Kurkuma: WHO empfiehlt maximal 3 mg pro kg Körpergewicht täglich
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 09:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kurkuma gilt als Wundermittel – doch bei falscher Dosierung drohen Gefahren. Das gelbe Gewürz aus der asiatischen Küche erobert immer mehr Haushalte. Ob als Tee, Kapsel oder Pulver: Die Nachfrage steigt rasant. Der Grund ist Curcumin, der entzündungshemmende Wirkstoff. Doch Vorsicht: Zu viel des Guten kann schaden.
Die richtige Dosis macht den Unterschied
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt maximal 3 Milligramm Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Andere Richtlinien setzen die Grenze sogar bei 1,4 Milligramm an. Zum Vergleich: Eine traditionelle indische Ernährung liefert etwa 60 bis 100 Milligramm reines Curcumin pro Tag.
In klinischen Studien kommen dagegen oft 500 bis 2.000 Milligramm Kurkuma täglich zum Einsatz. Experten warnen: Solch hohe Dosen sind nicht für die Langzeitanwendung geeignet.
Wenn das Wundermittel zum Risiko wird
Kurkuma ist kein harmloses Allheilmittel. Bei übermäßigem Konsum drohen ernste Nebenwirkungen. Besonders besorgniserregend: Sehr hohe Dosen stehen im Verdacht, Leberschäden zu verursachen. Wer bereits Vorerkrankungen hat, sollte unbedingt vor der Einnahme einen Arzt konsultieren.
Ein zusätzliches Risiko ergibt sich aus der Bioverfügbarkeit. Curcumin wird vom Körper nur schwer aufgenommen. Viele Präparate setzen deshalb auf Piperin aus schwarzem Pfeffer – das steigert die Aufnahme massiv. Genau das kann aber zur Überdosierung führen, wenn die Gesamtmenge nicht kontrolliert wird.
Wer Kurkuma-Präparate einnimmt, sollte die WHO-Grenze von 3 mg Curcumin pro kg Körpergewicht kennen – sonst drohen Leberschäden. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie die richtige Dosis berechnen und geprüfte Produkte auswählen. Jetzt kostenlosen Dosierungs-Leitfaden anfordern
Kombipräparate: Segen oder Fluch?
Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel boomt. Hersteller wie Queisser Pharma mischen Kurkumawurzelsaft mit Kollagen, Ingwer, Vitaminen und Spurenelementen – zum Beispiel in Trinkampullen mit 2 Gramm Kurkumawurzelsaft pro Portion.
Doch Verbraucherschützer sind skeptisch: Für viele dieser Kombinationen fehlen belastbare wissenschaftliche Belege. Die versprochene Wirkung auf Haut oder Gelenke ist oft nicht besser als bei einer ausgewogenen Ernährung.
Wer besser die Finger davon lässt
Nicht jeder sollte zu Kurkuma-Präparaten greifen. Die Warnhinweise auf den Produkten sind eindeutig:
Viele Kurkuma-Präparate enthalten Piperin, das die Aufnahme massiv steigert – und zur Überdosierung führen kann. Unser Sicherheitsleitfaden hilft Ihnen, solche Risiken zu erkennen und sicher zu dosieren. Sicherheitsleitfaden jetzt kostenlos sichern
- Schwangere und Stillende
- Kinder und Jugendliche
Für diese Gruppen liegen keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor. Bei Gelenkschmerzen oder Arthritis raten Experten ohnehin: Nicht allein auf Hausmittel setzen, sondern ärztliche Hilfe suchen. Eine ausgewogene Ernährung bleibt die beste Basis – isolierte Wirkstoffe in hohen Konzentrationen sollten Sie stets kritisch hinterfragen.
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