M6-Pro übersprungen: Apple beschleunigt Sprung zur M7-Generation
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 05:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple beschleunigt seine Chip-Entwicklung massiv und stellt die Weichen für die Zukunft. Der Konzern will die M6-Pro-Serie überspringen, um schneller zur nächsten Generation zu kommen.
Strategischer Schachzug bei den Prozessoren
Seit dem Abschied von Intel-Prozessoren im Jahr 2023 hat Apple fünf Generationen eigener Chips auf den Markt gebracht. Nun deutet sich eine Kursänderung an: Branchenbeobachter berichten, dass der Konzern die Pro-, Max- und Ultra-Varianten der M6-Serie streichen könnte. Stattdessen soll die Entwicklung der M7-Generation beschleunigt werden. Ein Basismodell des M6 ist für Einstiegsgeräte weiterhin geplant.
Die Namensgebung bleibt dabei konsistent: Die Zahl steht für die Generation, die Zusätze Pro, Max und Ultra kennzeichnen die Leistungsklasse. Was mit dem M1 Ende 2020 begann, hat sich längst zu einem festen Rhythmus entwickelt. Die M3-Serie brachte 3-Nanometer-Technologie und Hardware-Raytracing, die aktuelle M5-Generation setzt auf spezielle Neural Accelerators für lokale KI-Aufgaben.
KI-Offensive und Unternehmensgeschäft
Die Software-Basis für die neue Hardware steht bereits. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni kündigte Apple eine umfassende KI-Integration an – in Zusammenarbeit mit Google Gemini. Eine eigenständige Siri-KI-App mit Bildschirmverständnis und Mehrfachdialogen soll mit macOS 27 und iOS 27 kommen.
Im Unternehmenssegment läuft es für Apple trotz schwierigem Marktumfeld: Während der PC-Markt insgesamt um fünf Prozent schrumpfte, legte Apple um rund zehn Prozent zu. Analysten führen das auf niedrigere Gesamtbetriebskosten und das günstigere Einstiegsmodell MacBook Neo zurück. Allerdings raten Marktforscher Unternehmen davon ab, die Basisausstattung mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher zu wählen – die Anforderungen durch KI-Software steigen rasant.
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Lieferengpässe treiben Preise
Die Chip-Pläne werden derzeit durch die globale DRAM-Knappheit ausgebremst. Hersteller bevorzugen offenbar KI-Rechenzentren gegenüber Unterhaltungselektronik. Rund eine Milliarde Euro an Apples nächsten A20-Chips stecken bei TSMC fest, weil Speicher für die Wafer-Level-Verpackung fehlen.
Die Folgen spüren Kunden im Geldbeutel: Das M5 MacBook Pro kostet nun statt 1.699 Euro rund 1.999 Euro. Auch iPad Air und Apple TV wurden teurer. Um die Abhängigkeit zu verringern, testet Apple Speicherchips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte auf dem chinesischen Markt.
Ausblick: Neue Geräte und harte Konkurrenz
Für September erwartet die Branche das iPhone 18 Pro und Pro Max mit dem A20-Pro-Chip in 2-Nanometer-Technologie. Für Ende 2026 und 2027 sind zudem neue Ultra-Geräte im Gespräch: ein MacBook Ultra mit OLED-Touchscreen und ein iPhone Ultra mit faltbarem 7,7-Zoll-Innendisplay.
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Doch Apples Effizienzvorsprung schmilzt. Aktuelle Benchmarks zeigen: Das Dell XPS 13 erreicht 6,21 Gflops pro Watt, das MacBook Neo kommt auf 5,38. Die x86-Architektur holt bei der Energieeffizienz spürbar auf – ausgerechnet auf Apples Hausgebiet.
