euro Schaden

Technologisch aufwendige Betrugsmaschen werden zum wachsenden Risiko. Im Landkreis Altötting verlor ein 60-jĂ€hriger Anleger ĂŒber 120.000 Euro durch sogenannten KI-Anlagebetrug. Die TĂ€ter nutzten KI-generierte Werbevideos mit prominenten Persönlichkeiten, um SeriositĂ€t vorzutĂ€uschen.

Das Opfer investierte ĂŒber mehrere Wochen. Ende Juni konnte die Kriminalpolizei Traunstein bei einer fingierten GeldĂŒbergabe einen 16-jĂ€hrigen TatverdĂ€chtigen festnehmen.

Ähnliche Methoden kursieren ĂŒber soziale Medien und Messenger wie WhatsApp oder Telegram. In Innsbruck lockte ein Werbevideo einen 32-JĂ€hrigen mit vermeintlichen Verdienstmöglichkeiten. Er ĂŒberwies einen hohen vierstelligen Betrag auf auslĂ€ndische Konten.

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Wer haftet bei autorisierten Zahlungen?

Bei Push-Zahlungsbetrug haften Banken nicht automatisch fĂŒr den Schaden. Eine rechtliche Analyse zeigt: Eine Warnpflicht der Kreditinstitute besteht nur bei massiven Verdachtsmomenten – basierend auf der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.

Seit Oktober 2025 bietet die EmpfĂ€ngerĂŒberprĂŒfung (Verification of Payee) eine zusĂ€tzliche Sicherheitsebene. Betroffene sollten nach einer Fehlleitung umgehend einen RĂŒckruf der Zahlung veranlassen und Strafanzeige erstatten.

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Falsche Polizisten erbeuten Millionen

Klassische Betrugsmaschen bleiben trotz Digitalisierung gefĂ€hrlich. In Frankfurt am Main verloren zwei Seniorinnen durch falsche Polizeibeamte Geld im hohen fĂŒnfstelligen und unteren sechsstelligen Bereich. Die TĂ€ter ließen sich Bargeld auf ParkplĂ€tzen ĂŒbergeben oder Wertsachen aus BankschließfĂ€chern aushĂ€ndigen.

Im Baselbiet verlor eine Ă€ltere Person auf diese Weise Sachwerte von ĂŒber einer Million Franken. Die Polizei betont: Beamte fordern niemals die Herausgabe von Geld oder Wertsachen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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