Verwaltung, Durchlaufzeiten

KI in Verwaltung: Durchlaufzeiten in Buchhaltung um 80% kürzer

11.06.2026 - 14:21:50 | boerse-global.de

Künstliche Intelligenz optimiert Verwaltung und Produktion. ERP-Systeme bewahren wertvolles Wissen der Baby-Boomer-Generation.

KI und ERP: Wie Unternehmen jetzt die Digitalisierung beschleunigen
Verwaltung - Abstrakte Darstellung der Automatisierung von Geschäftsprozessen mit leuchtenden digitalen Pfaden, die Finanzen, Dokumente und Daten verbinden. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Besonders Künstliche Intelligenz in Verwaltung und Produktion verspricht schnelle Produktivitätsgewinne.

Rechnungen, Buchungen, Reklamationen: KI übernimmt

Die Roland Spedition setzt gemeinsam mit T-Systems Österreich auf eine KI-gestützte Lösung. Das System ordnet Eingangsrechnungen per Machine Learning automatisch zu – unabhängig vom Layout. Die Geschäftsführung erwartet sinkende Prozesskosten.

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Die Automatisierung von Rechnungsabläufen bietet enorme Effizienzpotenziale, bringt aber auch neue steuerrechtliche Anforderungen mit sich. Dieser kostenlose Experten-Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, welche Formate und Archivierungsregeln für eine rechtssichere Umsetzung wirklich zählen. E-Rechnung richtig einführen: So machen Sie Ihr Unternehmen ab sofort unangreifbar

Noch einen Schritt weiter geht ein Webcast von SEEBURGER und TCG Process. Ein vortrainiertes Large Language Model schlägt als digitaler Assistent Buchungszeilen direkt in SAP vor. Die Durchlaufzeiten in der Kreditorenbuchhaltung sollen um bis zu 80 Prozent sinken.

Auch im Kundenservice zeigen sich Erfolge. Der Pflegetechnik-Anbieter PureSec nutzt die No-Code-Plattform Flow360.io. Ergebnis: 35 Prozent weniger Reklamationen und 30 Prozent weniger Zeit pro Kundenprozess. Der Grund: Kommunikation und Dokumentation laufen jetzt zentral zusammen.

ERP als digitales Gedächtnis gegen Wissensverlust

Moderne ERP-Systeme werden zum strategischen Steuerungsinstrument. Experten von Planat betonen: Sie fungieren als digitales Unternehmensgedächtnis. Das ist besonders wichtig, wenn die Baby-Boomer-Generation in Rente geht und wertvolles Prozesswissen mitnimmt.

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Wo immer Unternehmen KI-Systeme zur Prozessoptimierung einsetzen, müssen sie seit August 2024 die strikten Vorgaben des EU AI Act beachten. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden verschafft Ihnen den notwendigen Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre IT-Abteilung jetzt braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Jetzt kostenlosen Ratgeber sichern

Die Abfragesprache GraphQL verbessert den KI-Zugriff auf ERP-Daten. Präzisere Abfragen bei geringerer Systemlast – ein klarer Vorteil gegenüber klassischen Schnittstellen.

Das Start-up nurb44 startete eine Pilotphase für ein cloudbasiertes ERP-System speziell für die Blechbearbeitung. Es automatisiert Kalkulationen auf Basis technischer Parameter. Der Zulieferer Zinkteknik setzt seit Juni auf die Plex Smart Manufacturing Platform von Rockwell Automation – für Echtzeit-Transparenz an neuen Standorten.

Vom Pilotprojekt zur skalierbaren Produktion

Siemens kündigte die Plattform Intelligence Center X an. Sie orchestriert KI-Modelle und Workflows in der Produktion. Beim Glashersteller Vivix reduzieren sich bereits die Produktionszeiten. Stephan Schlauß vom Siemens Gerätewerk Erlangen sieht einen weiteren Vorteil: KI macht die Automatisierung von Mittelserien wirtschaftlich.

In der Intralogistik setzt die Otto Group auf einen Robotic Coordination Layer. Das System steuert Roboterflotten herstellerunabhängig – mithilfe digitaler Zwillinge. Die angestrebte Systemverfügbarkeit: 99,95 Prozent.

Schnaithmann und Gessmann arbeiten daran, autonome mobile Roboter in bestehende Montagesysteme zu integrieren. Das Ziel: flexible Materialflüsse auch in engen Räumen.

Industrie fordert bessere Rahmenbedingungen

Der ZVEI legte ein Positionspapier vor. Die Forderung: Lebenszykluskosten bei Vergaben stärker berücksichtigen und Energieeffizienz gleichwertig fördern. Ein konkreter Vorschlag: digitale Betriebsanleitungen statt Papier. Das könnte jährlich über 50.000 Tonnen Papier sparen.

Bosch-Chef Stefan Hartung sieht wachsenden Bedarf an Robotik-Komponenten. Bosch positioniert sich als Lieferant für Sensoren und Steuerungssysteme. Die Nachfrage nach Automatisierungslösungen steigt weltweit.

Besonders bei klar strukturierten Prozessen wie Dokumentenmanagement oder Terminorganisation amortisiert sich der Einstieg bereits nach wenigen Monaten. Die Produktivität steigt – und das schneller als viele denken.

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