KI-Sicherheit, Google

KI-Sicherheit: Google, Snowflake und Cequence starten Agenten-Gateways

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 19:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google, Snowflake und Sicherheitsanbieter lancieren Plattformen für Governance und Echtzeit-Schutz von KI-Agenten.

Neue Sicherheits-Tools für autonome KI-Assistenten vorgestellt
Moderner Serverraum mit leuchtend blauen digitalen Datenströmen, die KI-Agenten-Sicherheit und Cloud-Infrastruktur darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google, Snowflake und Sicherheitsfirmen bringen eine Welle neuer Tools auf den Markt, die autonome KI-Assistenten absichern sollen. Am 29. und 30. Juli präsentierten die Anbieter Plattformen für Governance, Identitätsmanagement und Echtzeit-Sicherheit – genau rechtzeitig, bevor die sogenannten „Agentic Workflows" in den Produktivbetrieb gehen.

Google Cloud baut KI-Plattform aus

Google Cloud hat diese Woche sein Gemini Enterprise Agent Platform-Angebot erweitert. Der neue Workflow umfasst Entwicklung, Bereitstellung und Sicherheit in einem Paket. Entwickler erhalten eine Kommandozeilen-Schnittstelle, ein Developer Knowledge Model Context Protocol (MCP) sowie Werkzeuge, um Börsenmeldungen mit Nachrichtenberichten abzugleichen.

Die verwaltete Bereitstellung nutzt KI-Sessions und einen „Memory Bank", um Kontext über längere Zeiträume zu bewahren. Für die Sicherheit sorgen Model Armour und spezielle Identitätskontrollen.

Parallel dazu haben Google Cloud und Oracle ihre Partnerschaft ausgebaut. Die Gemini-Modelle – konkret die Versionen 3.1 Flash-Lite und 3.5 Flash – werden in Oracles AI Agent Studio integriert. Das bringt KI-Funktionen in Oracle Fusion Applications und NetSuite, das weltweit über 44.000 Kunden bedient. Ebenfalls neu: Looker Agentic Workflows (ab Version 26.08), die automatische Metrik-Überwachung und Ursachenanalyse ermöglichen.

Bereits am 28. Juli hatte Google sein Gemini API Managed Agents-Angebot aktualisiert. Gemini 3.6 Flash ist nun das Standardmodell – mit einem Score von 49 Prozent im DeepSWE-Benchmark und einem Preis von umgerechnet rund 6,50 Euro pro Million Output-Token.

Snowflake und Cequence starten KI-Sicherheits-Gateways

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Snowflake betritt mit dem Cortex AI Gateway das Feld der Agenten-Governance. Die einheitliche Kontrollebene sichert sowohl interne Snowflake-Agenten als auch Drittanbieter-Tools wie Claude Code und Cursor. Das Gateway baut auf Snowflakes Übernahme von Natoma im Mai 2026 auf und bietet Authentifizierungs- und Zugriffsrichtlinien für über 100 MCP-Server. Partner sind unter anderem Okta, 1Password und SailPoint.

Cequence folgte am 30. Juli mit neuen KI-Gateway-Funktionen unter dem Schlagwort „Agentic Zero Trust". Die Plattform führt Register für APIs, Large Language Models (LLMs) und Skills sowie sogenannte „Agent Personas" ein, die bestimmte Aufgaben an bestimmte Modelle binden. Die Maßnahmen sollen verhindern, dass Agenten aus abgeschotteten Testumgebungen ausbrechen.

Identität und Autorisierung auf der Black Hat USA

Auf der Sicherheitskonferenz Black Hat USA 2026 präsentierte PointGuard AI am 30. Juli seine Agent Mission Control-Plattform. Das System, das Gartner als bedeutenden Innovator im Bereich KI-Softwaresicherheit einstuft, setzt auf kryptografische Identitäten und ein Sicherheits-Gateway mit einer Validierungszeit von unter 0,1 Millisekunden. Ein „Guardian Agent" erkennt und stoppt Verhaltensabweichungen in autonomen Systemen.

Infisical brachte seinen Agent Proxy in die allgemeine Verfügbarkeit. Das Tool erlaubt Teams, Platzhalter-Anmeldedaten zu verwenden, die erst an der Netzwerkgrenze durch echte Geheimnisse ersetzt werden. Basis ist das Open-Source-Projekt Agent Vault mit 2.000 GitHub-Sternen und rund 1.000 täglichen Nutzern.

Delinea führte ebenfalls am 30. Juli eine Laufzeit-Autorisierung für KI-Agenten ein. Das System wendet Richtlinien auf jede Aktion innerhalb einer Sitzung an – egal, ob der Agent mit einer Datenbank, einer Cloud-Konsole oder Kubernetes interagiert. Anmeldedaten werden nur im Moment des Zugriffs eingespielt und sofort nach Abschluss der Aufgabe entzogen.

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Endpunkt-Kontrolle und automatisierte Fehlerbehebung

Morphisec gab am 30. Juli die allgemeine Verfügbarkeit seiner AI Usage Control (AIUC) bekannt. Die Lösung ermöglicht Governance für KI-Tools und Maschinen-Identitäten direkt auf Windows-, Linux- und macOS-Endpunkten – ohne Cloud-Relay. Das System erfüllt Compliance-Anforderungen wie den EU AI Act und ISO 42001.

Reco erweiterte seine browserbasierte Sicherheitsplattform am 29. Juli um Live-KI-Laufzeitkontrollen. Die Analyse und Blockade von Prompts oder Antworten erfolgt in Echtzeit auf Browser-Ebene.

Im Bereich Schwachstellen-Management kündigte Tenable am 30. Juli „Always-on"-Funktionen für seine Tenable Hexa AI Engine an. Dazu gehören autonome Beseitigung von Sicherheitslücken und präventive Risiko-Schutzmechanismen. Verfügbar sein sollen die Features für Tenable-One-Kunden ab August 2026.

BlueVoyant schließlich brachte ein Bereitschaftspaket für Microsoft 365 E7 auf den Markt. Der Service kombiniert Microsoft Purview Datensicherheit mit BlueVoyants eigenem Identitätsschutz für Agenten – gedacht für Unternehmen, die Microsofts KI-Tools mit kontinuierlicher Sicherheitsoptimierung einführen wollen.

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