M6-Chip: Apples erster 2-Nanometer-Prozessor im Mac mini
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 05:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat seine Prozessor-Familie für den Mac deutlich erweitert und stellte den M6-Chip sowie den M5 Ultra vor. Der M6 ist nach Unternehmensangaben der erste Apple-Chip in 2-Nanometer-Fertigung, während der M5 Ultra als erster Quad-Die-Chip des Unternehmens gilt. Beide Prozessoren wurden zusammen mit aktualisierten Mac-Modellen vorgestellt.
M6: Erster 2-Nanometer-Chip mit neuer Kernarchitektur
Der M6 verfügt über eine 12-Core-CPU, aufgeteilt in 2 Super-Kerne, 4 Performance-Kerne und 6 Effizienz-Kerne, sowie eine 12-Core-GPU mit sogenannten Neural Accelerators. Hinzu kommt eine doppelte 16-Core Neural Engine.
Je nach Speicherkonfiguration erreicht der Chip unterschiedliche Bandbreiten: Bei 16GB RAM liegt sie bei 153GB/s, bei 24GB oder 32GB RAM bei bis zu 170GB/s. Maximal unterstützt der M6 32GB RAM und 2TB SSD-Speicher.
Im Vergleich zum Vorgänger M5 soll der M6 um den Faktor 1,2 schneller sein, gegenüber dem M1 sogar um den Faktor 2,4. Detaillierter fällt der Vergleich zum M5 aus: Die Multithread-CPU-Leistung steigt um das 1,2-Fache, die GPU-KI-Leistung um rund 30 Prozent, die Neural-Engine-Leistung verdoppelt sich, die Geometrie-Raten steigen um 50 Prozent und die Speicherbandbreite um 10 Prozent.
Gegenüber dem älteren M4-Chip, der über eine 10-Core-CPU, eine 10-Core-GPU und 120GB/s Speicherbandbreite verfügt, fällt der Sprung größer aus: Apple gibt für den M6 eine bis zu 40 Prozent schnellere CPU-Leistung, doppelte Grafikleistung und eine 4,8-fache Geschwindigkeit bei LLM-Verarbeitung (getestet mit LM Studio) an. Andere Angaben sprechen von bis zu vierfacher KI-Leistung und doppelter Grafikleistung gegenüber dem M4.
M6 vorerst exklusiv im Mac mini
Der M6-Chip ist zunächst ausschließlich im Mac mini verfügbar. Für höhere Leistungsanforderungen bietet Apple weiterhin die M5-Familie mit den Varianten Pro, Max und Ultra an. Ein Nachfolgechip, der M7, wird laut Berichten erst für 2027 erwartet.
Die M5-Familie umfasst neben dem Basismodell M5 (10-Core-CPU, 10-Core-GPU, bis zu 32GB RAM, 153GB/s Bandbreite) den M5 Pro (18-Core-CPU, 20-Core-GPU, bis zu 64GB RAM, 307GB/s), den M5 Max (18-Core-CPU, 40-Core-GPU, bis zu 128GB RAM, 614GB/s) sowie den M5 Ultra, der ausschließlich im Mac Studio verbaut wird.
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M5 Ultra: Quad-Die-Design mit bis zu 512GB RAM
Der M5 Ultra markiert Apples ersten Quad-Die-Chip und bringt bis zu 36 CPU-Kerne, 80 GPU-Kerne sowie eine 32-Core Neural Engine mit. Er unterstützt bis zu 512GB RAM bei einer Bandbreite von 1,2TB/s. Im Vergleich zum M3 Ultra steigt die Single-Core-Leistung um 25 Prozent, die Multi-Core-Leistung um 30 Prozent und die Bandbreite um 50 Prozent.
Andere Quellen nennen eine 1,3-fache Multithread-Leistung gegenüber dem M3 Ultra sowie eine 4,5-fache KI-Leistung. Für Cluster-Anwendungen im KI-Bereich unterstützt der Chip zudem RDMA-Clustering.
Mit seiner Speicherausstattung übertrifft der M5 Ultra laut Vergleichsangaben Konkurrenzprodukte wie Nvidias DGX Spark (128GB RAM, 273GB/s) und AMDs Ryzen AI Max+ 395 (128GB RAM, 256GB/s) deutlich.
Preise steigen durch RAM-Knappheit
Der neue Mac mini mit M6-Chip startet bei 899 US-Dollar für die Basiskonfiguration mit 16GB RAM und 256GB SSD – 100 US-Dollar mehr als der aktuelle Preis des M4-Modells (799 US-Dollar) und 300 US-Dollar über dem ursprünglichen Einführungspreis des M4 (599 US-Dollar).
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Die Basisausstattung wurde dabei von 8GB auf 16GB RAM angehoben, maximal sind nun 32GB möglich, gegenüber 24GB beim M4. Auch die SSD arbeitet doppelt so schnell wie beim Vorgänger. Zudem sind Wi-Fi 7, Bluetooth 6 sowie 2,5-Gigabit-Ethernet nun Standard. Am Gehäusedesign mit den Maßen 5x5x2 Zoll ändert sich nichts.
Bei den weiteren Modellen liegen die Einstiegspreise wie folgt: Der Mac mini mit M5 Pro startet bei 1.699 US-Dollar, der Mac Studio mit M5 Max bei 2.499 US-Dollar und der Mac Studio mit M5 Ultra bei 5.499 US-Dollar. Branchenberichten zufolge sind die gestiegenen Preise auf eine allgemeine Knappheit bei DRAM-Speicherchips zurückzuführen.
Die Vorbestellung für die neuen Modelle ist bereits angelaufen, die Auslieferung soll ab dem 22. September 2026 erfolgen. Die Variante des Mac Studio mit M5 Ultra und 512GB SSD-Speicher wird laut Ankündigung erst Ende Oktober 2026 verfügbar sein.
