Linux-Umstieg: Fedora 45 bringt GNOME 51 und Linux 7.2 ab November
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 23:43 Uhr | Redaktion boerse-global.deFachjournalisten und Computeranwender dokumentieren und debattieren derzeit verstärkt ihre Erfahrungen beim Umstieg zwischen verschiedenen Linux-Distributionen sowie dem Wechsel von proprietären Betriebssystemen. Berichte und Wortmeldungen auf verschiedenen Plattformen zeigen dabei ein differenziertes Bild aus technischem Fortschritt, Hardware-Hürden und individuellen Vorlieben.
Umstieg zwischen Distributionen und Versionszyklen
Ein Redakteur des Portals howtogeek.com beschrieb nach jahrelanger Nutzung von Linux Mint seinen Wechsel zu Fedora Workstation. Während Linux Mint 22.3 mit dem Codenamen „Zena“ aus dem Januar 2026 noch auf Ubuntu 24.04 aufsetzt und die nachfolgende Ausgabe Linux Mint 23 auf Basis von Ubuntu 26.04 erst für Dezember 2026 erwartet wird, bleibt die Cinnamon-Sitzung unter Wayland dort vorerst experimentell.
Fedora verfolge demgegenüber einen zügigeren Rhythmus mit neuen Versionen etwa alle sechs Monate und einer Supportdauer von jeweils rund 13 Monaten. Das zweimal verschobene Fedora 45, das frühestens für den 3. November erwartet wird, bringt Neuerungen wie GNOME 51, KDE Plasma 6.7, Linux 7.2, den Konsolenersatz kmscon sowie RPM-Signaturprüfungen und Einschränkungen für ptrace. Zugleich erreicht Fedora 43 voraussichtlich Anfang Dezember 2026 das Ende des offiziellen Supports.
Hardwarekompatibilität und Alltagstauglichkeit im Test
Praktische Erfahrungen nach einer Rückkehr von Windows zu Ubuntu schilderte ein Autor auf medium.com, der das freie Betriebssystem bereits seit 2015 nutzt.
Bei Hardwaretests mit verschiedenen mobilen Rechnern zeigten sich gemischte Resultate: Auf einem Dell XPS 13 (DX13260) ließ sich die TPM-Verschlüsselung im Installationsprogramm von Ubuntu nicht aktivieren, während ein HP D3KN6U unter aktiviertem Secure Boot Startschwierigkeiten aufwies.
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Ein weiteres Modell, das HP D3KU2UA mit AMD-Prozessor, verweigerte den Betrieb mit Secure Boot vollständig; dort startete Ubuntu 26.04.1 nur ohne den Schutzmechanismus, während die Version 26.10 erst nach dem Ausstecken bootete. Reibungslos funktionierten Secure Boot und TPM-Verschlüsselung hingegen auf einem Dell DS14265.
Im Systembetrieb hob der Autor hervor, dass Systemaktualisierungen unter Ubuntu mit unter zwei Minuten und einem einzelnen Neustart deutlich schneller abliefen als unter Windows, wo Updates bis zu einer Stunde dauern können. Kommunikationsprogramme wie Signal, Discord, Tailscale und Telegram ließen sich problemlos einrichten, allerdings blieb die Audioausgabe als fehlerhafter Phantomkanal bestehen.
Debatten im Netz und Dynamik im Markt
Auch in sozialen Netzwerken tauschen Nutzer Umstiegserfahrungen aus. Auf der Plattform sueden.social berichtete ein Anwender von seinem erfolgreichen Wechsel von Windows 10 zu Linux Mint, bei dem Thunderbird bereits für den Mailverkehr eingerichtet wurde, die bisherige Windows-Partition jedoch vorerst zur Absicherung erhalten bleibt.
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Ein langjähriger Mint-Nutzer verwies dort auf mehr als zehn Jahre Nutzung mit wenigen Neuinstallationen, nachdem Zwischenschritte über Debian und CachyOS letztlich wieder zu Mint führten.
Parallel dazu suchte ein Nutzer auf thecanadian.social nach Alternativen jenseits des Debian- und Ubuntu-Ökosystems mit Tendenz zu Arch-basierten Systemen, während ein anderer Anwender einen Wechsel von Fedora zu Nix erwägt.
Das Portal MakeUseOf verwies darauf, dass die Wahl der Distribution maßgeblich von Programmen und Hardware abhängt. Genannt wurden Linux Mint wegen der flexiblen Update-Zeitpunkte, Zorin OS mit seiner Windows-nahen Oberfläche sowie das auf Spiele ausgerichtete Bazzite, bei dem jedoch Titel mit Kernel-Level-Anti-Cheat Einschränkungen unterliegen können.
Passend zu den anhaltenden Diskussionen verzeichnete der Analysedienst Statcounter zuletzt einen historischen Höchststand: Der Anteil von Linux an Desktop-Betriebssystemen in Nordamerika stieg vom langjährigen Niveau von 3 bis 5 Prozent auf zeitweise über 10 Prozent, was Analysten primär auf Verschiebungen in den Internet-Traffic-Strukturen zurückführen.
