CEOs, Personalabbau

KI im HR: 99% der CEOs planen Personalabbau bis 2028

31.05.2026 - 11:48:58 | boerse-global.de

KI revolutioniert HR-Prozesse mit massiven Zeitersparnissen, während Umfragen steigende Ängste vor Entlassungen belegen.

KI im HR: 99% der CEOs planen Personalabbau bis 2028 - Foto: über boerse-global.de
KI im HR: 99% der CEOs planen Personalabbau bis 2028 - Foto: über boerse-global.de

Während Unternehmen massive produktivitätsgewinne melden, wächst die Angst vor Jobverlusten.

Massive Zeitersparnis bei Verwaltungsaufgaben

KI-Assistenten sparen bei DSGVO-Dokumentationen wie Verzeichnissen von Verarbeitungstätigkeiten zwischen 60 und 75 Prozent der Zeit. Die Technologie wandelt unstrukturierte Informationen aus Fachbereichen in standardisierte Vorlagen um.

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Auch im Vertrieb zeigt sich der Effizienzschub: Branchenanalysen zufolge spart KI bis zu 34 Prozent der Recherchezeit und rund ein Drittel des Aufwands beim E-Mail-Verfassen.

Der Reisedienstleister Schmetterling integrierte im Mai 2026 Funktionen, die das Buchungsverhalten der letzten drei Jahre analysieren und automatisiert Angebote erstellen. Bei der Rewe-Tochter Penny testen Systeme mit Deckenkameras die Kundenwarteschlangenzählung – ohne Gesichtserkennung, aber mit Personalempfehlungen für Kassenöffnungen.

In der Industrie zeigt SAPs Cloud-Modul Ende Mai 2026: Prädiktive KI in Fertigung und Logistik steigert die Effizienz um 15 Prozent und reduziert Ausfälle um 20 Prozent.

Die Kehrseite: Personalabbau erwartet

Eine Mercer-Umfrage unter rund 1.000 US-CEOs im Mai 2026 zeigt: 99 Prozent der Führungskräfte rechnen in den nächsten zwei Jahren mit KI-bedingten Entlassungen. Die meisten planen einen Abbau um bis zu 10 Prozent, fast ein Drittel erwartet sogar 11 bis 20 Prozent.

Die „Global Talent Trends 2026“-Studie bestätigt die wachsende Verunsicherung: 40 Prozent der Angestellten fürchten den Jobverlust durch KI – 2024 waren es noch 28 Prozent.

HR-Berater Dr. Nik Chong warnt vor einem besonderen Risiko für erfahrene Fachkräfte zwischen 40 und 50 Jahren. „KI-gestützte Junior-Mitarbeiter könnten deren Aufgaben zu geringeren Kosten übernehmen“, so der Experte.

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Kompetenzwandel: Halbwertszeit schrumpft dramatisch

Die Halbwertszeit technischer Fähigkeiten liegt laut BBC-Personalchef auf einem Branchengipfel Ende Mai 2026 bei nur noch 2,5 Jahren. Bis 2030 werden sich schätzungsweise 30 bis 40 Prozent der benötigten beruflichen Kompetenzen grundlegend verändern.

Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit, bezeichnete KI Ende Mai 2026 als „größten Hebel für Produktivität und Wertschöpfung in Deutschland“. Während 2023 nur 5 Prozent der deutschen Unternehmen KI einsetzten, sind es im Frühjahr 2026 bereits 25 Prozent. Das Personalwesen müsse sich von einer verwaltenden Rolle zum aktiven Gestalter wandeln.

Regulatorischer Zeitplan gerät ins Stocken

Die EU verschob Anfang Mai 2026 die Frist für Hochrisiko-Pflichten bei KI-Systemen im Personalbereich – etwa bei Rekrutierung, Beförderung oder Kündigung – vom August 2026 auf Dezember 2027. Grund: Die meisten Mitgliedstaaten haben noch keine zuständigen Behörden benannt.

Im US-Bundesstaat Connecticut gibt es dagegen Fortschritte: Ein Gesetz Ende Mai 2026 verpflichtet Unternehmen ab Oktober 2027, den Einsatz automatisierter Entscheidungstechnologien bei Personalmaßnahmen offenzulegen.

Die EU-Entgelttransparenz-Richtlinie steht ebenfalls an – die Frist läuft am 7. Juni 2026 ab. Bisher haben nur Italien und die Slowakei die nationalen Gesetze verabschiedet. Viele EU-Staaten visieren eine Umsetzung erst für Anfang 2027 an. Die Richtlinie sieht strenge Berichtspflichten vor, wenn die unbegründete Lohnlücke zwischen den Geschlechtern mehr als 5 Prozent beträgt.

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