Lightroom 15.4: Adobe bringt KI-Bildauswahl und dreifaches Tempo
19.06.2026 - 04:40:26 | boerse-global.de
4 aktualisiert. Das Update vom 18. Juni 2026 bringt die finale Version der assistierten Bildauswahl („Assisted Culling“). Die KI-gestützte Funktion soll Fotografen die zeitaufwendige Erstsichtung großer Bildmengen erheblich erleichtern.
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KI filtert nach Augenfokus und Belichtung
Die assistierte Bildauswahl analysiert Aufnahmen automatisch nach mehreren Kriterien. Im Fokus stehen die Schärfe der Augen, ob diese geöffnet sind, sowie Belichtungsprobleme und technische Fehlaufnahmen. Das System erkennt zudem Dubletten und schlägt automatische Stapelungen („Stacking“) vor.
Über Batch-Aktionen lassen sich Markierungen, Bewertungen und Labels konsistent auf ganze Serien anwenden. Für die finale Auswahl der besten Aufnahme steht ein spezialisiertes Bedienfeld für die Gesichtsanalyse bereit.
Apple-Nutzer profitieren von dreifachem Tempo
Das Update bringt auch Leistungsverbesserungen. Auf Rechnern mit Apple-Silicon nutzt Lightroom nun die Neural Engine. Das Entrauschen von Raw-Dateien läuft dadurch bis zu dreimal schneller als in früheren Versionen.
Canon-Nutzer erhalten ein Update des Tethering-Protokolls auf den standardisierten PTP-Standard. Die Liste der unterstützten Kameras wächst um die Sony a7R VI, die Canon EOS R6 V und die DJI Mavic 4 Pro.
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Adobe baut KI-Ökosystem weiter aus
Die Lightroom-Neuerungen sind Teil eines größeren Updates der Creative Cloud. Seit dem 17. Juni 2026 erhalten auch Photoshop, Premiere Pro und After Effects neue KI-Funktionen. Dazu gehören ein lokales Werkzeug zum Entfernen von Objekten und eine automatische Reflexionsentfernung.
Parallel arbeitet Adobe am „Creative Agent“ – einem KI-Assistenten, der künftig plattformübergreifend in InDesign und sogar Slack Inhalte und Brand-Kits erstellen soll. In Lightroom selbst ermöglicht die Integration von Firefly und Google Veo zudem die Generierung von Videos aus Standbildern.
Wettbewerb zieht nach
Der Trend zur Automatisierung des Fotomanagements ist branchenweit zu beobachten. Skylum veröffentlichte zeitgleich ein Update für Luminar Neo, das den Import von Lightroom-Classic-Katalogen ermöglicht – inklusive Bewertungen und Basis-Bearbeitungen. Auch Zoner Studio legte Mitte Juni nach und setzt auf KI-gestützte Maskierungen sowie neue Stacking-Werkzeuge für Panorama- und Belichtungsreihen.
Die Entwicklungen zeigen: Die rein manuelle Bildverwaltung hat in professionellen Produktionsumgebungen zunehmend ausgedient. Assistierende Systeme übernehmen immer mehr Aufgaben – und sparen Fotografen wertvolle Zeit.
