Lungenkrebstherapie, Gotistobart

Lungenkrebstherapie: Gotistobart verdoppelt Überleben auf 18,5 Monate

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 13:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PRESERVE-003 zeigt für Gotistobart 18,5 statt 10,0 Monate Gesamtüberleben; schwere Nebenwirkungen lagen nahe am Docetaxel-Vergleichswert.

BioNTech: Gotistobart verlängert Überleben bei Lungenkrebs
Ein minimalistisch gestalteter, heller klinischer Forschungsraum mit medizinischen Glasgefäßen und neutralem Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Neue Auswertungen aus der Phase-3-Studie PRESERVE-003 (Stage 1, NCT05671510) von BioNTech und OncoC4 liefern Hinweise auf einen möglichen Fortschritt in der Behandlung des metastasierten Plattenepithelkarzinoms der Lunge nach vorausgegangener Immuntherapie und Chemotherapie.

Die Daten wurden auf dem IASLC WCLC 2026 präsentiert und zeigen ein annähernd verdoppeltes Gesamtüberleben unter dem Wirkstoff Gotistobart im Vergleich zur Standardchemotherapie Docetaxel.

Studiendesign und zentrale Ergebnisse

An der Studie nahmen 87 Patienten mit metastasiertem Plattenepithelkarzinom der Lunge teil, deren Erkrankung nach Immuntherapie und Chemotherapie fortgeschritten war.

In einem Studienarm erhielten 45 Patienten Gotistobart in einer Dosierung von 6 mg/kg kombiniert mit 2x10 mg/kg, im Vergleichsarm behandelten die Prüfärzte 42 Patienten mit Docetaxel in der üblichen Dosis von 75 mg/m².

Das mediane Gesamtüberleben lag unter Gotistobart bei 18,5 Monaten, unter Docetaxel bei 10,0 Monaten. Damit ergibt sich eine annähernde Verdopplung der Überlebenszeit, statistisch abgesichert durch eine Hazard Ratio von 0,56 bei einem p-Wert von 0,0295. Der Daten-Cut-off für diese Auswertung lag am 17. Juli 2026, die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 25,4 Monate.

Sicherheitsprofil im Vergleich

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Die Auswertung aus Stage 1 der Phase-3-Studie PRESERVE-003 zeigt ein medianes Gesamtüberleben von 18,5 Monaten unter Gotistobart gegenüber 10,0 Monaten unter Docetaxel — bei Patienten mit metastasiertem Plattenepithelkarzinom der Lunge nach Immuntherapie und Chemotherapie. Eine kompakte Einordnung der Studiendaten, des Sicherheitsprofils und der offenen Fragen für die weitere Entwicklung finden Sie in unserer kostenlosen Analyse. Studien-Analyse zu PRESERVE-003 jetzt anfordern

Neben der Wirksamkeit rückt auch die Verträglichkeit in den Fokus der Auswertung. Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse des Schweregrads 3 oder höher traten bei 44,4 Prozent der mit Gotistobart behandelten Patienten auf (20 von 45), gegenüber 48,8 Prozent im Docetaxel-Arm (20 von 42).

Die Rate schwerer Nebenwirkungen fiel damit unter dem neuen Wirkstoff nicht höher aus als unter der etablierten Chemotherapie – ein Aspekt, der bei der Bewertung neuer Therapieoptionen im fortgeschrittenen Krankheitsstadium regelmäßig eine zentrale Rolle spielt, da Patienten in dieser Behandlungssituation oft bereits mehrere Therapielinien hinter sich haben und entsprechend vorbelastet sind.

Einordnung für die Behandlungslandschaft

Das Plattenepithelkarzinom der Lunge gilt als eine besonders schwer zu behandelnde Form des nicht-kleinzelligen Lungenkrebses, insbesondere wenn die Erkrankung nach Immuntherapie und Chemotherapie weiter fortschreitet. Für Patienten in dieser Situation stehen bislang begrenzte Optionen zur Verfügung, weshalb Studienergebnisse mit einer annähernden Verdopplung des medianen Gesamtüberlebens Beachtung finden.

BioNTech bestätigte, dass die Phase-3-Studie PRESERVE-003 bei Plattenepithelkarzinom der Lunge nach Fortschreiten unter Immuntherapie und Chemotherapie ein nahezu verdoppeltes Überleben unter Gotistobart im Vergleich zur Standardchemotherapie zeigt.

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Nach Fortschreiten unter Immuntherapie und Chemotherapie bleiben beim Plattenepithelkarzinom der Lunge bislang nur begrenzte Optionen. Die vorliegenden Daten deuten auf ein Überlebenssignal unter Gotistobart hin, das in den kommenden Entwicklungsphasen und regulatorischen Bewertungen weiter geprüft werden dürfte. Unser kostenloser Leitfaden fasst zusammen, was aus Stage 1 belastbar ist und was noch offen bleibt. Leitfaden zur Einordnung der Daten anfordern

Die vorliegenden Zahlen stammen aus Stage 1 der Studie; mit einer medianen Nachbeobachtung von 25,4 Monaten zum Datenstichtag im Juli 2026 handelt es sich um einen vergleichsweise reifen Datensatz für eine Zulassungsstudie in diesem Indikationsgebiet.

Die Ergebnisse dürften in den kommenden Phasen der klinischen Entwicklung sowie im Rahmen regulatorischer Bewertungen weiter geprüft werden, insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob sich das beobachtete Überlebenssignal in größeren Patientenkollektiven bestätigt.

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