KI-Sicherheit, Millionen

KI-Sicherheit: 457 Millionen Vorfälle in 30 Tagen entdeckt

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 08:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tenable integriert Google Gemini in seine Plattform und deckt Millionen KI-Schwachstellen auf. Zudem wurden kritische Lücken in Gemini geschlossen.

Tenable erweitert Exposure-Management um Google Gemini und meldet 457 Mio. KI-Sicherheitsvorfälle
Leuchtende Glasfaserkabel in einem sicheren Serverraum, die fortschrittliche KI-Sicherheit und Dateninfrastruktur repräsentieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Angesichts rasant wachsender KI-Risiken weitet der Sicherheitsspezialist Tenable seine Exposure-Management-Plattform auf Google Gemini aus. Das Update wurde auf der Black-Hat-Konferenz in Las Vegas vorgestellt und ermöglicht Unternehmen, ihre KI-Nutzung umfassend zu überwachen und abzusichern.

457 Millionen Sicherheitsvorfälle in nur 30 Tagen

Die Erweiterung gibt Sicherheitsteams Einblick in KI-bezogene Schwachstellen in der gesamten Unternehmensinfrastruktur. Die Zahlen sind alarmierend: Innerhalb eines Monats entdeckte Tenable 457 Millionen KI-Sicherheitsprobleme in mehr als 7.000 Organisationen – durchschnittlich rund 62.000 Vorfälle pro Unternehmen.

Mit dem Update unterstützt Tenable One nun sämtliche großen KI-Plattformen und Entwicklertools – darunter Google Gemini, Anthropic Claude, OpenAI ChatGPT Enterprise und Microsoft Copilot. Eric Doerr, Chief Product Officer bei Tenable, spricht von einer Plattform für einheitliche KI-Governance. Unternehmen könnten damit die Risiken sowohl autorisierter als auch nicht genehmigter KI-Anwendungen steuern.

Auch KI-integrierte Entwicklungsumgebungen wie Cursor, Windsurf und Trae sind nun abgedeckt. Zur Behebung von Schwachstellen lässt sich das System mit Workflow-Tools wie Jira und ServiceNow verbinden; Warnmeldungen gehen über Slack und Microsoft Teams ein.

Kritische Schwachstellen in Gemini entdeckt

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Parallel zur Plattformerweiterung meldete Tenable Research die Entdeckung von drei Schwachstellen in Google Gemini – die sogenannte „Gemini Trifecta". Die Sicherheitslücken fanden sich in Cloud Assist, im Search Personalisation Model und im Gemini Browsing Tool.

Die Fehler hätten Angreifern potenziell den Diebstahl von Daten Millionen von Nutzern ermöglichen können. Google hat inzwischen alle drei Probleme behoben, wie Tenable bestätigt. Für Endnutzer sei kein weiteres Handeln erforderlich. Unternehmen empfiehlt der Sicherheitsanbieter dennoch, ihre Logs zu prüfen und KI-Funktionen als wesentlichen Teil der modernen Angriffsfläche zu betrachten.

Eine weitere Untersuchung über 75 Tage förderte rund 9 Millionen KI-Anwendungen auf einer Million Hosts zutage. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass über ein Drittel der Sicherheitsteams bereits auf nicht autorisierte KI-Nutzung in ihren Netzwerken gestoßen ist.

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Partnerschaft mit Cisco

In einer weiteren strategischen Ankündigung trat Tenable dem Cisco-SolutionsPlus-Programm bei. Kunden können Tenable One damit direkt über die Vertriebskanäle von Cisco erwerben.

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, Ciscos Angebot im Schwachstellenmanagement zu modernisieren – durch die Integration von Tenables Exposure-Daten und der KI-Funktionen von Hexa AI. Ray Komar, Vice President für Cloud und Technology Alliances bei Tenable, betont, die Partnerschaft biete Unternehmen einen schlankeren Ansatz für die Verwaltung von Sicherheitsdaten über mehr als 330 bestehende Integrationen hinweg.

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