Krypto-Karten, Millionen

Krypto-Karten: 36,82 Millionen Euro Rekord am 20. Juli

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 01:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Krypto-Zahlungskarten erreichen mit 36,8 Millionen Euro Tagesumsatz einen neuen Höchststand. KAST und RedotPay dominieren den Markt.

Krypto-Karten: Rekordumsatz von 36,8 Mio. Euro an einem Tag
Schlanke Metall-Zahlungskarte auf dunkler Oberfläche mit digitalen Finanzwachstumsdiagrammen im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die weltweiten Ausgaben über Krypto-Zahlungskarten haben einen historischen Höchstwert erreicht. Am 20. Juli 2026 wurden mit 36,82 Millionen Euro an einem einzigen Tag so viele Transaktionen abgewickelt wie nie zuvor. Das tägliche Transaktionsvolumen hat sich damit innerhalb eines Jahres verdreifacht – von rund zehn Millionen auf über 30 Millionen Euro.

Zwei Rivalen dominieren den Markt

Den Löwenanteil am Rekordtag sicherten sich zwei Unternehmen. KAST (auch bekannt als KASTxyz) führte das Feld mit Transaktionen zwischen 13,64 und 14 Millionen Euro an. Damit verdrängte der Anbieter den bisherigen Spitzenreiter RedotPay, der am selben Tag 12,8 Millionen Euro umsetzte.

KAST bedient über eine Million Nutzer in 170 Ländern. Das monatliche Volumen stieg von 175 Millionen Euro im Mai auf 199 Millionen Euro im Juni 2026. Branchenbeobachter führen den jüngsten Schub auf eine Punkteaktion zurück, die vor einem geplanten Token-Event im vierten Quartal 2026 läuft.

RedotPay bleibt ein Schwergewicht: Zwischen April und Juni 2026 wickelte das Unternehmen monatlich rund 476 Millionen Euro ab. Mit acht Millionen Nutzern in über 100 Ländern hat der Anbieter kürzlich eine XRP-gestützte Visa-Karte auf den Markt gebracht. Das Produkt arbeitet mit einem Beleihungswert von 50 Prozent und nutzt den RLUSD-Stablecoin zur Abwicklung. Seit Januar 2026 stieg das Transaktionsvolumen um 80 Prozent.

TRON-Netzwerk als Treiber

Die Integration von Stablecoins hat sich zum wichtigsten Motor für Krypto-Karten entwickelt. Im zweiten Quartal 2026 erreichte das gesamte Kartenvolumen 2,4 Milliarden Euro – ein Anstieg gegenüber 2,0 Milliarden Euro im ersten Quartal. Das kumulierte Zahlungsvolumen für 2026 liegt bei rund 7,8 Milliarden Euro, ein Plus von 230 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das TRON-Netzwerk hat sich dabei als dominierende Infrastruktur etabliert: 34 Prozent des gesamten Krypto-Kartenvolumens laufen über diese Blockchain – der höchste Anteil aller Netzwerke. Krypto-Kartenzahlungen haben inzwischen ein Niveau erreicht, das mit Peer-to-Peer-Stablecoin-Zahlungen konkurriert.

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Am 22. Juli 2026 gaben die Infrastrukturanbieter ZeroHash und Marqeta eine Partnerschaft bekannt, um Stablecoin-Zahlungen weiter in globale Kartennetzwerke zu integrieren. ZeroHash verzeichnete 2025 ein Volumenwachstum von 690 Prozent. Bis Februar 2026 erreichte das monatliche Stablecoin-Volumen 7,2 Billionen Euro und übertraf damit die 6,8 Billionen Euro des ACH-Netzwerks.

Klassische Finanzinstitute steigen ein

Auch traditionelle Finanzakteure entdecken den Markt. Visa und Bridge planen, bis Ende 2026 Stablecoin-Karten in über 100 Länder zu bringen. Der Dienst ist bereits in 18 Ländern aktiv und wird von Plattformen wie MetaMask und Phantom genutzt.

Das institutionelle Interesse wächst weiter: Im Mai 2026 starteten die Solana Foundation und Google Cloud den Dienst Pay.sh für autonome Zahlungen. Einen Monat später reichte Morgan Stanley einen Antrag für einen Solana-ETF mit einer Gebühr von 0,14 Prozent ein. Auch Mastercard baute seine Stablecoin-Abwicklungsmöglichkeiten aus.

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In den USA erholt sich die Nutzung digitaler Währungen. Ein Bericht der US-Notenbank von 2025 zeigt: Zehn Prozent der Erwachsenen nutzten Kryptowährungen – der höchste Wert seit 2021. Während neun Prozent digital in Assets investierten, nutzten zwei Prozent sie für Zahlungen und ein Prozent für Überweisungen. Auffällig: Sechs Prozent der Menschen ohne Bankkonto nutzen Krypto, aber nur zwei Prozent derjenigen mit klassischem Konto.

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