Max, Ebenen

M4 Max: 16 Ebenen OpenFX-Effekte in DaVinci, M3 Pro scheitert

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 06:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apples M4- und M5-Prozessoren liefern Rekordleistungen bei KI und Videobearbeitung, während AMD und Qualcomm den Wettbewerb verschärfen.

Apple M4 & M5 Chips: Neue Maßstäbe für KI und Kreative
Nahaufnahme eines eleganten MacBook Pro auf einem minimalistischen Schreibtisch, das professionelles Design und leistungsstarke Hardware hervorhebt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apples hauseigene Prozessoren der M4- und M5-Serie setzen neue Maßstäbe bei lokaler KI-Verarbeitung und professionellen Anwendungen. Die jüngsten Leistungstests zeigen beeindruckende Fortschritte, die den Mac endgültig zur ersten Wahl für Kreative und Entwickler machen könnten.

M4 Max: Die Benchmark-Maschine für Videoprofis

Die M4-Serie bleibt der Maßstab für anspruchsvolle kreative Aufgaben. Besonders das M4 Max-Modell glänzt in Extremszenarien: Beim HDR-Farbgrading in DaVinci Resolve verarbeitet es bis zu 16 Ebenen mit OpenFX-Effekten – das M3 Pro zeigt dagegen bereits bei der elften Ebene deutliche Leistungseinbußen.

In Final Cut Pro erreicht der M4 Max bei der 4K-HDR-Multikamera-Wiedergabe fast 60 Bilder pro Sekunde und meistert 6K-RAW-Aufnahmen völlig ruckelfrei. Auch thermisch hat Apple nachgelegt: Unter Volllast bleibt die Oberflächentemperatur mit 52,3 Grad Celsius deutlich unter den 59,7 Grad des Vorgängers.

Für Einsteiger im Profibereich bietet das 14-Zoll MacBook Pro mit M4-Chip (ab 1.599 US-Dollar) ein 10-Kern-CPU/GPU-Setup. Im Cinebench-Multikern-Test ist es satte 64 Prozent schneller als die M3-Version.

Lokale KI: Leistungsfähig, aber mit Grenzen

Der M4 Pro im kompakten Mac-mini-Format hat sich zum bevorzugten Werkzeug für lokale KI-Inferenz entwickelt. Mit 273 GB/s Speicherbandbreite bewältigt er Large Language Models (LLMs) mit 7 bis 32 Milliarden Parametern. Bei Modellen über 70 Milliarden Parametern stoßen selbst diese Chips an ihre Grenzen.

Die Preispolitik macht den Einstieg nicht leichter: Im Juni 2026 stieg der Preis für den Mac mini M4 Pro um 200 Euro, zudem strich Apple die 64-GB-Speicheroption für dieses Modell. Wer auf noch mehr Arbeitsspeicher für KI-Anwendungen hofft, muss sich gedulden – Branchenkreisen zufolge könnte der für 2027 erwartete M7-Chip bis zu 1,5 Terabyte unterstützen.

Mit SQUIRE hat Apple zudem ein KI-gesteuertes Tool zur Oberflächengestaltung vorgestellt. Es soll Entwicklern helfen, aus Komponentenbäumen direkt HTML und CSS zu generieren – und sich tiefer ins Apple-Ökosystem integrieren.

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M5-Serie: Fusion-Architektur mit Durchschlagskraft

Die im März eingeführten M5 Pro und M5 Max setzen auf eine Fusion-Architektur, die zwei 3nm-Chips kombiniert. Beide Varianten verfügen über einen 18-Kern-CPU mit sechs Effizienz- und zwölf Leistungskernen.

Der M5 Pro mit 20-Kern-GPU bietet 20 Prozent mehr Leistung als der M4 Pro. Der M5 Max geht mit einer 40-Kern-GPU und Raytracing-Funktionen noch einen Schritt weiter – hier liegt das Plus bei 30 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration.

Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant Apple weitere Updates: Erstmals sollen MacBook Pro Modelle mit Touchscreen und M5-Chips erscheinen, ebenso ein M5-Mac-mini. Der nächste Mac Studio wartet noch auf spezielle Speicherchips.

Wettbewerb: AMD und Qualcomm greifen an

Apple steht im Bereich lokaler KI und Edge-Computing zunehmend unter Druck. AMD bringt in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Ryzen AI Max PRO 400-Serie – entwickelt für LLMs mit über 300 Milliarden Parametern. Die Kria-KI-Module von AMD sollen zudem in der Robotik höhere Echtzeitzuverlässigkeit bieten.

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Ein neuer Herausforderer ist der Acrab GELIX 1, ein 5nm-Edge-Prozessor, der beim Vortraining von KI-Modellen den Mac mini M4 Pro deutlich übertrifft. Qualcomm wiederum erhöht die Chip-Preise im zweistelligen Prozentbereich und setzt verstärkt auf Edge-KI – die nächsten Quartalszahlen erscheinen am 29. Juli.

Der Kampf um die Vorherrschaft bei lokaler KI und professioneller Rechenleistung bleibt also spannend. Apple hat mit M4 und M5 starke Argumente – doch die Konkurrenz schläft nicht.

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