Long COVID: Phase-2-Daten zu Bezisterim am 15. September
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 15:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Biotech-Entwickler BioVie hat für den 15. September 2026 um 8:30 Uhr Ostküstenzeit einen Conference Call sowie einen Webcast angekündigt, in dem das Unternehmen Topline-Ergebnisse seiner Phase-2-Studie ADDRESS-LC vorstellen will. Untersucht wird darin der Wirkstoff Bezisterim bei Patienten mit Long COVID – einer Erkrankung, für die es bislang kaum zugelassene, gezielt entzündungshemmende Behandlungsoptionen gibt.
Studiendesign mit breitem Endpunkt-Spektrum
Die Studie mit der Registrierungsnummer NCT06847191 ist randomisiert im Verhältnis 1:1 angelegt und placebokontrolliert. Rund 200 Patienten erhielten Bezisterim in einer Dosierung von 20 Milligramm oral, zweimal täglich.
Bemerkenswert am Design ist, dass die Studie insgesamt 22 Endpunkte erfasst, ohne dass vorab ein einzelner primärer Endpunkt festgelegt wurde. Dieser breite Ansatz spiegelt die Herausforderung wider, die sich bei Long COVID stellt: Das Krankheitsbild äußert sich bei Betroffenen sehr unterschiedlich, von anhaltender Erschöpfung über kognitive Beeinträchtigungen bis hin zu Atemwegs- und Kreislaufproblemen.
Ein einzelner, klar definierter Wirksamkeitsnachweis ist bei einem derart heterogenen Symptomspektrum schwer zu erbringen, weshalb Forscher offenbar auf eine möglichst breite Erfassung möglicher Effekte setzten.
Finanzierung durch das US-Verteidigungsressort
Die Studie wurde nach Angaben von BioVie vollständig durch das US Department of War finanziert, mit einer Fördersumme von 13,13 Millionen US-Dollar unter dem Award HT9425-24-1-0113. Dass eine Behörde mit sicherheits- und verteidigungspolitischem Zuschnitt ein Long-COVID-Forschungsprojekt in dieser Größenordnung trägt, verdeutlicht, welchen Stellenwert die anhaltenden gesundheitlichen Folgen von COVID-19-Infektionen inzwischen auch außerhalb klassischer Gesundheitsbehörden einnehmen – etwa mit Blick auf Einsatzfähigkeit und Arbeitskraft von Betroffenen.
Am 15. September will BioVie die Topline-Daten der Phase-2-Studie ADDRESS-LC zu Bezisterim bei Long COVID vorstellen — erfasst werden 22 Endpunkte ohne vorab festgelegtes Primärziel. Wer solche Daten einordnen will, braucht eine klare Leseroutine statt Kursrauschen. Der kostenlose Report liefert eine Checkliste zur Bewertung von Studiendaten, einen Überblick zur Long-COVID-Pipeline und die wichtigsten Risiko-Kennzahlen für Micro-Cap-Biotech. Kostenlosen Biotech-Report anfordern
Marktreaktion vor der Datenveröffentlichung
Bereits im Vorfeld des Calls reagierte die Börse auf die Ankündigung: Die BIVI-Aktie von BioVie legte um 6,74 Prozent auf 2,06 US-Dollar zu, bei einer Tagesspanne zwischen 1,88 und 2,12 US-Dollar.
Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 17,41 Millionen US-Dollar – ein Wert, der die vergleichsweise kleine Marktstellung von BioVie unterstreicht und zugleich zeigt, wie sensibel Anleger auf Nachrichten rund um klinische Studiendaten in diesem Segment reagieren.
Einordnung für die Long-COVID-Forschung
Long COVID hat bislang kaum zugelassene, gezielt entzündungshemmende Therapien — und genau dort setzt die Phase-2-Studie ADDRESS-LC mit Bezisterim an, voll finanziert durch das US Department of War mit 13,13 Millionen US-Dollar. Wer die Pipeline-Landschaft kennt, kann Studienergebnisse besser gewichten. Der kostenlose Report ordnet den Long-COVID-Wirkstoff-Umfeld ein und zeigt, worauf Anleger bei entzündungshemmenden Ansätzen achten sollten. Long-COVID-Pipeline-Überblick jetzt anfordern
Long COVID gilt in der Fachwelt weiterhin als komplexes, teils entzündlich getriebenes Krankheitsbild, für das es noch keine breit etablierten, spezifisch wirksamen Therapien gibt. Entzündungshemmende Wirkansätze wie der von Bezisterim werden daher mit Interesse verfolgt, auch wenn belastbare Aussagen erst mit Vorliegen konkreter Studienergebnisse möglich sind.
Die für den 15. September angekündigte Präsentation der Topline-Daten dürfte zeigen, ob sich unter den 22 erfassten Endpunkten klinisch relevante Verbesserungen gegenüber Placebo abzeichnen – und damit erste Hinweise liefern, ob der Wirkstoff einen Beitrag zur Behandlung der oft langwierigen Symptomatik leisten kann.
