KI im Onlinehandel: 82 Prozent der US-Konsumenten priorisieren Datenschutz
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 00:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Beim Einsatz von künstlicher Intelligenz im digitalen Handel steht für Konsumenten der Schutz persönlicher Daten an erster Stelle. Laut der Untersuchung „2026 AI in Commerce“, die von dem Finanzdienstleister Synchrony gemeinsam mit Oxford Economics durchgeführt wurde, bezeichnen 82 Prozent der befragten US-Konsumenten die Datensicherheit als wichtigstes Kriterium für die Nutzung entsprechender Systeme.
Zudem verlangen 77 Prozent Transparenz darüber, wie ihre Daten verwendet werden, während für 58 Prozent der Befragten der Aspekt der Zeitersparnis im Vordergrund steht.
Die Datengrundlage der Studie bildete eine Befragung von 2.000 Konsumenten in den USA, deren Feldarbeit im Mai 2026 stattfand, ergänzt durch acht Tiefeninterviews. Aus den Ergebnissen geht zudem hervor, dass 67 Prozent der Teilnehmer künstliche Intelligenz häufiger nutzen würden, wenn ein verlässlicher Betrugsschutz sichergestellt ist.
Delegationsbereitschaft sinkt bei teuren Einkäufen
Die Bereitschaft, Entscheidungen an automatisierte Systeme abzugeben, hängt stark vom jeweiligen Warenwert ab. Bei alltäglichen Einkäufen von unter 50 US-Dollar lassen sich 47 Prozent der Befragten von Systemen Optionen vorschlagen, während 34 Prozent Kaufhandlungen auf Basis persönlicher Präferenzen vollautomatisch ausführen lassen.
Bei größeren Beträgen überwiegt hingegen die Zurückhaltung: Ab einem Einkaufswert von 5.000 US-Dollar schließen 46 Prozent der Verbraucher den Einsatz von Assistenzsystemen vollständig aus.
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Generell zeigen sich bei der Delegation von Aufgaben deutliche Unterschiede zwischen erfahrenen Anwendern und Einsteigern. Bei aktiven Nutzern von Programmen liegt die Vorbehaltsquote gegenüber einer Delegation bei 34 Prozent, während sie unter Nicht-Nutzern 52 Prozent erreicht.
Bei der Weitergabe von Zahlungsdaten zeigt sich zudem ein Generationenunterschied: Während 39 Prozent der Befragten aus der Generation Z entsprechende Daten hinterlegen, tun dies bei den Boomern lediglich 15 Prozent.
Rabatte gefragt, Skepsis bei fremden Banken
Konkrete automatisierte Hilfsfunktionen stoßen auf breite Zustimmung, sofern sie finanziellen Nutzen versprechen. So lassen 79 Prozent der Befragten Preisnachlässe automatisch anwenden und 74 Prozent setzen auf die Verwaltung von Treuepunkten.
Mehr als die Hälfte, nämlich 51 Prozent, lässt sich passende Kreditkarten empfehlen, und 48 Prozent nutzen automatisierte Prüfungen zur Vorqualifizierung. Einen Kauf bis zu einem zuvor festgelegten Limit erlauben 43 Prozent, während 37 Prozent die regelmäßige Nachbestellung von Alltagsprodukten automatisieren.
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Hinsichtlich des Vertrauens in die involvierten Akteure verzeichnen Technologiekonzerne mit 58 Prozent den höchsten Zuspruch. Dicht dahinter folgen etablierte Händler und Marken mit 56 Prozent. Plattformen für künstliche Intelligenz sowie die eigene Hausbank erreichen jeweils 55 Prozent. Deutlich abgeschlagen rangieren Banken ohne bestehende Kundenbeziehung, denen lediglich 38 Prozent der Verbraucher ihr Vertrauen aussprechen.
Um den Sicherheitsanforderungen und der technischen Vernetzung im Zahlungsverkehr zu begegnen, arbeitet Synchrony nach eigenen Angaben mit Open-Source- und Industriegruppen an interoperablen Standards.
