Lieferroboter in Washington: 25 autonome Helfer starten heute
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 22:05 Uhr, Redaktion boerse-global.de
C. Die flotten Helfer des Start-ups Coco Robotics bringen Bestellungen von lokalen Restaurants direkt auf den Gehweg – und das in Kooperation mit DoorDash und Uber Eats.
Schrittgeschwindigkeit, aber kein Trinkgeld nötig
Die ferngesteuerten und KI-gestützten Fahrzeuge bewegen sich im Schritttempo fort und sind für einen Radius von rund drei Kilometern ausgelegt. Jeder Roboter kann eine Last transportieren, die etwa acht Pizzen entspricht. Ein entscheidender Vorteil für die Kunden: Es fällt kein Trinkgeld an. Das Unternehmen verspricht zudem, dass die Zustellungskosten auf der letzten Meile um bis zu 20 Prozent sinken.
Der Start in Washington ist Teil einer größeren Expansion. Seit 2020 hat Coco Robotics bereits über 500.000 emissionsfreie Lieferungen in den USA und Europa absolviert. CEO Zach Rash führt den jüngsten Erfolg auf verbesserte KI-Algorithmen zurück, die die Navigation der Roboter präziser machen. Das Ziel ist ambitioniert: Bis Ende 2026 sollen tausende Fahrzeuge im Einsatz sein.
Arbeitsplätze und Barrierefreiheit im Blick
Kritik an möglichen Jobverlusten begegnet das Unternehmen mit Zahlen: Für jeweils zehn Roboter entstehe etwa ein Arbeitsplatz in der Fernüberwachung und Wartung. Zudem arbeitet Coco Robotics mit der Verkehrsbehörde DDOT und der Organisation BlindSquare zusammen, um die Sicherheit für sehbehinderte Menschen zu gewährleisten.
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Politik diskutiert über die Zukunft der Roboter
Der Zeitpunkt der Markteinführung ist brisant. Erst gestern führte der Stadtrat von Washington eine Anhörung zum „Autonomous Vehicle Deployment Authorization Amendment Act“ durch. Das Gesetz würde einen formellen Genehmigungsprozess für kommerzielle Roboterfahrzeuge einführen – inklusive einer Obergrenze von 200 Fahrzeugen pro Flotte bis Januar 2028.
Weitere Bestandteile des Entwurfs: eine Abgabe von 15 Cent pro gefahrener Meile sowie ein Fonds zur Abfederung von Arbeitsplatzverlusten. Während Uber-Fahrer die Technologie als Existenzbedrohung sehen, begrüßen Behindertenverbände die mögliche neue Unabhängigkeit.
Branche im Aufwind – aber nicht ohne Hindernisse
Der Vorstoß von Coco Robotics ist kein Einzelfall. Noch in diesem Sommer will Starship Technologies einen Test mit Lieferrobotern im britischen Stevenage starten. Die etwa 6 km/h schnellen Fahrzeuge sollen in einer geografisch begrenzten Zone operieren.
In der Luft setzt Zipline auf Drohnen: Der Lieferdienst expandiert nach Austin und Cleveland und hat bereits 2,5 Millionen Auslieferungen absolviert. In Cleveland arbeitet das Unternehmen mit der Cleveland Clinic zusammen, um Medikamente nach Hause zu liefern.
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Doch die Technologie hat auch ihre Schattenseiten. Immer wieder werden Lieferroboter in US-Städten beschädigt oder öffentlich angefeindet. Manche Hersteller reagieren mit kreativen Lösungen: Sie statten ihre Roboter mit digitalen Augen und Namen aus – in der Hoffnung, dass die Maschinen so besser in den Alltag der Menschen integriert werden.
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