KI-Boom, SelbststÀndigen

KI-Boom bei SelbststĂ€ndigen: 51,2% nutzen kĂŒnstliche Intelligenz

17.06.2026 - 08:31:52 | boerse-global.de

Über die HĂ€lfte aller SelbststĂ€ndigen setzt KI-Tools ein. Kostenpflichtige Dienste dominieren, wĂ€hrend Firmen massiv in KI-Strategien investieren.

KI-Revolution bei SelbststÀndigen: Nutzung verdoppelt sich binnen Jahresfrist
KI-Boom - Eine stilisierte, leuchtende neuronale Netzwerkgrafik ĂŒberlagert die Silhouette einer Person, die an einem Laptop arbeitet, umgeben von digitalen Datenströmen. 17.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das zeigt der aktuelle Jimdo-ifo-GeschĂ€ftsklimaindex vom Mai 2026. Demnach setzen 51,2 Prozent der Befragten kĂŒnstliche Intelligenz in ihrem GeschĂ€ftsbetrieb ein – ein rasanter Sprung von 30,4 Prozent im Vorjahr und 14,4 Prozent im Jahr 2024. Weitere 16,2 Prozent planen den Einsatz.

Besonders der Dienstleistungssektor treibt die Entwicklung. Dort liegt die Nutzungsquote bei 56,8 Prozent – knapp ĂŒber dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt von 54,5 Prozent. Die Anwendungsbereiche sind breit gefĂ€chert: Recherche, Ideengenerierung, Content-Erstellung, Übersetzungen sowie Marketing und Vertrieb stehen ganz oben.

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Kostenpflichtige Dienste dominieren

Interessant ist die Tool-Wahl der Anwender. 59 Prozent setzen auf kostenpflichtige externe Dienste, 53 Prozent nutzen Gratis-Angebote. Nur sieben Prozent der SelbststĂ€ndigen entwickeln eigene KI-Lösungen. Die Technologie ist also lĂ€ngst in der Praxis angekommen – auch wenn die wirtschaftliche Lage angespannt bleibt. Der GeschĂ€ftsklimaindex stieg im Mai zwar leicht auf -27,7 Punkte, verharrt aber auf niedrigem Niveau.

Fast alle Unternehmen haben eine KI-Strategie

In der Unternehmenswelt ist KI lĂ€ngst Chefsache. Eine KPMG-Studie unter 480 Entscheidern zeigt: 98 Prozent der Firmen stufen die Technologie als relevant ein – ein deutlicher Anstieg gegenĂŒber 56 Prozent im Jahr 2024. Ebenso viele Unternehmen verfĂŒgen bereits ĂŒber eine spezifische KI-Strategie.

Die Konsequenz: Der Arbeitsmarkt spaltet sich. Der „2026 Global AI Jobs Barometer“ von PwC unterscheidet zwischen professionalisierten Rollen wie in der Radiologie und demokratisierten Berufen etwa im IT-Service-Management. Berufe mit hohem Professionalisierungsgrad wachsen doppelt so schnell und verzeichnen ein um 42 Prozent höheres Gehaltswachstum.

ProduktivitÀtsschub bei KI-exponierten Unternehmen

Die Zahlen sprechen fĂŒr sich. Seit 2018 verzeichneten die oberen 20 Prozent der KI-exponierten Unternehmen einen ProduktivitĂ€tszuwachs von 163 Prozent. Das Personalwachstum liegt dort mit 52 Prozent deutlich ĂŒber dem Durchschnitt von 36 Prozent. Wer KI-Fachkenntnisse vorweisen kann, erhĂ€lt einen Lohnaufschlag von durchschnittlich 62 Prozent.

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Infrastruktur bleibt die große HĂŒrde

Trotz der hohen Verbreitung gibt es technologische Grenzen. Der „2026 Global AI Report“ von NTT DATA zeigt: Über 95 Prozent der Unternehmen halten private oder souverĂ€ne KI-Lösungen fĂŒr wichtig. Doch nur 29 Prozent rĂ€umen dieser SouverĂ€nitĂ€t kurzfristige PrioritĂ€t ein. Die grĂ¶ĂŸten HĂŒrden? Der Aufbau komplexer Modelle und standortĂŒbergreifende DatenbeschrĂ€nkungen.

Droht der Ersatz von Akademikern?

Eine ifo-Studie mit rund 3.000 Unternehmen wirft eine brisante Frage auf: Kann KI Akademiker ersetzen? Fast jeder fĂŒnfte Betrieb (19,2 Prozent) hĂ€lt das fĂŒr möglich. Besonders im Handel ist der Wort mit 28,6 Prozent hoch. Die Mehrheit von 55,4 Prozent bleibt jedoch skeptisch – menschliche Expertise sei weiterhin zentral.

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