M5 MacBook Air unter 900 Euro: M1-Besitzer sollten jetzt handeln
25.05.2026 - 18:51:19 | boerse-global.deDie M1-Ära geht zu Ende, und der Druck durch M5-Chips, steigende Komponentenpreise und OLED-Technologie wächst.
Der Preis der Obsoleszenz
Sechs Jahre nach seiner Einführung erreicht das M1 MacBook Pro einen kritischen Punkt. Wer heute mit einem defekten Gerät dasteht, muss tief in die Tasche greifen. Reparaturen außerhalb der Garantie kosten schnell 500 bis 1.000 Euro – bei Flüssigkeitsschäden oft noch mehr. Doch lohnt sich diese Investition überhaupt noch?
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Die Antwort fällt zunehmend negativ aus. Ein gebrauchtes M3 MacBook Pro mit 128 GB Arbeitsspeicher und 8 TB Speicher ist aktuell für unter 5.000 Euro zu haben. Gleichzeitig ist das 13-Zoll MacBook Air mit M5-Chip am 23. Mai 2026 erstmals unter die 900-Euro-Marke gefallen – ein starkes Argument gegen teure Reparaturen alter Pro-Modelle.
Der neue M5-Chip bietet 16 GB RAM serienmäßig, eine Akkulaufzeit von 18 Stunden und eine Speicherbandbreite von 153 GB/s. Zum Vergleich: Der M4 kommt auf 120 GB/s. Für M1-Nutzer bedeutet das einen gewaltigen Sprung in der Effizienz.
KI-Workflows als Treiber
Die eigentliche Revolution steckt im Neural Processing Unit (NPU) des M5. Am 25. Mai 2026 veröffentlichte Tests zeigen beeindruckende Fortschritte: In DaVinci Resolve rendert der M5 Pro mit dem Dehancer-Tool in 14 Minuten und 57 Sekunden – der M4 braucht 19 Minuten und 40 Sekunden. Bei KI-gestützten Aufgaben wie Mac Whisper Transkription oder Pixelmator Upscaling ist der M5 bis zu viermal schneller als sein Vorgänger.
Auch die Speicheroptionen haben sich verdoppelt: Das M5 MacBook Pro unterstützt SSDs bis zu 4 TB und externe Displays mit 8K bei 60 Hz. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten liegen bei über 6.000 MB/s – für M1-Nutzer, die noch mit langsameren NAND-Flash-Chips arbeiten, bedeutet das eine grundlegende Veränderung der Arbeitsgeschwindigkeit.
Komponentenpreise explodieren
Wer jetzt zögert, könnte bald böse überrascht werden. Analysten von Gartner prognostizieren einen Preisanstieg für DRAM- und SSD-Komponenten von bis zu 130 Prozent bis Ende 2026. Die Folge: PCs könnten um 17 Prozent teurer werden, Smartphones um 13 Prozent. Das Segment unter 500 Euro könnte bis 2028 sogar ganz verschwinden, da Hersteller auf margenstarke KI-Hardware setzen.
Die Gründe liegen in der globalen Lieferkette. Der AMD-CEO bestätigte einen Engpass bei High-Bandwidth Memory (HBM). Nvidias Finanzchef berichtete am 24. Mai 2026, dass die Mietpreise für ältere H100- und A100-GPUs um 20 beziehungsweise 15 Prozent gestiegen sind. Nvidia sichert sich bereits langfristige Speicherkontingente – ein klares Signal, dass die Preise nicht bald fallen werden.
OLED und M6: Der Blick nach vorn
Für alle, die noch warten können, zeichnet sich ein großer Technologiesprung ab. Samsung Display soll bereits im Juni 2026 mit der Massenproduktion von 8,6-Generation-OLED-Panels für das MacBook Pro beginnen. Diese Panels werden in einer neuen Hardware-Generation mit dem M6-Chip erwartet, der auf einem 2nm-Prozess basieren soll.
Gerüchten zufolge könnte Apple ein „MacBook Ultra" mit Touchscreen, dünnerem Gehäuse und OLED-Display auf den Markt bringen – allerdings mit einem Aufpreis von bis zu 20 Prozent gegenüber den aktuellen Pro-Modellen.
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Software verlangt nach neuer Hardware
Die Software-Landschaft treibt den Wechsel zusätzlich an. Microsoft erhöht ab dem 1. Juli 2026 die Preise für seine 365-Suiten und integriert gleichzeitig ressourcenintensive KI-Funktionen in Windows. Auf macOS-Seite hat das neue Betriebssystem Tahoe das ASIF-Disk-Image-Format eingeführt, das auf M3- und M4-Pro-Systemen deutlich höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten erreicht – M1-Hardware kann diese Leistung nicht nutzen.
Fazit: Das Fenster schließt sich
Für M1 MacBook Pro-Besitzer bietet sich ein schmales Zeitfenster. Die Investition in M5-Technologie bringt einen massiven Leistungssprung, bevor Komponentenengpässe die Preise nach oben treiben. Wer sein M1-Gerät 2026 repariert, besitzt bald einen funktionierenden Rechner, der von Software-Innovationen zunehmend abgehängt wird.
Der Frühling 2026 könnte als letzte phase relativer Preisstabilität in die Geschichte eingehen – bevor der nächste große Hardware-Zyklus beginnt.
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