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LG Electronics: TÜV zertifiziert hauseigenes Cybersecurity-Labor

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 14:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

LG Electronics erweitert interne Sicherheitsprüfungen mit TÜV-anerkanntem Labor und bereitet sich auf den EU Cyber Resilience Act vor.

LG Electronics verschärft Cybersicherheitstests und erhält TÜV-Zertifizierung
Ein Techniker führt in einem modernen Labor Cybersicherheitstests an einem elektronischen Gerät durch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Elektronikkonzern LG Electronics reagiert auf die weltweit wachsende Verbrauchernachfrage nach sichereren elektronischen Geräten und kündigte eine deutliche Verschärfung seiner Testprotokolle für Cybersicherheit an. Das Unternehmen zielt damit darauf ab, das Vertrauen der Nutzer in vernetzte Produkte zu stärken und gleichzeitig die Effizienz seiner internen Entwicklungsprozesse zu erhöhen.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die offizielle Anerkennung des hauseigenen Software-Testlabors durch den TÜV Rheinland. Das Labor wurde als kompetente Stelle für Konformitätstests im Bereich der Cybersicherheit gemäß der EU-Richtlinie über Funkanlagen (Radio Equipment Directive, RED) benannt. Diese Zertifizierung erlaubt es dem Konzern, die notwendigen Sicherheitsprüfungen für eine Vielzahl von Geräten in Eigenregie durchzuführen.

Effizienzsteigerung durch interne Prüfverfahren

Durch die Ernennung des Software Testing Laboratory ist LG Electronics nun in der Lage, interne Bewertungen vorzunehmen, die bislang oft externen Prüfstellen vorbehalten waren. Ein entscheidender Vorteil dieser Neuerung liegt in der Optimierung der Logistik und der Entwicklungszyklen. Bisher war es häufig erforderlich, Prototypen neuer Geräte für langwierige Testreihen in das Ausland zu versenden.

Durch die Möglichkeit, diese Prüfungen direkt im eigenen Haus abzuschließen, reduziert das Unternehmen den logistischen Aufwand und verkürzt die Zeitspanne bis zur Marktreife neuer Produkte.

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Von dieser Entwicklung sollen laut Unternehmensangaben insbesondere die Sektoren Automobil und Klimatechnik (HVAC) profitieren. In diesen Bereichen spielt die Cybersicherheit aufgrund der zunehmenden Vernetzung und der kritischen Infrastrukturnatur der Systeme eine immer wichtigere Rolle.

Vorbereitungen auf verschärfte EU-Regularien

Die Intensivierung der Sicherheitsbemühungen steht auch im Kontext strengerer gesetzlicher Anforderungen. LG Electronics bereitet sich mit diesem Schritt gezielt auf den EU Cyber Resilience Act vor. Dieses umfassende Gesetzespaket der Europäischen Union soll die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen erhöhen und tritt voraussichtlich im Jahr 2027 in Kraft.

Durch die frühzeitige Anpassung der Testkapazitäten und die Zertifizierung des eigenen Labors stellt der Konzern sicher, dass künftige Produktgenerationen bereits in der Entwicklungsphase den strengen europäischen Sicherheitsvorgaben entsprechen. Dies soll mögliche Markteintrittsbarrieren minimieren und die Einhaltung regulatorischer Standards langfristig gewährleisten.

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Technologische Basis und Forschung

Technologisch setzt das Unternehmen bei der Absicherung seiner Geräte auf das sogenannte LG Shield-Framework. Dieses Sicherheitsgerüst dient als Basis für den Schutz der Systemintegrität und der Nutzerdaten über verschiedene Produktlinien hinweg.

Darüber hinaus richtet der Konzern seinen Blick auf künftige Bedrohungsszenarien. Wie das Unternehmen mitteilte, wird derzeit intensiv an der Erforschung der Post-Quanten-Kryptografie gearbeitet. Diese Technologie gilt als entscheidend, um digitale Systeme auch gegen die potenziellen Rechenkapazitäten künftiger Quantencomputer abzusichern und so eine langfristige Datensicherheit zu garantieren.

Durch die Kombination aus aktuellen Zertifizierungen und zukunftsorientierter Forschung positioniert sich das Unternehmen als Anbieter, der Sicherheitsaspekte über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg priorisiert.

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