Long-Covid-Diagnose, Spürhunde

Long-Covid-Diagnose: Spürhunde und KI erkennen Erkrankung gleich

Veröffentlicht: 06.07.2026 um 06:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studien zeigen Potenzial von Geruchssignaturen bei Long-Covid und positive Effekte von Meditation trotz möglicher Nebenwirkungen.

Mentale Gesundheit: Düfte, Meditation und digitale Helfer im Trend
Eine Person meditiert in einem sonnendurchfluteten Raum, umgeben von Aromatherapie-Diffusoren und natürlichen Duftstoffen wie Zitrusfrüchten und Vanille. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ob Düfte in der Pflege, Meditation oder digitale Tools – der Markt reagiert mit immer spezifischeren Angeboten.

Düfte als Therapie und Diagnose-Werkzeug

Die gezielte Nutzung von Gerüchen hält Einzug in die professionelle Pflege. Fortbildungen für Betreuungskräfte thematisieren mittlerweile den Einsatz von Zitrusdüften zur Steigerung der Lebensqualität. Auch der Konsumgütermarkt zieht nach: Neue Parfums setzen auf Kokosnussbutter, Vanille oder Yuzu – beworben für ein frisches Gefühl an warmen Tagen.

Noch einen Schritt weiter geht die medizinische Forschung. Auf der Fachkonferenz „Metabolomics 2026“ in Buenos Aires präsentierten Wissenschaftler der TU Braunschweig, der Medizinischen Hochschule Hannover und der Tierärztlichen Hochschule Hannover eine Studie. Das Ergebnis: Speziell trainierte Spürhunde und KI-Systeme können Long-Covid-Erkrankungen anhand von Geruchssignaturen identifizieren. Beide Methoden erkannten unabhängig voneinander dieselben Proben.

Meditation: Positiv trotz unerwarteter Nebenwirkungen

Achtsamkeitspraktiken wie Yoga und Meditation werden zunehmend differenziert betrachtet. Eine Studie des Universitätsklinikums Tübingen, veröffentlicht in Scientific Reports, untersuchte die Wirkung von Meditation auf die Selbstwahrnehmung. Bei 121 Teilnehmern stellten die Forscher fest: Meditation kann Zustände von Depersonalisation oder Derealisation auslösen.

Die Überraschung: 61,7 Prozent der Probanden erlebten diese Erfahrungen als positiv – selbst wenn sie über einem klinischen Schwellenwert lagen. Entscheidend sei der Kontext der Praxis, betonten die Autoren.

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Parallel dazu wächst das Angebot an körperorientierten Techniken. Programme wie „Sommer Slowdown Yoga“ fokussieren auf somatische Bewegungen und die Regulation des Nervensystems. Auch Kombinationen aus Yin Yoga und Klangtherapie werden in der Stressprävention eingesetzt.

Digitale Helfer für die Selbstregulation

Für den Alltag entstehen zudem digitale Plattformen. Das Projekt NeuroVoice arbeitet mit dem KODEX-System (Körper, Orientierung, Deutung, Entscheidung, Experiment). Es soll die Selbstregulation unterstützen – ohne einen therapeutischen Ersatz darzustellen.

Demenz-Prävention: Jeder zweite Fall vermeidbar

Die Prävention von Demenz rückt ebenfalls in den Fokus. Experten schätzen, dass etwa die Hälfte der Neuerkrankungen durch präventive Maßnahmen vermeidbar wäre. Hauptrisikofaktoren: Bewegungsmangel, Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck.

Im Landkreis Cham setzt man auf eine Kombination aus körperlicher Aktivität und Gedächtnisübungen, um den kognitiven Abbau zu verzögern.

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Angst vor dem Krankenhaus

Ein weiteres Problem der mentalen Gesundheit: die Krankenhausangst. Laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2025 leidet jeder vierte Bürger in Deutschland darunter. Als wirksame Strategien gelten offene Kommunikation mit dem medizinischen Personal, gezielte Informationsbeschaffung, soziale Unterstützung und Entspannungstechniken. Fachkliniken reagieren mit spezialisierter Begleitung während des Aufenthalts.

Ergänzend bieten Krankenkassen wie die AOK im Juli verstärkt Kursprogramme an – von Beckenbodentraining bis zu allgemeinen Fitnesskursen. Ziel: die Anzahl der gesunden Lebensjahre erhöhen. In Fortbildungen für Fachpersonal gewinnen zudem autogenes Training und spezifische Atemtechniken an Bedeutung, um die Resilienz in Belastungssituationen zu stärken.

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