LibreOffice und Collabora: Imprim startet japanischen Profi-Support
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 03:53 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas in Tokio ansĂ€ssige Unternehmen Imprim unter Leitung von GeschĂ€ftsfĂŒhrer Futoshi Uchida hat einen neuen professionellen japanischsprachigen Support-Service fĂŒr Open-Source-BĂŒroanwendungen gestartet. Das Angebot richtet sich an Unternehmen sowie lokale Gebietskörperschaften und umfasst sowohl LibreOffice als auch Collabora Office und Collabora Online, wie aus Berichten japanischer Medien hervorgeht.
Ziel des Dienstes ist es, japanischen Organisationen eine verlĂ€ssliche inlĂ€ndische Anlaufstelle bei der Nutzung von quelloffener BĂŒrosoftware bereitzustellen. Dadurch entfĂ€llt fĂŒr Anwenderunternehmen und Behörden die Notwendigkeit, direkt mit auslĂ€ndischen Entwicklerteams in Kontakt zu treten.
Mehrstufige Betreuung von Bedienung bis Quellcode
Die technische Betreuung deckt mehrere Eskalationsstufen ab. FĂŒr LibreOffice ĂŒbernimmt Learn Libre die UnterstĂŒtzung auf den Stufen L1 und L2. Dies umfasst allgemeine Fragen zur alltĂ€glichen Bedienung sowie tiefergehende Fehleruntersuchungen und die Lokalisierung technischer Probleme.
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FĂŒr Collabora Office und Collabora Online ist eine erweiterte L3-UnterstĂŒtzung vorgesehen, die technische Untersuchungen bis auf Quellcode-Ebene einschlieĂt. Diese Quellcode-Analysen werden direkt durch den Softwareentwickler Collabora Productivity erbracht.
Imprim ĂŒbernimmt in diesem Rahmen die Funktion als Vertriebs- und Vermittlungsstelle, koordiniert die Kommunikation und stellt sicher, dass die technische Beratung vollstĂ€ndig in japanischer Sprache abgewickelt wird.
Koexistenzmodelle und digitale SouverÀnitÀt
Das Dienstleistungsmodell von Imprim sieht nicht zwingend eine vollstĂ€ndige Ablösung bestehender Systeme vor. Stattdessen setzt das Unternehmen auf flexible Einsatzszenarien fĂŒr den geschĂ€ftlichen und behördlichen Alltag.
Zu den Optionen gehören die parallele Koexistenz mit bereits genutzten Installationen von Microsoft Office beziehungsweise Microsoft 365, eine teilweise Migration auf Open-Source-Software, der Aufbau von Testumgebungen sowie das Vorhalten belastbarer Alternativen zur Risikominderung.
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Als wesentlicher Treiber fĂŒr die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen gilt das wachsende Interesse an digitaler SouverĂ€nitĂ€t und einer verringerten AbhĂ€ngigkeit von proprietĂ€ren Ăkosystemen.
Wie Medienberichte hervorheben, stellte beispielsweise die Schweizer Bundesregierung im September 2026 einen Plan vor, fĂŒr rund 3.000 Mitarbeitende eine unabhĂ€ngige, auf Open-Source-Software basierende Arbeitsumgebung einzurichten, um die AbhĂ€ngigkeit von Microsoft 365 zu reduzieren. Das neue Serviceangebot in Japan knĂŒpft an diesen Trend an und soll Organisationen den Einstieg und Betrieb offener Office-Lösungen im laufenden Betrieb erleichtern.
