Einkauf, Mausklick

Einkauf per Mausklick immer beliebter - aber nicht bei allen

28.11.2024 - 10:28:18 | dpa.de

Kleidung, Filme, BĂŒcher - schnell ist der digitale Warenkorb gefĂŒllt. Der Trend im Online-Handel zeigt nach oben. Allerdings hat das Wachstum Grenzen.

  • Äußerst beliebt: Einkauf per Mausklick (Symbolbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa
  • GrĂ¶ĂŸere Online-EinkĂ€ufe werden bevorzugt auf Rechnung bezahlt (Symbolbild) - Foto: Jens BĂŒttner/dpa
  • Online-Shopping immer beliebter (Symbolbild) - Foto: Christin Klose/dpa-tmn/dpa
Äußerst beliebt: Einkauf per Mausklick (Symbolbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa GrĂ¶ĂŸere Online-EinkĂ€ufe werden bevorzugt auf Rechnung bezahlt (Symbolbild) - Foto: Jens BĂŒttner/dpa Online-Shopping immer beliebter (Symbolbild) - Foto: Christin Klose/dpa-tmn/dpa

Der Online-Handel ist einfach und beliebt: Mit wenigen Klicks ist der digitale Warenkorb gefĂŒllt und die gewĂŒnschten Artikel kommen per Versand. Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein - und das quer durch alle Altersgruppen. 

Gut 83 Prozent der 16- bis 74-JĂ€hrigen hierzulande haben nach eigenen Angaben schon einmal Waren oder Dienstleistungen online bestellt, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Das entspreche knapp 52 Millionen Menschen. Bei der vorherigen Erhebung der Wiesbadener Statistiker zu diesem Thema 2021 hatten 80 Prozent angegeben, schon einmal online eingekauft zu haben.

Verband erwartet Rekordumsatz im Online-Handel

WĂ€hrend der Corona-Pandemie nutzten viele notgedrungen die Möglichkeit, fĂŒr den Einkauf zum Smartphone oder Tablet zu greifen, statt ins GeschĂ€ft zu gehen. Fast 15 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes wurde im Jahr 2021 im Internet erbracht. Nahezu 87 Milliarden Euro betrug der Online-Umsatz in jenem Jahr. 

Wer in den vergangenen Jahren zum Internet-Shopping gekommen ist, bleibt in der Regel dabei, so die Beobachtung des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Doch der Online-Handel habe ein Plateau erreicht. Zwar prognostiziert der HDE fĂŒr das laufende Jahr nach jĂŒngster Prognose in diesem Bereich einen Rekordumsatz von 87,1 Milliarden Euro. An die hohen Wachstumsraten der Corona-Jahre reicht das allerdings nicht heran.

GrĂ¶ĂŸter Zuwachs der Online-Shopper bei den Älteren

Wer ins GeschĂ€ft geht, statt per Mausklick einzukaufen, schĂ€tzt Umfragen zufolge, dass man im Laden Waren anfassen und anprobieren und diese bei Gefallen direkt mitnehmen kann. Zudem spart man sich LiefergebĂŒhren, unterstĂŒtzt den örtlichen Einzelhandel und hat im Fall einer Reklamation dort einen direkten Ansprechpartner - fĂŒr viele ebenfalls wichtige Argumente.

Am höchsten ist der Anteil der Online-Shopper nach Angaben des Statistischen Bundesamtes weiterhin bei den 25- bis 54-JÀhrigen mit rund 90 Prozent. Bei den 16- bis 24-JÀhrigen sind es rund 85 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil bei den 55- bis 74-JÀhrigen mit 73 Prozent, allerdings gab es bei ihnen den stÀrksten Zuwachs: 2021 hatten in dieser Altersgruppe noch rund 66 Prozent angegeben, jemals etwas im Internet gekauft zu haben.

Kleider und Schuhe, Filme und Musik

Bei fast jedem zweiten Online-Shopper (48 Prozent) landen Kleider und Schuhe im digitalen Warenkorb. Auch Filme, Serien oder Musik werden oft online bestellt (40 Prozent). Immer hĂ€ufiger auf dem Einkaufszettel im Internet: Lebensmittel, GetrĂ€nke, Drogerieprodukte oder Tierfutter. 29 Prozent der 16- bis 74-JĂ€hrigen haben in den drei Monaten vor der Befragung solche GĂŒter online erworben, 2021 waren es noch 22 Prozent. Auch BĂŒcher, Zeitungen oder Zeitschriften (27 Prozent) sowie Eintrittskarten (26 Prozent) kaufen viele Menschen gerne per Mausklick im Internet.

Kauf auf Rechnung statt Paypal und Co.

Zum Bezahlen solcher Online-EinkĂ€ufe nutzen die Menschen in Deutschland der Verivox-Umfrage zufolge vor allem die Dienstleistungen des US-Unternehmens Paypal. Allerdings gilt dies nicht fĂŒr höhere BetrĂ€ge ab 1.000 Euro: Gut ein Drittel (32,4 Prozent) der 1.000 Befragten bevorzugt nach den Angaben bei einem so hohen Warenwert den Rechnungskauf. Paypal wĂ€re bei einem Online-Kauf ab 1.000 Euro fĂŒr jeden FĂŒnften (19,7 Prozent) erste Wahl, die Zahlung mit Kredit- oder Debitkarte folgt dahinter mit 15,1 Prozent.

«Beim Rechnungskauf gehen die Kundinnen und Kunden nicht in Vorleistung. Sie können die gelieferte Bestellung in Ruhe prĂŒfen und bezahlen nur, was sie auch wirklich behalten möchten», ordnet der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Verivox Finanzvergleich GmbH, Oliver Maier, ein. «Das schĂ€tzen die Verbraucher, insbesondere bei hochpreisigen Waren.»

Rechnung gilt als besonders sicher

Dazu kommt: «Je höher der Einkaufswert, desto wichtiger ist der Sicherheitsaspekt – und im Hinblick darauf genießt der Kauf auf Rechnung bei den Menschen das grĂ¶ĂŸte Vertrauen», wie Maier erlĂ€utert.

Danach gefragt, fĂŒr wie sicher die Umfrageteilnehmer unterschiedliche Bezahlverfahren beim Online-Shopping einschĂ€tzen, erhielt der Rechnungskauf mit Abstand am hĂ€ufigsten die bestmögliche Bewertung: Mehr als die HĂ€lfte aller Teilnehmer (rund 54 Prozent) schĂ€tzt die Zahlung auf Rechnung als «sehr sicher» ein. Paypal folgt auf dem zweiten Platz mit knapp 35 Prozent, danach die Lastschrift mit gut 29 Prozent.

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