Koffein + L-Theanin: Kombination wirkt wie ADHS-Medikamente
Veröffentlicht: 04.07.2026 um 21:55 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Eine aktuelle Studie zeigt: Die Kombination verbessert die Konzentration Àhnlich stark wie klassische Medikamente.
Synergieeffekte von Tee und Koffein
Die Fachzeitschrift Nutritional Neuroscience veröffentlichte im Mai 2026 eine vielversprechende Studie. 21 Jugendliche nahmen an einer doppelblinden, placebokontrollierten Crossover-Untersuchung teil. Das Ergebnis: Die Kombination aus L-Theanin â einer AminosĂ€ure aus TeeblĂ€ttern â und Koffein verbesserte die selektive Aufmerksamkeit signifikant.
Die Probanden machten weniger Fehlalarme und reagierten schneller. Die Effekte waren mit der Wirkung von Methylphenidat vergleichbar. Der Grund: Die beruhigende Komponente des L-Theanins ergÀnzt die stimulierenden Eigenschaften des Koffeins. Das Gehirn kann kognitive Prozesse prÀziser steuern.
ADHS als Energiemangel neu gedacht
Parallel dazu ĂŒberdenken Forscher die theoretische Grundlage von ADHS. Der Neurobiologe Mohammad Dawood Rahimi von der Freien UniversitĂ€t Berlin schlĂ€gt ein neues Modell vor: EDHD â Energy Deficit Hyperactivity Disorder.
Seine These: ADHS ist kein reines Aufmerksamkeitsdefizit, sondern Folge einer instabilen neuronalen Energieversorgung. Der Fokus liegt auf dem Glukosestoffwechsel, der Mitochondrienfunktion und der ErholungsfĂ€higkeit des Gehirns. Das unterstreicht die Bedeutung von ErnĂ€hrung und Stoffwechselprozessen fĂŒr die kognitive StabilitĂ€t.
Neben der richtigen NĂ€hrstoffversorgung spielt gezieltes Training eine entscheidende Rolle fĂŒr die kognitive Belastbarkeit. In nur 60 Sekunden verrĂ€t Ihnen dieser interaktive Test, wie leistungsfĂ€hig Ihr Gehirn aktuell wirklich ist. Kostenloses 60-Sekunden-Gehirnjogging-Spiel starten
Zwei bis drei Tassen tÀglich senken Demenzrisiko
Weitere Studien aus 2026 untermauern die kognitive Wirkung von Kaffee. Eine Untersuchung in Cureus belegte: Eine bis zwei Tassen pro Tag steigerten die kognitive Punktzahl von 122,9 auf 136,8. Eine Harvard-Studie mit 131.000 Teilnehmenden zeigte zudem: Zwei bis drei Tassen tÀglich senken das langfristige Demenzrisiko.
Auch die emotionale Wirkung ist messbar. Eine Kooperationsstudie der UniversitĂ€ten Bielefeld und Warwick dokumentierte ĂŒber vier Wochen 236 junge Erwachsene. Morgendlicher Koffeinkonsum steigerte das allgemeine Wohlbefinden und den Enthusiasmus â und reduzierte negative Emotionen.
Mehr Diagnosen, weniger Risiken
WÀhrend die Forschung voranschreitet, verÀndert sich die Patientenstruktur. In Neuss etwa steigen die ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen. Experten beobachten: Besonders Frauen in den Wechseljahren sind betroffen.
Um die geistige Fitness langfristig zu erhalten und Demenz aktiv vorzubeugen, sind oft schon einfache Alltagsgewohnheiten entscheidend. Dieser kostenlose Ratgeber liefert Ihnen 11 praktische Ăbungen, mit denen Sie Ihr GedĂ€chtnis und Ihre Konzentration nachhaltig stĂ€rken können. Kostenlosen Ratgeber fĂŒr Gehirntraining herunterladen
Eine groĂangelegte Kohortenstudie der UniversitĂ€t Hongkong gibt gleichzeitig Entwarnung. Mit over 700.000 Mutter-Kind-Paaren widerlegte sie alte BefĂŒrchtungen: Paracetamol wĂ€hrend der Schwangerschaft erhöht laut JAMA Internal Medicine nach einer Geschwisteranalyse weder das ADHS- noch das Autismus-Risiko.
Parallel zur medikamentösen und ernĂ€hrungsbasierten Forschung gewinnt die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) an Bedeutung. 2025 wurden bereits 785 Patienten behandelt. Die Methode wird aktuell auf ihre Wirksamkeit bei Aufmerksamkeitsstörungen geprĂŒft.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
