Krebsbegleitung, Taketina

Krebsbegleitung mit Taketina: Kurse am 9. November und 7. Dezember

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 00:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Krebsberatungsstelle Ingolstadt setzt auf rhythmische Körperarbeit mit flexiblen Einheiten und möglichen Ruhephasen für Betroffene.
Ein minimalistischer, lichtdurchfluteter Meditationsraum mit einem runden Bodenkissen auf hellem Holzparkett. Illustration mit AI erstellt.

Körperorientierte und rhythmische Verfahren gewinnen in der psychosozialen Begleitung von Krebspatienten zunehmend an Bedeutung. Ein aktuelles Beispiel für diesen Ansatz bietet das Programm der Psychosozialen Krebsberatungsstelle Ingolstadt, wie ein Bericht vom 2. November 2026 darlegt.

Die Einrichtung veranstaltet im November und Dezember 2026 zwei eigenständige Kurstage, die Betroffenen einen Zugang zur rhythmischen Körperarbeit nach der Taketina-Methode eröffnen sollen.

Die beiden Termine sind für Montag, den 9. November, sowie Montag, den 7. Dezember, angesetzt. Interessierte können an den jeweiligen Tagen zwischen einer Vormittagseinheit von 9.30 bis 11.30 Uhr und einer Abendeinheit von 17 bis 19 Uhr wählen. Das Angebot richtet sich direkt an Menschen mit einer Krebserkrankung. Eine Teilnahme erfordert keinerlei Vorkenntnisse, und beide Termine lassen sich separat voneinander buchen.

Verbindung von Stimme, Schritten und Entlastungsphasen

Das Konzept von Taketina beruht auf einem ganzheitlichen Rhythmusansatz. Die Methode kombiniert den Einsatz der eigenen Stimme mit rhythmischen Schrittbewegungen und Klatschen. Ziel dieses Zusammenspiels ist es, die innere Balance zu stabilisieren und die Lebensfreude der Teilnehmenden zu fördern.

Gerade für körperlich geschwächte Personen bietet die Struktur des Angebots eine flexible Handhabung: Während der Einheiten sind Liegephasen jederzeit möglich. Auf diese Weise können die Teilnehmenden Belastung und Entspannung individuell steuern, ohne den Anschluss an das Gruppenerlebnis zu verlieren.

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Leitlinien und komplementäre Methoden bei chronischen Erkrankungen

Rhythmische und bewegungsbasierte Verfahren ergänzen die Standardtherapien bei onkologischen und chronischen Diagnosen auf vielfältige Weise. Die Bedeutung körperorientierter Begleitangebote spiegelt sich auch in offiziellen medizinischen Empfehlungen wider.

So verweist die Bayerische Krebsgesellschaft auf die S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Onkologie. Diese Fachleitlinie empfiehlt beispielsweise Qigong ausdrücklich als begleitende Maßnahme während einer Chemotherapie oder Strahlentherapie.

Die Bayerische Krebsgesellschaft thematisiert solche Ansätze ebenfalls im Rahmen ihrer Aufklärungsarbeit, unter anderem in einem kostenlosen Online-Webinar von 17 bis 18 Uhr zu Guo Lin Qigong bei Krebs und chronischen Erkrankungen.

Geleitet wird dieses Angebot von der zertifizierten Qigong-Lehrerin und Psychoonkologin Heike Herrle, wobei die Teilnahme ohne Anmeldung über einen Zoom-Link zugänglich ist, wie ein Bericht vom 3. November 2026 aufzeigt.

Entlastung des Nervensystems als Begleitfaktor

Die Integration von Rhythmus, Bewegung und Atemkontrolle zielt bei vielen komplementären Methoden darauf ab, das vegetative Nervensystem zu regulieren. Neben rhythmischen Schritt- und Klangelementen, wie sie bei Taketina zum Einsatz kommen, setzen andere regionale Gesundheitsangebote auf spezifische Entlastungstechniken.

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So nutzt der Kneipp-Verein Nordschwarzwald in Calw bei seinen Bewegungseinheiten in den Wintermonaten gezielte Atemtechniken zur Aktivierung des Parasympathikus, darunter Methoden mit verlängerter Ausatmung sowie kontrollierte Atemhaltungen.

Angebote wie jene der Psychosozialen Krebsberatungsstelle Ingolstadt zeigen, wie niedrigschwellige Körper- und Rhythmusübungen in die regionale Versorgungslandschaft eingebettet werden. Sie bieten Betroffenen die Möglichkeit, den physischen und emotionalen Belastungen einer Erkrankung mit aktiven und zugleich schonenden Mitteln zu begegnen.

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