LARX, Laufroboter

LARX: Laufroboter soll Feuerwehrleute in Tunneln und Trümmern unterstützen

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 12:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das LARX-Konsortium erprobt einen Laufroboter mit Rettungsmodul und Echtzeit-Kartierung; die Integration in die Feuerwehrausbildung ist bis 2029 vorgesehen.
Ein dunkler, verwinkelter Tunnel mit Trümmern auf dem Boden und einfallendem Licht aus der Ferne. Illustration mit AI erstellt.

Im Rahmen des Forschungsprojekts LARX arbeiten Einsatzkräfte, Wissenschaft und Industrieunternehmen an der Entwicklung eines hochspezialisierten Laufroboters für gefährliche und schwer zugängliche Einsatzumgebungen.

Die Initiative, deren Projektbezeichnung für Legged and Rescue Robotics for Complex Deployment Scenarios steht, bündelt die Kompetenzen der Freiwilligen Feuerwehr Wels, der FH OÖ Forschungs & Entwicklung GmbH, des Herstellers Rosenbauer International AG sowie des Softwareunternehmens pool3. Ziel der Kooperation ist es, Rettungskräfte bei herausfordernden Lagen in Tunneln, Industrieanlagen und Tiefgaragen durch geländegängige Robotik mit moderner Sensorik und Echtzeit-Datenübertragung zu unterstützen, wie aus einem Bericht vom 15. Oktober 2026 hervorgeht.

Rettungsmodul und Materialtransport im Fokus

Herkömmliche rad- oder kettengetriebene Einsatzmittel stoßen in stark verwinkelten oder durch Trümmer versperrten Bereichen an physikalische Grenzen. Das Projekt LARX setzt daher auf einen vielseitig beweglichen Laufroboter, der Hindernisse bewältigen und Einsatzkräften ein präzises Lagebild aus Gefahrenzonen liefern kann.

Innerhalb des Projektkonsortiums übernimmt die Rosenbauer International AG die Erforschung spezialisierter Hilfssysteme. Im Mittelpunkt der Arbeiten des Ausrüsters steht ein Rettungsroboter, der mit einem sogenannten Human Rescue Modul für die Menschenrettung sowie Funktionen für den Materialtransport ausgestattet wird.

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Dieses Konzept soll es ermöglichen, schweres Material in gefährliche Abschnitte zu befördern oder verunglückte Personen in Bereichen zu lokalisieren und zu versorgen, die für Feuerwehrleute vorübergehend nicht betretbar sind.

Digitaler Zwilling und Echtzeit-Kartierung für Einsatzleitungen

Für die visuelle Aufbereitung der gewonnenen Sensordaten ist das Unternehmen pool3 zuständig. Der Softwarepartner entwickelt im Rahmen von LARX eine zentrale Visualisierungsplattform.

Diese Plattform verarbeitet die Sensordaten des Laufroboters und führt eine dreidimensionale Kartierung des Einsatzorts in Echtzeit durch. Auf Grundlage dieser Umgebungsscans entsteht ein digitaler Zwilling des betroffenen Objekts.

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Über Technologien der virtuellen Realität (VR) können Einsatzleiter die Lage im Inneren eines Gebäudes oder einer Tunnelröhre virtuell begehen und analysieren. Dadurch erhalten die Einsatzkräfte belastbare Informationen über Zugangswege, Brandherde und strukturelle Schäden, noch bevor Menschen die Gefahrenzone betreten müssen.

Praxistests und Integration in die Ausbildung bis 2029

Das Vorhaben ist auf eine praxisnahe Überprüfung ausgelegt. Zu diesem Zweck werden die Systeme in realistischen Einsatzszenarien erprobt, wozu insbesondere Übungen in industriellen Großanlagen und Verkehrstunneln zählen.

Finanziell unterstützt wird das Vorhaben durch die Zukunftsstrategie #upperVISION2030 des Landes Oberösterreich. Der Projektzeitplan sieht vor, den Laufroboter nach erfolgreichen Erprobungen weiterzuentwickeln und bis zum Jahr 2029 vollständig in die Ausbildungsabläufe der Feuerwehrkräfte zu integrieren, um die Technologie für künftige Ernstfälle einsatzbereit zu machen.

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