Legal-Tech Oktober 2026: iManage startet Plattform mit KI-Integration
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 03:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die kontinuierliche Fortbildung von Fachpersonal in Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen rückt angesichts technologischer Sprünge verstärkt in den Fokus der Branche. CobbleStone hat vor diesem Hintergrund die CobbleStone User Conference 2026 angekündigt, die vom 18. bis zum 20. Oktober 2026 im Embassy Suites by Hilton Nashville Downtown stattfinden wird.
Die Veranstaltung soll als zentrale Plattform für den Wissensaustausch und die professionelle Entwicklung dienen. Interessierte Teilnehmer müssen beachten, dass die Anmeldefrist für das Ereignis in weniger als einem Monat endet.
Fokus auf Fachwissen und rechtliche Fortbildung in Nashville
Das Programm der Konferenz in Nashville ist darauf ausgelegt, sowohl technisches Anwenderwissen als auch juristische Fachexpertise zu vermitteln. Ein zentraler Bestandteil wird die Keynote von Christophe Fox sein.
Zudem ist eine spezielle Session für die berufliche Fortbildung (CLE-Session) vorgesehen, die von Brian S. Quinn geleitet wird. Solche Angebote gewinnen an Bedeutung, da die Anforderungen an die digitale Produktivität und die rechtssichere Anwendung neuer Softwarelösungen im Kanzleialltag steigen.
Parallel zu diesen Schulungsinitiativen investieren führende Anbieter von Rechtsinformationsdiensten massiv in die Forschung. LexisNexis hat kürzlich die Eröffnung eines Customer Innovation Lab in New York City bekannt gegeben.
In Zusammenarbeit mit OpenAI und AWS sollen dort neue Lösungen im Bereich Legal-Tech entwickelt werden. Der CTO des Unternehmens, Greg Dickason, erörterte in diesem Zusammenhang die fortschreitende Integration von Künstlicher Intelligenz in juristische Arbeitsabläufe, um die Effizienz der Fachkräfte zu steigern.
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Innovationslabore und plattformübergreifende KI-Integrationen
Die technische Infrastruktur für juristisches Personal wird zunehmend durch die Verknüpfung von Cloud-Diensten und spezialisierter Software geprägt. iManage kündigte die allgemeine Verfügbarkeit seiner Plattform der nächsten Generation für Oktober 2026 an. Diese basiert auf der sogenannten Context Fabric und integriert eine Vielzahl von Diensten, darunter Microsoft Copilot, Harvey, Legora, Thomson Reuters, Spellbook sowie ChatGPT Enterprise und Claude. Ein dedizierter Server soll zudem agentische Aktionen unterstützen, um komplexe Aufgaben zu automatisieren.
Bereits jetzt wurde die Einführung neuer Funktionen auf Google Clouds Gemini Enterprise for Legal bekannt gegeben. Diese Integration ermöglicht es den über 1 Million Fachleuten und 4.000 Organisationen, die iManage nutzen, direkt aus dem Google-Cloud-Workspace auf verwaltetes Wissen zuzugreifen.
Satish Thomas von Google Cloud und David Zember von iManage unterstrichen die Bedeutung dieses Zugriffs auf Falldateien und Präzedenzfälle unter strikter Wahrung der geltenden Berechtigungen und Governance-Strukturen.
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Strategische Ausrichtung auf Workflow-Orchestrierung und menschliche Aufsicht
Auch andere Marktteilnehmer treiben die Automatisierung der Arbeitsabläufe voran. BakerHostetler startete die proprietäre KI-Plattform Practice Intelligence Center. Die erste verfügbare Funktion, Matter Research+, wurde in Kooperation mit Clio entwickelt und nutzt Vincent AI, um institutionelles Wissen mit modernen Arbeitsabläufen zu kombinieren.
Ergänzend dazu gab Intapp die Integration von Intapp Walls for AI und Intapp Time mit Legora bekannt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Automatisierung der Zeiterfassung und die Entwicklung von Agent-Workflows, die strengen Zugriffskontrollen unterliegen.
Trotz der zunehmenden Automatisierung bleibt die Rolle des Menschen in der Endentscheidung zentral. In einem Webinar von Wolters Kluwer zum Thema operative Intelligenz wurde betont, dass der Übergang von isolierten Werkzeugen hin zu einer umfassenden Workflow-Orchestrierung die Definition klarer Geschäftsergebnisse erfordert.
Die Experten von Wolters Kluwer hielten fest, dass eine menschliche Aufsicht für finale Entscheidungen unerlässlich bleibe, während die Technologie primär die operative Intelligenz und die Vorbereitung von Informationen unterstütze.
