Kodi-Insolvenz, Filialen

Kodi-Insolvenz: 43 Filialen schließen, 100 übernimmt die Kodi Retail GmbH

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 00:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kodi gibt 43 Standorte auf und entlässt 265 Beschäftigte; die Kodi Retail GmbH übernimmt 100 Filialen.

Kodi in Eigenverwaltung: 43 Filialen schließen, 100 werden übernommen
Leerer, minimalistischer Verkaufsraum mit kahlen Wänden und Betonboden bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Der deutsche Markt für Haushaltswaren und Non-Food-Artikel steht unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bei der Kodi Handels GmbH markiert nun eine tiefgreifende Zäsur für das Unternehmen. Wie aus Berichten vom 1. Oktober 2026 hervorgeht, wurde das Verfahren beim Amtsgericht Halle eröffnet. Der Schritt hat weitreichende Konsequenzen für Standorte und Belegschaft des Discounters.

Schließungen und Übernahme von Filialen

Von den zuletzt 144 Filialen des Händlers werden 43 Standorte aufgegeben. Zudem wird die Unternehmenszentrale in Oberhausen geschlossen. Der Großteil des operativen Geschäfts soll jedoch fortgeführt werden: 100 Filialen werden von der Kodi Retail GmbH übernommen. Für einen weiteren Standort ist die endgültige Entscheidung derzeit noch offen.

Der drastische Rückbau des Filialnetzes bleibt nicht ohne Folgen für die Angestellten. Von den knapp 1.200 Beschäftigten der Kodi Handels GmbH wurden 265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekündigt, wie Anfang Oktober 2026 berichtet wurde.

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Ursachen für die Schieflage im Non-Food-Segment

Die Restrukturierung verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen, mit denen stationäre Händler im Bereich Haushaltswaren und Discounter-Sortimente konfrontiert sind. Als maßgebliche Gründe für die wirtschaftliche Schieflage nannte das Unternehmen eine anhaltend schwache Konsumstimmung sowie die wachsende Konkurrenz durch den Online-Handel.

Hinzu kamen erhebliche Kostensteigerungen im operativen Betrieb: Nach Unternehmensangaben belasteten vor allem hohe Lohnnebenkosten, gestiegene Energiepreise und hohe Mietaufwendungen die Rentabilität der Standorte.

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Die Konzentration auf ein verkleinertes Netz von 100 Filialen unter dem Dach der Kodi Retail GmbH soll dem verbliebenen Geschäft nun eine stabilere Basis verschaffen.

Mehr zum Thema bei FAZ: „Kodi schließt 43 Filialen, 100 Standorte bleiben“

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