Krisenvorsorge: Notfallrucksack mit 10 Werkzeugen ab 77 Euro
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 23:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kooperation im Rahmen der Übung „Red Storm Charlie“ in Hamburg
Im Zeitraum vom 24. bis zum 26. September 2026 beteiligen sich der EDEKA-Verbund und Netto Marken-Discount an der Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“ im Raum Hamburg. Rund 500 Soldaten nehmen an der Operation teil, die der Stärkung der Krisenvorsorge im alltäglichen Umfeld dienen soll. Im Fokus stehen Szenarien wie flächendeckende Stromausfälle, Chemieunfälle sowie die Erstversorgung von Verletzten.
Die Zusammenarbeit sieht unter anderem eine Lkw-Kolonnenfahrt sowie eine Informationsveranstaltung im Hamburger Hafen vor, die gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) durchgeführt wird. Zudem ist die Edeka-Zentrale an dem Übungssegment „Red Storm Business“ beteiligt. Die Einbindung des Lebensmitteleinzelhandels verdeutlicht die Relevanz der Logistikketten für die Versorgungssicherheit in Notlagen.
Markteinführung spezieller Notfallequipments
Parallel zur logistischen Kooperation erweitern die Handelsunternehmen ihr Sortiment im Bereich der privaten Vorsorge. Ab dem 18. September 2026 ist ein Notfallrucksack mit einem Fassungsvermögen von etwa 26 Litern in den Onlineshops von Netto und Marktkauf erhältlich. Das Set umfasst zehn Werkzeuge und Hilfsmittel, deren Auswahl sich an den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) orientiert.
Zur Ausstattung gehören eine Solar-Powerbank mit einer Kapazität von 10.000 mAh, ein Kurbelradio mit integrierter Taschenlampe sowie eine Trinkflasche mit Filtersystem (0,7 Liter). Des Weiteren enthält der Rucksack ein Multifunktionstool mit elf Funktionen, ein Verbandsset inklusive Rettungsdecke, einen Esbit-Kocher, ein Besteckset, ein Paracord-Seil sowie einen Regenponcho und eine Pfeife.
In der Aktionswoche vom 21. bis zum 26. September 2026 wird das Produkt in den Hamburger Filialen des EDEKA-Verbunds und von Netto Marken-Discount zu einem Vorzugspreis von 77 Euro angeboten. Im Online-Handel liegt der Preis laut Berichten bei 99 Euro.
Empfehlungen zur privaten Bevorratung und Stand der Vorbereitung
Ein Notfallrucksack mit zehn Werkzeugen – vom Kurbelradio bis zum Wasserfilter – zeigt, wie konkret private Krisenvorsorge heute aussieht. Wer die BBK-Empfehlungen Schritt für Schritt umsetzen will, findet in diesem kostenlosen Leitfaden die passende Packliste und Mengenberechnung. Jetzt kostenlosen Vorsorge-Leitfaden anfordern
Die Initiative der Handelsunternehmen greift bestehende Richtlinien staatlicher Stellen auf. Das BBK rät Bürgern zur Bereitstellung eines Zehn-Tage-Vorrats pro Person. Dieser sollte mindestens drei Kilogramm Grundnahrungsmittel wie Brot oder Kartoffeln, knapp sieben Kilogramm Obst und Gemüse sowie vier Kilogramm Tierprodukte umfassen.
Zudem wird eine Flüssigkeitsmenge von zwei Litern pro Tag und Person empfohlen, was bei einem Vier-Personen-Haushalt einer Gesamtmenge von etwa 100 Kilogramm Nahrung entspricht.
Daten aus dem Jahr 2025 zeigen, dass sich rund zwei Drittel der deutschen Bevölkerung mittelmäßig bis sehr gut auf Krisen vorbereitet fühlten. Etwa die Hälfte der Haushalte verfügte zu diesem Zeitpunkt über einen entsprechenden Lebensmittelvorrat, während ein Viertel ein Notgepäck bereit hielt.
Regionale Akteure wie das Landratsamt Nürnberger Land oder der DRK-Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald sensibilisieren ebenfalls für das Thema. Dabei wird betont, den Vorrat regelmäßig zu prüfen und individuelle Bedürfnisse, etwa Allergien oder die Versorgung von Kindern, einzukalkulieren.
Unternehmensdaten der beteiligten Handelspartner
Bei Stromausfall entscheidet die Vorbereitung: Wer keinen 10-Tage-Vorrat und keine Trinkwasseraufbereitung zuhause hat, steht schnell ohne Kommunikation und Versorgung da. Dieser Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Haushalte ihre Vorsorgelücken schließen. Vorsorge-Checkliste jetzt sichern
Der EDEKA-Verbund wies für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 77,3 Milliarden Euro aus und betrieb rund 10.900 Märkte mit insgesamt 417.500 Mitarbeitenden. Netto Marken-Discount unterhält nach eigenen Angaben über 4.444 Filialen und beschäftigt rund 89.000 Mitarbeitende, darunter 5.710 Auszubildende.
Wöchentlich verzeichnet das Unternehmen etwa 21,5 Millionen Kunden. Beide Unternehmen nutzen ihre logistische Infrastruktur, um die zivil-militärische Zusammenarbeit im Bereich der Katastrophenhilfe zu unterstützen.
