Kurkuma-Extrakt: 50-fach höhere Bioverfügbarkeit in neuen Produkten
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 00:01 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Integration von Kurkuma-Extrakten in funktionelle Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel gewinnt an Vielfalt. Das US-amerikanische Unternehmen DolCas Biotech erschließt für seinen Vollspektrum-Curcuminoid-Komplex Curcugen zwei neue Verwendungsbereiche.
Der Rohstoff kommt künftig in einem speziellen M?nuka-Honig sowie in einem Getränkepulver gegen mentale Ermüdung zum Einsatz. Parallel dazu befasst sich die Forschung verstärkt mit den biochemischen Eigenschaften und potenziellen Wechselwirkungen von Curcuminoiden.
Neue Darreichungsformen im funktionellen Ernährungsmarkt
Der Trend zu funktionellen Lebensmitteln treibt Hersteller dazu, bioaktive Inhaltsstoffe in alltagstaugliche Formate einzubetten. Wie im Oktober 2026 berichtet wurde, findet der Vollspektrum-Curcuminoid-Komplex Curcugen von DolCas Biotech Einzug in zwei neue Konsumentenprodukte.
Zum einen wird der Inhaltsstoff im rohen M?nuka-Honig „Body Recovery & Gut“ der Marke M?nukora verwendet, der einen MGO-Gehalt von 850+ aufweist und mit Ingwer sowie sizilianischem Zitronenöl kombiniert ist.
Zum anderen setzt das Unternehmen SLS Performance Curcugen in seinem Getränkeprodukt Numin ein. Das in Orangen-Pulver-Sachets angebotene Getränk richtet sich gegen Entscheidungsmüdigkeit in stark fordernden Berufsfeldern. Eine interne Evaluierung von SLS Performance ergab für das Numin-Getränk eine verbesserte mentale Klarheit, deren Wirkung innerhalb von rund 60 Minuten eintrete und bis zu 6 Stunden anhalten könne.
Bioverfügbarkeit und Rohstoffcharakteristik
Die Wirksamkeit von Curcumin wird in der Fachwelt traditionell durch eine geringe native Bioverfügbarkeit limitiert. Für Curcugen verweist DolCas Biotech auf eine humane Pharmakokinetik-Studie, die eine mehr als 50-fach höhere Bioverfügbarkeit der Gesamt-Curcuminoide im Vergleich zu Standard-Curcuminoid-Extrakten nachweise. Nach Herstellerangaben bezieht sich dieser Vergleich auf herkömmliche 95-prozentige Curcumin-Extrakte.
Der Rohstoff besteht zu 100 Prozent aus dem Kurkuma-Rhizom und kommt ohne künstliche Bioenhancer aus. Ein proprietäres Herstellungsverfahren soll sicherstellen, dass ätherische Öle und Sekundärstoffe der ganzen Pflanze erhalten bleiben.
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Curcugen verfügt zudem über den Status als Self-Affirmed GRAS (Generally Recognized As Safe). Das genaue Ausmaß der physiologischen Effekte in verschiedenen menschlichen Personengruppen ist derweil noch Gegenstand laufender Untersuchungen. Das Unternehmen stellt den Rohstoff auf der Fachmesse SupplySide Global 2026 an Stand 6011 vor.
Differenzierte wissenschaftliche Begleitforschung
Während die Nachfrage nach funktionellen Kurkuma-Präparaten steigt, analysiert die Wissenschaft sowohl neue Wirkpotenziale als auch pharmakologische Begleiterscheinungen.
Eine Laborstudie der University of Mississippi zeigte auf, dass Curcumin bestimmte Leberenzyme beeinflussen kann. Daraus ergeben sich potenzielle Wechselwirkungen mit Antidepressiva, Blutdruckmitteln, Chemotherapeutika und bestimmten Antibiotika.
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Die Substanz weist zudem blutverdünnende Eigenschaften auf und konnte in Tierstudien Blutdruck sowie Blutzuckerspiegel senken, wobei diese Effekte primär bei hohen Dosierungen aus Nahrungsergänzungsmitteln festgestellt wurden. Untersuchungen am Menschen stehen dazu noch aus.
Gleichzeitig verzeichnet Kurkuma eine hohe Akzeptanz auf Verbraucherseite. Laut dem Gewürzreport 2026 des Herstellers Kotányi, für den 505 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren befragt wurden, führte Curcuma die Rangliste der persönlichen Neuentdeckungen mit 9,7 Prozent an, während Ingwer mit 7,3 Prozent den dritten Platz belegte.
In der Regulierung zeigen sich ebenfalls Verschiebungen: In China hat die Behörde NMPA das Genehmigungsverfahren für Curcumin-Produkte als Nahrungsergänzungsmittel beschleunigt, obgleich der Stoff aus Curcuma longa formell bisher nicht allgemein zugelassen ist.
