Lipödem-Behandlung, Liposuktion

Lipödem-Behandlung: Liposuktion wird ab Juli Kassenleistung

16.06.2026 - 04:10:07 | boerse-global.de

Studien belegen Risiken von Glucosamin und Vitamin D, während Mimose und ätherische Öle als neue Optionen gelten.

Gelenktherapie im Wandel: Pflanzliche Alternativen boomen
Lipödem-Behandlung - Nahaufnahme einer Mimosa pudica Pflanze mit Fläschchen ätherischer Öle, vor einem weichen, erdigen Hintergrund. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Behandlung von Gelenkbeschwerden steht vor einem Umbruch.

Während Mimose und ätherische Öle als vielversprechende Alternativen gelten, zeigen aktuelle Studien ernste Risiken bei Glucosamin und Vitamin D auf.

Mimose und Ă–le: Tradition trifft Wissenschaft

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Die Mimose (Mimosa pudica) erlebt eine Renaissance. Ein Bericht vom 15. Juni 2026 bestätigt pharmakologische Studien zur schmerzlindernden Wirkung der Pflanze. Verantwortlich sind bioaktive Komponenten wie Mimosin und Flavonoide.

Die Anwendung erfolgt traditionell als Sud aus den Wurzeln (6 bis 12 Gramm täglich) oder als zerdrückte frische Blätter. Allerdings warnen Fachleute: Schwangere und Personen mit schwacher Konstitution sollten die Finger davon lassen. Bei anhaltenden Schmerzen ist ärztlicher Rat Pflicht.

Parallel dazu drängt die Haleon Germany GmbH mit der VoltaMed Schmerzcreme auf den Markt. Die Kombination aus Pfefferminzöl (0,625 g/10g), Eukalyptusöl (0,625 g/10g) und Rosmarinöl (0,400 g/10g) soll entzündungshemmend und durchblutungsfördernd wirken. Erwachsene sollen sie drei- bis fünfmal täglich anwenden – aber maximal zwei Wochen lang.

Glucosamin: Risiko fĂĽr Alzheimer-Patienten?

Eine Studie der UF Health vom 14. Juni 2026 schlägt Alarm. Bei Alzheimer-Patienten ist die Einnahme von Glucosamin mit einem 25 Prozent höheren Risiko für beschleunigten Gedächtnisverlust verbunden.

Die Forscher fanden Hyperglykosylierungen in gedächtnisrelevanten Hirnregionen. Glucosamin überwindet offenbar die Blut-Hirn-Schranke – Versuche mit Mäusen zeigten eine Verschlechterung der sozialen Erinnerungsfähigkeit. Ein kausaler Beweis steht noch aus, doch Experten werten dies als wichtigen klinischen Hinweis.

Vitamin D und Calcium: Nutzen fraglich

Eine Metaanalyse von 69 randomisierten Studien mit rund 154.000 Teilnehmern stellt den Nutzen von Calcium und Vitamin D infrage. Die am 15. Juni 2026 im British Medical Journal veröffentlichte Analyse zeigt: Weder einzeln noch kombiniert reduzieren die Supplemente das Risiko für Hüft- oder Wirbelfrakturen signifikant.

Die Autoren empfehlen eine ĂśberprĂĽfung der allgemeinen Supplementierungsempfehlungen.

Ernährung als Schlüssel

Die University of Sydney untersuchte den Effekt einer Proteinreduktion bei 100 Erwachsenen zwischen 65 und 75 Jahren. Die Senkung tierischer Proteine von 50 auf 30 Prozent – bei gleichzeitigem Austausch gesättigter Fette durch komplexe Kohlenhydrate – verbesserte das biologische Alter und die Gesundheitswerte.

Bemerkenswert: Trotz der Fleischreduktion trat kein Kraftverlust ein. Die Probanden verloren durchschnittlich 1,8 Kilogramm.

Neue Hoffnung fĂĽr Spondyloarthritis-Patienten

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Das Unternehmen XBiotech startete die Phase-II-Studie „V-SPINE“ für den Wirkstoff Vilamakitug. 150 Teilnehmer mit aktiver axialer Spondyloarthritis erhalten 400 mg des Wirkstoffs. Der primäre Endpunkt: das Ansprechen nach 16 Wochen.

Lipödem: Kasse zahlt ab Juli

Eine Neuregelung tritt zum 1. Juli 2026 in Kraft: Die Liposuktion bei Lipödem wird unabhängig vom Schweregrad zur Kassenleistung. Voraussetzung: eine konservative Therapie über mindestens sechs Monate ohne Erfolg. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) stützt sich auf Ergebnisse einer Erprobungsstudie.

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