KI-Assistenten in Excel: iBanFirst verbindet Claude mit Spreadsheets
Veröffentlicht: 01.07.2026 um 06:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Londoner Unternehmen bringt KI-Assistenten fĂŒr Echtzeit-Wirtschaftsdaten auf den Markt.
Am 30. Juni 2026 stellte das in London ansĂ€ssige Unternehmen Global Database seinen neuen KI-Assistenten Regis vor. Das System durchsucht offizielle Register in Echtzeit und liefert aktuelle Unternehmensdaten â ohne manuelle Recherche. Der Schritt ist Teil eines branchenweiten Trends: Immer mehr Finanz- und ProduktivitĂ€tsplattformen integrieren KI-Agenten, die direkt mit behördlichen Datenbanken interagieren.
Claude AI trifft Excel
Parallel dazu kĂŒndigte der Zahlungsdienstleister iBanFirst eine spezielle Integration an: Ab dem 1. Juli 2026 verbindet das sogenannte Claude Model Context Protocol (MCP) fĂŒr Excel die KI Claude mit Tabellenkalkulationen. Mehr als 10.000 GeschĂ€ftskunden können dann KontostĂ€nde, Zahlungshistorien und DevisengeschĂ€fte per Sprachbefehl in ihren Spreadsheets verwalten. iBanFirst ist damit der erste regulierte europĂ€ische Zahlungsdienstleister, der dieses Protokoll fĂŒr Treasury-Aufgaben einsetzt.
Die UnternehmensfĂŒhrung betont: âDiese KI-Systeme passen sich zunehmend den spezifischen Anforderungen von Finanzteams an â nicht umgekehrt."
CRM trifft KI-Assistenten
Auch im Bereich Kundenbeziehungsmanagement tut sich etwas. Pipedrive veröffentlichte am 30. Juni 2026 einen eigenen MCP-Server. Nutzer können damit CRM-Daten sicher mit KI-Assistenten wie ChatGPT und Claude verbinden. Deals durchsuchen, DatensĂ€tze aktualisieren oder Pipeline-Einblicke generieren â alles ohne manuelle Programmierung.
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Laut Unternehmensangaben steckt dahinter eine grundlegende Neuausrichtung: âIntelligenz wird direkt in jedes Werkzeug eingebettet, das GeschĂ€ftsleute tĂ€glich nutzen."
Die Kosten der Papierflut
Der VorstoĂ zur KI-gestĂŒtzten Datenverwaltung kommt nicht von ungefĂ€hr. Hintergrund sind die enormen Kosten manueller Verwaltungsprozesse. Aktuelle Wirtschaftsdaten aus dem vierten Quartal 2025 zeigen das AusmaĂ: Allein sĂŒdafrikanische Unternehmen gaben umgerechnet rund 930 Milliarden Euro fĂŒr GehĂ€lter und 28 Milliarden Euro fĂŒr Ăberstunden aus.
Besonders aufschlussreich: Viele Organisationen setzen noch immer auf manuelle Anwesenheitserfassung und Papierregister. Branchenexperten rechnen vor: Bei einem Unternehmen mit 500 Mitarbeitern fĂŒhren bereits zehn Minuten ProduktivitĂ€tsverlust pro Tag zu jĂ€hrlichen Kosten von rund 1,6 Millionen Euro.
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Die Lösung liegt laut Analysten in digitalen Arbeitsmanagement-Tools mit GPS-Verifikation und Echtzeit-Reporting. Sie versprechen nicht nur prĂ€zisere Gehaltsabrechnungen und bessere Compliance â sondern genau jene Live-Transparenz, die nun auch in Register- und Treasury-Funktionen Einzug hĂ€lt.
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