Libori-Fest, Polizei

Libori-Fest: Polizei verstÀrkt Streifen gegen Taschendiebe

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 16:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach Anschlag auf Berliner CSD verstĂ€rkt die Polizei ihre PrĂ€senz bei Großveranstaltungen. Spezielle TĂ€tergruppen nutzen Menschenmengen gezielt aus.

Taschendiebstahl-Saison: Polizei verschÀrft Schutz auf Volksfesten
Polizeibeamter auf Streife in einer Menschenmenge auf einem Volksfest zur PrĂ€vention von TaschendiebstĂ€hlen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Angesichts zahlreicher Volksfeste, Demonstrationen und religiöser Feierlichkeiten intensivieren Polizeibehörden bundesweit ihre Maßnahmen gegen Taschendiebe. Ermittler warnen vor spezialisierten TĂ€tergruppen, die gezielt in Menschenmengen agieren.

Libori-Fest: Bisher nur ein Diebstahl

Die Polizei Paderborn und die Bundespolizei haben fĂŒr morgen eine PrĂ€ventionsstreife auf dem Libori-Fest angekĂŒndigt. Beamte werden an Bahnhof, Innenstadt und Liboriberg prĂ€sent sein, um Besucher zu informieren. Bisher gab es in diesem Jahr nur einen gemeldeten Diebstahl – eine Geldbörse aus einer Handtasche. Im gesamten Vorjahr waren es drei FĂ€lle.

TravemĂŒnder Woche: KriminalitĂ€t leicht rĂŒcklĂ€ufig

Eine umfassendere Bilanz liegt fĂŒr die 137. TravemĂŒnder Woche vor. Bei rund 600.000 Besuchern registrierten die Behörden vom 17. bis 26. Juli insgesamt 55 Straftaten, darunter zehn DiebstĂ€hle. Im Vorjahr waren es 61 Straftaten. Parallel kontrollierten die Beamten das Messerverbot: Bei 550 ÜberprĂŒften gab es sieben VerstĂ¶ĂŸe.

„Rempel-Trick“: Ältere Frauen im Visier

In Nordwestmecklenburg berichten die Behörden von einer Serie in EinkaufsmĂ€rkten in GrevesmĂŒhlen, Boltenhagen und Schönberg. Die TĂ€ter nutzen den sogenannten Rempel-Trick: Sie rempeln Opfer an – primĂ€r Frauen zwischen 73 und 84 Jahren – und greifen im Moment der Ablenkung nach WertgegenstĂ€nden. In OsnabrĂŒck entwendeten Unbekannte gestern einem 81-jĂ€hrigen Mann direkt nach einer Bargeldabhebung das Geld aus der Hosentasche.

Nach CSD-Anschlag: Sicherheitskonzepte verschÀrft

Die aktuelle Sicherheitslage wird maßgeblich durch den Anschlag auf den Berliner CSD am gestrigen Dienstag beeinflusst. Ein 21-JĂ€hriger hatte dort mit einem Fahrzeug und einer Stichwaffe eine Person getötet und 29 weitere verletzt. Die Folgen sind bundesweit spĂŒrbar.

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Beim heutigen CSD in Hamburg setzt die Polizei doppelt so viele KrĂ€fte ein wie im Vorjahr – uniformiert, zivil, mit technischen Sperren und LuftunterstĂŒtzung. Auch fĂŒr die Hanse Sail in Rostock Anfang August kĂŒndigten die Verantwortlichen verschĂ€rfte Maßnahmen an: Taschenkontrollen, Verbote von Waffen, Glasflaschen und Drohnen. Ein Kriminalist rĂ€t Teilnehmern, ihre Umgebung permanent im Blick zu behalten.

So schĂŒtzen Sie sich vor Taschendieben

Polizeiexperten geben konkrete Handlungsempfehlungen:

  • Trageweise: WertgegenstĂ€nde in verschlossenen Innentaschen oder Brustbeuteln direkt am Körper tragen.
  • Positionierung: Handtaschen und RucksĂ€cke mit der Verschlussseite zum Körper und vor dem Bauch tragen.
  • Elektronik: Smartphones niemals in der GesĂ€ĂŸtasche transportieren.
  • Zahlungsverkehr: Bei Bargeldabhebungen erhöhte Wachsamkeit – besonders wenn sich Unbekannte nĂ€hern.
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Parallel zu den EinsĂ€tzen fĂŒhren Netzwerkpartner fĂŒr PrĂ€vention im öffentlichen Nahverkehr regelmĂ€ĂŸige Informationskampagnen durch. In Berlin berieten sie in den vergangenen Wochen an Bahnhöfen wie dem Potsdamer Platz, Lichtenberg und der Friedrichstraße Pendler zu Zivilcourage und Diebstahlschutz. Beteiligt waren die Verkehrsbetriebe, die Gewaltschutzambulanz der CharitĂ© und die Opferhilfe.

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