Krypto-Betrug, IRS

Krypto-Betrug: IRS warnt vor gefÀlschten Briefen mit QR-Codes

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 13:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die US-Steuerbehörde meldet eine neue Betrugsmasche per Briefpost, die Krypto-Anleger mit QR-Codes in die Falle locken will.

IRS warnt: GefÀlschte Postbriefe zielen auf Krypto-Besitzer ab
HĂ€nde halten einen offiziellen Brief mit einem QR-Code, wĂ€hrend ein Smartphone diesen scannt, auf einem Schreibtisch. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Ermittlungsabteilung der US-Finanzbehörde IRS warnt vor einer neuen Betrugswelle, die physische Postsendungen nutzt, um KryptowÀhrungsinhaber zu tÀuschen. Die gefÀlschten Briefe fordern zur Registrierung auf einem fiktiven Online-Portal auf und zielen auf den Diebstahl sensibler Zugangsdaten ab.

In einer Mitteilung wies IRS Criminal Investigation (IRS-CI) Mitte August auf eine koordinierte Kampagne hin, bei der tÀuschend echt wirkende Briefe an Privatpersonen versandt werden. Diese Schreiben sind als offizielle Mitteilungen der Steuerbehörde deklariert und adressieren gezielt Personen, die digitale Vermögenswerte halten.

Darin werden die EmpfĂ€nger aufgefordert, sich auf einem angeblichen „Digital Asset Compliance Portal“ zu registrieren. Als Grund fĂŒr diesen Schritt geben die Absender die Notwendigkeit an, regulatorische Anforderungen im Zusammenhang mit dem Besitz von KryptowĂ€hrungen zu erfĂŒllen.

Die Ermittler stellten fest, dass diese Briefe systematisch mit QR-Codes versehen sind, die als direkte Verbindung zu einer betrĂŒgerischen Webadresse dienen.

Werden die Codes mit einem mobilen EndgerĂ€t gescannt, erfolgt eine Weiterleitung auf eine Internetseite, welche die offizielle WebprĂ€senz der IRS imitiert. Auf diesem Weg versuchen die HintermĂ€nner, an private Informationen und potenziell an Zugriffsberechtigungen fĂŒr Krypto-Wallets zu gelangen.

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Jarod Koopman, Chief bei IRS Criminal Investigation, warnte ausdrĂŒcklich vor der Interaktion mit diesen Schreiben. Er erklĂ€rte, dass betroffene Personen die in den Briefen enthaltenen QR-Codes unter keinen UmstĂ€nden scannen sollten.

Zudem forderte er dazu auf, keinerlei persönliche Daten auf den Zielseiten einzugeben. Die Behörde betonte, dass es sich bei dem beschriebenen Portal um eine reine Erfindung der BetrĂŒger handelt, die ausschließlich dem Datendiebstahl dient.

Diese Form des Post-basierten Phishings stellt eine taktische Erweiterung bekannter Betrugsmuster dar. WĂ€hrend Cyberkriminelle ĂŒblicherweise digitale KanĂ€le wie E-Mail oder Kurznachrichtendienste nutzen, soll die Zustellung eines physischen Briefes eine höhere Dringlichkeit und SeriositĂ€t suggerieren.

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Die IRS-CI machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass offizielle Verfahren zur Einhaltung von Steuervorschriften fĂŒr digitale Assets nicht ĂŒber derartige, mittels QR-Code beworbene Online-Portale abgewickelt werden.

EmpfĂ€nger solcher verdĂ€chtigen Sendungen werden dazu angehalten, Ă€ußerste Vorsicht walten zu lassen. Die Behörde rĂ€t dazu, im Zweifelsfall ausschließlich ĂŒber die offiziell bekannten und verifizierten Kommunikationswege Kontakt mit der Finanzverwaltung aufzunehmen, anstatt Links oder Codes aus unaufgeforderten Postsendungen zu verwenden. Die Ermittlungen zur Identifizierung der Urheber dieser gefĂ€lschten Mitteilungen wurden eingeleitet.

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