Klinik-KI: Greifswald und Meierhofer erweitern ihre KIS-Partnerschaft
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 19:35 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Universitätsmedizin Greifswald und die Münchener Meierhofer AG intensivieren ihre Kooperation im Bereich digitaler Klinikprozesse. Nach zehn Jahren der Zusammenarbeit, die im Jahr 2016 begann, bauen beide Partner ihre Partnerschaft rund um das Krankenhausinformationssystem weiter aus.
Im Mittelpunkt der erweiterten Zusammenarbeit stehen vor allem die gezielte Stärkung mobiler Applikationen sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz im klinischen Alltag, wie das Fachportal healthcare-in-europe.com in einem Bericht vom 3. November 2026 meldete.
Mobile Anwendungen für den klinischen Alltag
Im Rahmen der erweiterten Kooperation plant die Universitätsmedizin Greifswald kurzfristig den Einsatz neuer M-KIS-Lösungen von Meierhofer. Der Schwerpunkt liegt dabei auf mobilen Applikationen, die das Klinikpersonal bei der täglichen Arbeit direkt am Patientenbett unterstützen sollen.
Konkret umfasst das Vorhaben Anwendungen für die ärztliche Visite, die pflegerische Versorgung, Verlaufsberichte sowie die standardisierte Dokumentation von Wunden.
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Nach den ersten Schritten ist ein klinikweiter Rollout dieser mobilen Anwendungen vorgesehen, um die Erfassung und den Abruf von Patientendaten im gesamten Haus digital zu vereinheitlichen.
Erweiterung für Notaufnahme und Intensivstationen
Über die mobilen Basismodule hinaus erstreckt sich die Kooperation auf spezialisierte Bereiche der Patientenversorgung. Geplant ist eine M-KIS-Lösung für die digitale Ersteinschätzung in der Zentralen Notaufnahme. Diese digitale Triage soll auf semantisch annotierten Datenmodellen basieren, um Notfallpatienten strukturiert und zeitnah erfassen zu können.
Für die Intensivmedizin prüfen die Universitätsmedizin Greifswald und der Softwarehersteller zudem die Einführung einer webbasierten Kurve. Dieses System soll die patientennahe Erfassung relevanter Vitalparameter und Behandlungsverläufe auf intensivmedizinischen Stationen unterstützen.
Prüfung von KI-Funktionen und standortübergreifender Vernetzung
In einem nächsten Entwicklungsschritt untersuchen beide Institutionen zusätzliche Funktionen auf Basis künstlicher Intelligenz. Geprüft werden unter anderem Anwendungen zur automatisierten medizinischen Zusammenfassung von Behandlungsdaten sowie der gezielte Einsatz von KI-Funktionen innerhalb der Fachmodule für Intensivstationen, die Anästhesie und den OP-Bereich.
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Auch die institutionelle Reichweite der IT-Infrastruktur steht im Fokus der weiteren Planung. Mittelfristig streben die Universitätsmedizin Greifswald und die Meierhofer AG eine stärkere Vernetzung der Standorte Greifswald, Wolgast und Karlsburg an. Zudem steht eine Pilotierung des von der gematik spezifizierten digital gestützten Laborprozesses auf der Agenda der Projektpartner.
