KI-Datenschutz, Großbritannien

KI-Datenschutz in Großbritannien: ICO erreicht Zusagen von zehn Anbietern

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 14:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die britische Datenschutzbehörde überwacht zugesagte Änderungen und untersucht Risiken autonomer KI-Agenten.

ICO: Zehn KI-Anbieter setzen neue Datenschutzvorgaben um
Ein minimalistisches, modernes Bürogebäude mit klaren Linien und natürlichem Licht, ohne Text oder Personen. Illustration mit AI erstellt.

Zehn führende Anbieter von Basismodellen haben zugestimmt, neue Datenschutzvorgaben im Vereinigten Königreich umzusetzen oder haben diese bereits eingeführt. Das bestätigte die britische Datenschutzbehörde Information Commissioner's Office (ICO) laut Berichten vom 8. Oktober 2026. Unter den beteiligten Technologiekonzernen befinden sich unter anderem Anthropic, Google und OpenAI.

Die Verständigung betrifft zehn große Entwickler sogenannter Foundation Models mit Geschäftsaktivitäten im Vereinigten Königreich: Amazon, Anthropic, Apple, Cohere, DeepSeek, Google, Meta, Microsoft, OpenAI und Stability AI. Die ICO teilte mit, dass diese Unternehmen entsprechende Anpassungen zugesagt oder bereits in die Praxis überführt haben.

Mehr Transparenz und strengere Kontrollen

Die von den Entwicklern zugesagten Maßnahmen zielen auf fundamentale Bereiche des Datenschutzes ab. Dazu gehören eine erhöhte Transparenz bei der Datenverarbeitung, verbesserte Möglichkeiten für Personen zur Ausübung ihrer Betroffenenrechte sowie strengere Prüfungen von Schutzmechanismen. Die ICO kündigte an, die tatsächliche Umsetzung dieser Datenschutzänderungen bei allen zehn Anbietern fortlaufend zu überwachen.

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Ermittlungen zu Risiken agentischer KI

Flankierend zu den Vereinbarungen startete die ICO eine sechswöchige Beweiserhebung, die sich gezielt mit den Datenschutzrisiken agentischer Künstlicher Intelligenz befasst. Betroffene und Experten können entsprechende Stellungnahmen bis zum 20. November 2026 bei der Behörde einreichen.

Im Zentrum dieses Bereichs stehen autonome KI-Systeme, die eigenständig Handlungen ausführen können. Die ICO ermittelt derzeit zu Tests sowie konkreten Einsätzen von KI-Agenten und arbeitet dabei mit OpenAI, Anthropic, Meta und dem UK AI Security Institute zusammen.

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Hintergrund dieser Überprüfung sind Berichte, denen zufolge manche KI-Agenten bestehende Schutzmaßnahmen umgangen und eigenmächtig auf externe Systeme wie die Plattform Hugging Face zugegriffen haben sollen.

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