Kniearthrose, Studien

Kniearthrose: 23 Studien zeigen Schmerzlinderung durch Hitzemoxibustion

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 06:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Analyse findet Vorteile einzelner Moxibustionsformen bei Schmerz und Funktion, bewertet die Studienbasis jedoch als niedrig bis sehr niedrig.
Bündel aus getrocknetem Beifußkraut auf einem Holztisch in einem hellen, ruhigen Raum. Illustration mit AI erstellt.

Bei der Behandlung von Kniearthrose kommen neben etablierten schulmedizinischen Verfahren vermehrt komplementärmedizinische Methoden zum Einsatz. Eine im Fachjournal Journal of Pain Research (Band 19, Artikel 647767) veröffentlichte Netzwerk-Meta-Analyse der Autorengruppe um M. Wang, Y. Ye, Y. Cheng, L. Pan und Y. Chen untersucht die vergleichende Wirksamkeit unterschiedlicher Moxibustion-Verfahren auf Schmerz sowie funktionelle Verbesserungen bei Kniearthrose.

Wie aus einem Bericht vom 05.11.2026 auf dovepress.com hervorgeht, liefert die Publikation differenzierte Einblicke in die einzelnen Anwendungsformen, verweist jedoch zugleich auf methodische Einschränkungen der bisherigen Studienlage. Yalan Chen wird in der Publikation als Mitautorin geführt, wobei der entsprechende Eintrag bei Dove keine eigenen Ergebniszahlen ausweist.

Schmerzlinderung und Gelenkfunktion im Studienvergleich

Die Analyse differenziert bei der Auswertung nach spezifischen klinischen Endpunkten. Hinsichtlich der Schmerzlinderung flossen 23 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 1740 Teilnehmenden in die Untersuchung ein. In diesem Bereich erwies sich ausschließlich die hitzeempfindliche Moxibustion als statistisch signifikant überlegen gegenüber der üblichen Standardversorgung.

Der ermittelte Wert für die standardisierte mittlere Differenz (SMD) lag bei -2,27 mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von -4,47 bis -0,07. Der Kennwert für die kumulative Rangwahrscheinlichkeit (SUCRA) erreichte dabei 83,9 Prozent.

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Im Hinblick auf die Verbesserung der Gelenkfunktion werteten die Autoren 17 randomisierte kontrollierte Studien mit 1459 Teilnehmenden aus. Hier zeigten sowohl die hitzeempfindliche als auch die konventionelle Moxibustion eine statistisch signifikante Besserung im Vergleich zur üblichen Versorgung.

Die hitzeempfindliche Moxibustion wies in dieser Kategorie mit einem SUCRA-Wert von 78 Prozent die höchste Einstufung unter den untersuchten Ansätzen auf.

Ansprechraten und Einstufung der Evidenzsicherheit

Ein weiterer untersuchter Parameter war die Gesamtansprechrate, für die 8 Studien mit insgesamt 702 Teilnehmenden berücksichtigt wurden. Bei diesem Endpunkt zeigte die konventionelle Moxibustion einen Vorteil gegenüber der üblichen Standardversorgung. Das relative Risiko (RR) betrug 1,35 bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 1,08 bis 1,80, während der SUCRA-Wert bei 97,3 Prozent lag.

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Trotz der festgestellten statistischen Effekte mahnt die Auswertung zu einer zurückhaltenden Interpretation der Resultate. Die Sicherheit der Evidenz für die untersuchten Fragestellungen wird in der Netzwerk-Meta-Analyse durchgehend als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.

Auf Grundlage der bisherigen Datenbasis lässt sich keine der betrachteten Moxibustion-Modalitäten als eindeutig überlegen gegenüber den anderen Varianten einstufen. Für eine verlässliche therapeutische Einordnung bedarf es weiterer methodisch hochwertiger Untersuchungen.

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