LAA-Okklusion, Bitburg

LAA-Okklusion in Bitburg: Neue Therapieoption für Risikopatienten

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 10:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das neue Verfahren richtet sich an Menschen mit Vorhofflimmern und erhöhtem Blutungsrisiko und erspart Betroffenen längere Wege.
Ein ruhiger, modern gestalteter Krankenhausflur mit einfallendem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Das Marienhaus Klinikum Eifel erweitert sein medizinisches Behandlungsspektrum am Standort Bitburg um ein kardiologisches Verfahren. Wie aus einem Bericht vom 04.11.2026 hervorgeht, bietet das Krankenhaus dort nun die sogenannte LAA-Okklusion an. Mit dieser Implantation eines Vorhofohr-Verschlusses steht Patientinnen und Patienten eine neue Therapiemethode direkt vor Ort zur Verfügung.

Alternative zur dauerhaften Medikation bei Vorhofflimmern

Das Verfahren richtet sich vor allem an Personen, die unter Vorhofflimmern leiden und zugleich ein erhöhtes Blutungsrisiko aufweisen. Für diese Patientengruppe dient der Eingriff als Alternative zu einer dauerhaften Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten.

Bislang mussten Betroffene aus der Region für einen solchen Eingriff in der Regel auf spezialisierte Zentren außerhalb Bitburgs ausweichen, wie beispielsweise Einrichtungen in Trier. Mit der Etablierung des Angebots am Marienhaus Klinikum Eifel entfallen diese längeren Anfahrtswege für die entsprechende Versorgung.

Den Angaben des Klinikums zufolge erfolgt die Implantation des LAA-Okkluders minimalinvasiv über die Blutgefäße. Der gesamte Eingriff beansprucht in der Regel etwa eine Stunde. Da die Methode den Körper vergleichsweise wenig belastet, gestaltet sich auch der anschließende stationäre Aufenthalt kurz: Die Entlassung aus dem Krankenhaus kann meist bereits am Folgetag vorgenommen werden.

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Entlastung für Risikopatienten

Die medizinische Relevanz dieser Behandlung verdeutlichte Chefarzt Prof. Rainer Zotz anhand eines konkreten Fallbeispiels. Er verwies dabei auf eine 68-jährige herzkranke Patientin, bei der es unter der Einnahme von Blutverdünnern wiederholt zu Dünndarmblutungen gekommen war.

In derartigen Konstellationen stellt das dauerhafte Absetzen der Gerinnungshemmer ohne alternativen Schutz ein erhebliches Risiko für thromboembolische Ereignisse wie Schlaganfälle dar.

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Der mechanische Verschluss des linken Vorhofohrs kann in solchen Fällen das Risiko für Blutgerinnsel senken, ohne dass die Gefahr schwerer Blutungen im Magen-Darm-Trakt durch blutverdünnende Medikamente weiter fortbesteht.

Für Betroffene und Interessierte, die sich über den Vorhofohr-Verschluss sowie die individuellen Voraussetzungen für den Eingriff informieren möchten, hat das Marienhaus Klinikum Eifel eine Anlaufstelle eingerichtet. Termine und weiterführende Auskünfte zur neuen Therapieoption können telefonisch unter der Rufnummer 06561/64552528 vereinbart und abgefragt werden.

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