M6-Chip: Apple verzichtet auf Pro-Varianten, M7 kommt 2027
Veröffentlicht: 18.07.2026 um 13:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Apple plant einen radikalen Strategiewechsel bei seinen hauseigenen Prozessoren. Der kommende M6-Chip erscheint nur noch in einer Basisversion – um den Weg für den deutlich leistungsstärkeren M7 freizumachen.
Der kalifornische Konzern will die Entwicklung seiner Silizium-Pläne beschleunigen. Statt wie gewohnt mehrere Varianten eines Chips auf den Markt zu bringen, konzentriert sich Apple beim M6 auf ein einziges Modell. Das berichten Branchenkenner übereinstimmend. Die Entscheidung dürfte vor allem an den steigenden Anforderungen der Künstlichen Intelligenz liegen.
Was der M6-Basischip kann
Der für Ende 2026 erwartete M6-Prozessor bringt handfeste Verbesserungen mit. Die Speicherbandbreite steigt von 153 GB/s beim Vorgänger M5 auf 200 GB/s – ein Plus von gut 30 Prozent. Auch bei der Grafik legt Apple zu: Statt zehn GPU-Kernen sind es nun zwölf.
Hinzu kommen ein schnellerer CPU-Teil und optimierte Video-Engines. Das Herzstück des neuen Designs ist jedoch die Neural Engine. Sie soll die wachsenden Anforderungen KI-gestützter Anwendungen stemmen. Erste Tests laufen bereits in Einstiegsversionen des MacBook Pro.
Verzicht auf die High-End-Varianten
In einer ungewöhnlichen Kehrtwende verzichtet Apple auf die Entwicklung von M6 Pro, M6 Max und M6 Ultra. Stattdessen fließen die Ressourcen direkt in den M7, der bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 erscheinen soll.
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Der M7 verspricht einen weiteren Sprung auf 240 GB/s Speicherbandbreite. Analysten sehen darin den Versuch Apples, bei der KI-Hardware schneller aufzuholen. Der Zeitplan: Basis-M7 Anfang 2027, Pro- und Max-Varianten im Laufe des Jahres, das Ultra-Modell folgt 2028.
Die Lücke füllt ein M5 Ultra
Bis das M7-Ökosystem steht, muss eine Übergangslösung her. Apple entwickelt dafür einen M5 Ultra für das Mac Studio. Dieses Spitzenmodell soll satte 36 CPU-Kerne und 80 GPU-Kerne bieten. Die bestehenden M5 Pro- und Max-Systeme bleiben vorerst die erste Wahl für Profi-Anwender.
Die Umstellung fällt in eine schwierige Phase für die Lieferkette. Die Produktion des kommenden MacBook Neo wurde um 40 Prozent gedrosselt: Statt zehn Millionen Einheiten sind für 2026 nur noch sechs bis sieben Millionen geplant. Grund sind eine globale DRAM-Krise und Engpässe beim Auftragsfertiger TSMC.
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iPhone 18 Pro: A20 Chip und neue Kameras
Parallel zu den Mac-Prozessoren bereitet Apple die nächste iPhone-Generation vor. Das iPhone 18 Pro und Pro Max kommen im September 2026 auf den Markt – mit dem A20 Pro Chip im 2-Nanometer-Verfahren.
Erstmals verbaut Apple 12 GB RAM in einem iPhone. Die Kamera erhält einen 48-Megapixel-Sony-IMX905-Sensor mit variabler Blende. Weitere Neuerungen: ein verkleinertes Dynamic Island, LTPO+-Displays und erweiterte Satelliten-Konnektivität. Die Preise dürften steigen – Schätzungen zufolge um umgerechnet rund 180 Euro.
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