M7 Ultra 2028: Apple plant 1,5-TB-Speicher für KI-Workloads
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 18:25 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Fokus liegt auf massiven Speicherkapazitäten und spezialisierter KI-Hardware.
M6 wird zur Übergangslösung
Statt der erwarteten High-End-Varianten des M6-Prozessors will Apple nur noch eine Basisversion des Chips auf den Markt bringen. Der M6 soll demnach Ende 2026 in Geräten wie dem MacBook Air und dem Einstiegs-Mac mini zum Einsatz kommen. Die leistungsstärkeren Versionen Pro, Max und Ultra werden komplett gestrichen.
Das Ziel: Die Entwicklung der deutlich leistungsfähigeren M7-Generation soll beschleunigt werden. Bereits Ende 2027 rechnen Branchenbeobachter mit den ersten M7 Pro und Max Modellen.
1,5 Terabyte: Speicher für die Superlative
Das Flaggschiff der neuen Chip-Generation, der M7 Ultra, ist für 2028 geplant. Sein herausragendes Merkmal: die Unterstützung von bis zu 1,5 Terabyte Unified Memory. Das entspricht der maximalen Speicherkapazität des 2019er Mac Pro.
Diese immense Speichermenge ist kein Selbstzweck. Sie soll massive KI-Workloads, High-End-Filmproduktionen und komplexe 3D-Renderings ermöglichen. Ob die 1,5-TB-Konfiguration tatsächlich verfügbar sein wird, hängt allerdings von der globalen Speicherversorgungskette ab.
Der M5 Ultra kommt zuvor
Bevor die M7-Serie Realität wird, plant Apple einen weiteren Hochleistungschip: den M5 Ultra. Er soll einen Mac Studio mit dem Codenamen J246 antreiben, der Ende 2026 oder Anfang 2027 erscheint. Die technischen Daten können sich sehen lassen:
- 36 CPU-Kerne
- 80 GPU-Kerne
- Unterstützung von bis zu 768 GB Unified Memory
Doch der M5 Ultra ist nicht nur für Workstations gedacht. Apple will den Chip auch in seiner internen KI-Server-Infrastruktur einsetzen. Hintergrund: Die bestehenden M2-Ultra-Server haben offenbar Performance-Probleme bei KI-Aufgaben.
Abschied von Nvidia: Apple sucht die Unabhängigkeit
Apple will seine Abhängigkeit von externer Hardware verringern – insbesondere von Nvidia-Chips. Aktuell nutzt der Konzern Nvidia-Hardware über die Google Cloud, um anspruchsvolle KI-Modelle zu trainieren, darunter auch die Gemini-Integration von Siri.
Um unabhängiger zu werden, verfolgt Apple eine aggressive Strategie. Der Konzern führt Gespräche mit Investmentbankern und Halbleiter-Start-ups über mögliche Übernahmen. Bereits im Januar 2026 schlug Apple zu und übernahm den KI-Chip-Spezialisten Q.ai für rund zwei Milliarden Euro.
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Ein interner KI-Server-Chip mit dem Codenamen Baltra hat zwar Verzögerungen erlitten. Doch eine Server-Plattform auf Basis des M7 Ultra soll um 2029 kommen.
Finanzieller Kurswechsel
Diese Strategieänderung geht mit einem neuen finanziellen Denken einher. Finanzvorstand Kevan Parekh signalisierte kürzlich, dass Apple nicht länger eine „netto-cash-neutrale" Position anstrebe. Das bedeutet: mehr Spielraum für Investitionen in Übernahmen und Infrastruktur. Die Barreserven des Konzerns beliefen sich im März 2026 auf rund 41 Milliarden Euro.
Vom Apple Car zum KI-Chip
Die M7-Entwicklung profitiert von einem unerwarteten Erbe: der Technologie des eingestellten Apple-Car-Projekts. Der Neural Engine der neuen Chips enthält demnach Designs und geistiges Eigentum aus dem Fahrzeugprojekt, das Apple 2024 nach Investitionen von über neun Milliarden Euro aufgab.
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Und die Zukunft? Apple plant bereits die M8-Prozessor-Generation mit dem Codenamen Soko, die auf einem 1,4-Nanometer-Fertigungsprozess basieren soll.
Führungswechsel und Partnerschaften
Diese Hardware-Offensive fällt in eine Zeit des Umbruchs. John Ternus soll im September 2026 die Nachfolge von Tim Cook als CEO antreten. Zudem schloss Apple kürzlich einen 27-Milliarden-Euro-Deal mit Broadcom ab und erhielt grünes Licht für seine KI-Dienste in China – durch Partnerschaften mit Alibaba und Baidu.
Die Börse honorierte den KI-Kurs: Die Apple-Aktie legte am 15. Juli 2026 um 4,01 Prozent auf umgerechnet rund 295 Euro zu.
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